Wie konnte mir dies nur passieren? Es ist mir peinlich und ich schäme mich.

Diesen Satz höre ich so oft in meiner Beratungspraxis. Aber was ist eigentlich Scham? Wie so oft hilft ein Blick zu Wikipedia. Dort fand ich folgende Erklärung:

„Scham ist ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben. Stolz wird als entgegen gesetzter Pol zur Scham gesehen.Das Schamgefühl ist häufig von vegetativen Erscheinungen wie Erröten oder Herzklopfen (Palpitation) begleitet; manchmal auch von typischen körpersprachlichen Gesten wie dem Senken des Blickes. Die Intensität der Empfindung reicht von flüchtiger Anwandlung bis zu tiefster Beklommenheit. Scham tritt zum Beispiel bei empfundener Entblößung oder einem Ehr- oder Achtungsverlust im sozialen Umfeld auf.“ (Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schamgefühl)

Die Sozialpsychologin Dr. Brené Brown von der Universität in Houston beschäftigt sich vor allem mit Scham und Verletzbarkeit.

Sie hebt drei wichtige Dinge über das Schamgefühl hervor:

  1. Das Gefühl der Scham hat jeder (!) Mensch. Es ist universal und eines der urtümlichen Gefühle, die Menschen erleben. Nur Menschen, die nicht empathisch sein können (Narzissten/Psychopaten,) haben dieses Gefühl nicht.
  2. Keiner redet über dieses Gefühl, weil es unangenehm ist.
  3. Je weniger wir über die Scham sprechen, desto mehr kontrolliert sie unser Leben.

Was fühlen Sie bei der bloßen Vorstellung, dass

  • Ihr mittlerer Blusenknopf ausgerechnet in der Kantine abplatzt?
  • Ihr Hosenreißverschluss nicht geschlossen ist?
  • Ihr Chef die Mängel Ihrer Arbeit vor der gesamten Abteilung kritisiert?
  • Sie Ihren Fahrschein vergessen haben und Sie von einem Kontrolleur „erwischt“ werden?
  • Sie feststellen, dass Sie Zellulitis haben?
  • Sie Potenzprobleme haben?
  • Sie gefragt werden, ob Sie schwanger sind (dabei haben Sie nur ein wenig zugenommen)?
  • Sie eine Frau fragen, ob sie schwanger sei und diese verneint?
  • Sie gefragt werden, wann Sie wieder arbeiten gehen (Sie sind arbeitslos und haben schon 50 Bewerbungen geschrieben)?
  • Sie übergewichtig sind, ein Eis auf der Straße essen und die Blicke und Gedanken anderer deuten: „Die hat aber dieses Eis nicht nötig. Kein Wunder , dass sie so dick ist!“
  • Sie ein Buch veröffentlichen und jeder Ihnen sagt, dass das Papier zu schade ist, auf dem es gedruckt wurde?
  • Ihr Kind nicht gerne lernt oder ein „Schulversager“ oder drogenabhängig ist?

Das Ergebnis in allen Fällen: Scham. Jeder kennt sie und erlebt sie. Berufliches Versagen, Übergewicht, Kinderlosigkeit, Partnerlosigkeit, Schulden, Armut, Arbeitslosigkeit sowie das angebliche Versagen der eigenen Kinder können Auslöser tiefer und anhaltender Scham sein.

Die Scham fühlt sich nicht gut an, schmerzhaft bisweilen und wir machen alles, um sie ja nicht zu spüren. Es ist die Angst, nicht gut genug zu sein!

Sie sagt Ihnen: Pass auf: Verliebe dich nicht wieder, vertraue keinem Mann mehr, bewerbe dich nicht um einen besseren Job, lerne nichts neues mehr und wage nicht so viel. Du bist einfach zu dumm, zu alt, zu jung, zu häßlich… mit anderen Worten: du bist nicht gut genug. Wir sprechen nicht über diese Gedanken und Gefühle und machen sie damit immer größer.

