Falsche Ansichten über Hypnose

Durch die Bühnenhypnose werden oftmals falsche Vorstellungen von Hypnose verbreitet. Da diese unnötige Ängste hervorrufen und Menschen daran hindern, sich dieses machtvollen Instruments zu bedienen, werden diese hier erörtert.

Manche glauben, dass die Fähigkeit, durch Suggestionen beeinflusst zu werden ein Beweis für Willensschwäche und Leichtgläubigkeit ist.

Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Bereitschaft, Suggestionen aufzunehmen und zu realisieren ist völlig normal und findet sich bei Personen mit einem gut entwickelten Willen. Das Fehlen oder die extrem schwach entwickelte suggestive Beeinflussbarkeit weist eher auf das Vorhandensein psychischer Störungen hin.

IMG_0025 (1)Falsch ist auch die Ansicht, dass die Trance aus Bewusstlosigkeit besteht.

Der Hypnotisierte ist sich normalerweise seiner Erlebnisse bewusst und Gedächtnisverlust in einem größeren Umfang tritt nur ein, wenn er suggeriert wurde bzw. eine extrem tiefe Trance oder Somnambulismus vorlag.

Große Angst ruft die Vorstellung hervor, den Befehlen des Hypnotiseurs ausgeliefert zu sein und so zu einem willenlosen Roboter degradiert zu werden.

Diese Befürchtung ist unbegründet. Es werden nur diejenigen Suggestionen befolgt, die mit den moralischen Werten des Hypnotisierten übereinstimmen.

Eine Suggestion, die zu Ihnen im Widerspruch steht, wird immer abgelehnt und nicht ausgeführt.

Weit verbreitet ist auch die Angst, dass in der Hypnose Geheimnisse ausgeplaudert werden, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Solche Furcht ist jedoch völlig unbegründet. Wenn jemand Sie in Hypnose versetzt, werden Sie normalerweise nur das preisgeben, wozu Sie bereit sind. Ein spontaner Drang, über irgendwelche Geheimnisse zu sprechen, besteht nicht. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Die Passivität, die für die Trance charakteristisch ist, die Abneigung zu sprechen und sich zu bewegen hindert den Hypnotisierten daran, über Dinge zu reden, die er lieber für sich behalten möchte.

Die Angst vor einer Fremdhypnose wird auch von der Abneigung genährt, sich jemand anderem auszuliefern, der etwas mit einem »macht«.

Diese Befürchtung ist grundlos, weil der Hypnotiseur keine schrankenlose Macht besitzt und sein Einfluss nur so weit reicht, wie es der Hypnotisierte zulässt.

Manche Menschen glauben, dass die Gefahr besteht, in der Trance zu verbleiben und nicht mehr aufzuwachen.

Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ein solcher Fall jemals eintritt. Sie kehren immer in den Zustand des Wachbewusstseins zurück. Manchmal, besonders dann, wenn die Trance sehr tief war, dauert es unter Umständen längere Zeit, bevor Sie endgültig wieder in das normale Wachbewusstsein wechseln. Es gibt aber auch Fälle, wo sie in einen Schlaf übergeht. In jedem Fall wacht die hypnotisierte Person schließlich auf. Um den Prozess der Rückkehr in das Wachbewusstsein reibungslos zu gestalten, ist es erforderlich, die Trance auf eine angemessene Art zurückzunehmen.

Wie wirkt Hypnose?

 

Wie wirkt Hypnose?

Hypnose wirkt auf Ihr Unterbewusstsein bzw. auf das Unbewusste ein. Das Mittel hierfür ist ausschließlich meine Stimme. Die Inhalte bestehen aus Suggestionen, Imagination und Visualisierung.

Suggestionen, Imagination, Visualisierung: Was ist das?

Im Grunde ist alles, was uns seelisch beeinflusst, eine Suggestion. Wirksam wird sie erst dann, wenn man sie glaubt und verinnerlicht.

Hypnose

Dazu ein Beispiel für eine Visualisierung: Stellen Sie sich vor, wie Sie an einem Ort sind, an dem Sie sich richtig gut gefühlt haben … zum Beispiel an einem Strand im Urlaub. Sehen Sie ihn, hören Sie und riechen Sie diesen Ort. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge alles so klar wie möglich vor. Wenn Sie sich eine Weile darauf konzentrieren, können Sie vielleicht sogar das Salzwasser auf Ihren Lippen schmecken. Was fühlen Sie nun?

Meinen Klienten, die abnehmen wollen, suggeriere ich ein Bild von Ihrem Magen und lasse diesen immer kleiner werden. Wenn dieses Bild verinnerlicht wird, werden sie immer sehr schnell satt sein und nicht mehr viel essen können. Abnehmen wird so viel leichter, die Erfolge zeigen es.

Wissenschaftliche Studien mit Studenten beweisen, dass diese, wenn sie sich intensiv vorstellten Süßes zu essen, anschließend weniger Lust auf Süßigkeiten hatten als eine Vergleichsgruppe.

Auch Leistungssportler benutzen diese Erkenntnisse. So ging der Turner Fabian Hambüchen vor jedem Wettkampf Schritt für Schritt jede Übung in Gedanken durch. Das ist kein Kinderspiel, sondern harte Konzentrationsarbeit.

Imaginationsverfahren werden auch in der Krebsbehandlung eingesetzt. Der Arzt Dr. OC. Simonton  stellte fest, wie damit auf einen Tumor Einfluss genommen werden kann und/oder wie die oft gravierenden Nebenwirkungen der Chemotherapie zu mildern sind.

Die Verbundenheit von Geist und Körper war in der Antike schon bekannt und es wurden damals schon Krankheiten mit Imagination und Trance erfolgreich behandelt. In Epidaurus gab es um 400 vor Christus ein großes Zentrum, das dem Heilgott Asklepios geweiht war. Kranke kamen hierher, um sich in einen hypnotischen Schlaf versetzen zu lassen.

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