Hypnose in Frankfurt und New York

Soziopathen können sich nicht schämen

Soziopathen manipulieren ihre  Partner mit Scham, um diese zu demütigen und klein zu halten. Die Scham gibt ihnen Macht, denn Soziopathen und Narzisten sind die einzigen Menschen, die dieses Gefühl nicht kennen. Sie wissen aber genau, wie ihre Partner(innen) darauf reagieren und was diese bereit sind zu tun, um  „gut genug zu sein“. „Wie konnte mir dies nur passieren? Es ist mir peinlich und ich schäme mich.“ weiterlesen

Soziopathen und Narzissten in einer Beziehung

„Das Glück sieht dem Verhängnis oft zum Verwechseln ähnlich.“ (Laura Hertreiter)

Soziopathen und Narzissten wirken zunächst sympathisch. Viele betroffene Frauen, aber auch Männer haben das Gefühl einem Seelenverwandten begegnet zu sein, dem Prinzen ihrer Träume. Auch in sexueller Hinsicht geben Sie ihr Bestes und Frauen wähnen sich im 7. Himmel. Psychopathen haben ein Gespür dafür, was Sie brauchen. Sie sind nicht empathisch. Sie können sich nicht vorstellen, was und wie andere Menschen fühlen und haben keinerlei Gewissen. Aber sie sind hochgradig manipulativ, streben die Macht über Sie an. Dann eines Tages ändert sich sein Verhalten plötzlich. Die Beziehung wird sich ab sofort durch einen ständigen und abrupten Wechsel von intensiver Nähe und Stress, Streit
und Trennungsandrohung auszeichnen.

Eine Aussage eines diagnostizierten Soziopathen:

„Ist es denn wirklich so wichtig, ob mir etwas leid tut oder ob ich es nur sage, damit alles wieder besser ist? Heißt das gleich ich empfinde keine Reue?“

Ein große Anzahl der Opfer von Psychopathen sind manipulierte Ehefrauen und Partner, die schlau genug sind, um zu realisieren, dass „ihr Psychopath“ andere Menschen in seinem Leben betrügt, belügt, sie benutzt und manipuliert, jedoch (leider) zu eitel oder blind genug, zu glauben, dass sie die einzige Ausnahme von der Regel sind.

Eine Klientin erzählte mir von einer Beziehung: Sie fand beim Durchstöbern seines Badezimmerschrankes einen Zettel einer Frau, auf dem stand, dass sich die Damen bitte nicht an Ihren Sachen bedienen sollten. Mit Datum und Unterschrift. Auf dem Nachttisch lag ein Buch über Narzissmus. Na ja, da wusste Sie was Sie erwarten konnte.

Achtsamkeit und Hypnose gegen Trennungsschmerzen

Weitere Berichte von Betroffenen:

Mein Trauma begann traumhaft.
Viele liebe Worte, kleine Aufmerksamkeiten, Briefe, SMS, Blumen, Zukunftspläne Versprechungen, einander total verstehen, stundenlang reden können und und und…
Leider folgte das böse Erwachen.
Lügen, Betrügen, Klauen, Kontrollieren, Person und Charakter abwerten, Versuche von Freunden zu isolieren durch Sprüche wie „Die denken alle, Du bist böse“, Spielsucht, Erniedrigung, ganz fein und subtil, Stück für Stück einem die kleinen Freuden madig machen, Sprüche wie „Wenn Du mehr so oder so wärst, wäre ich auch anders“, „Du bist nicht dies oder das genug“,“Du bist selbst schuld, dass ich mir Liebe auswärts suche.“
Stück um Stück wurde mir mein Selbstwertgefühl genommen, ich geriet in eine Abwärtsspirale, geriet selbst immer schneller außer Kontrolle.
Ich kannte mich buchstäblich selbst nicht mehr.
Dazu immer wieder Liebesbeteuerungen. Bis zum Schluss, über die Trennung hinaus. Man sei alles für Ihn etc.
So viele Male stand ich bereits in der Tür und machte doch immer wieder kehrt, auch weil ich unserem Kind eine Familie bieten wollte.
Leider war ich selbst nach jahrelanger Opferung (über 8 Jahre) so abhängig von Ihm, dass ich nach der Trennung in ein Loch stürzte.
Diese Jahre waren schlimm. Sich von solchen Menschen zu trennen, ist schwer. Man kann es wohl mit einem Drogenentzug vergleichen. Man tut alles, lechzt nach allem und kennt sich selbst nicht mehr.
Das letzte halbe Jahr nach der Trennung war ganz übel, schlussendlich habe ich es mit Hypnose versucht und konnte ihn endlich vor die Türe setzen!
Dennoch wollte er das Spielchen weitertreiben und erst ein Anruf brachte mir Ruhe.“
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