Mit Hypnose den Vagusnerv stimulieren – die Polyvagal Theorie

Ein neues Verständnis vom Nervensystem: Die Polyvagal Theorie von Stephen Porges

Eine wichtige und vielbeachtete Forschung zum Nervensystem führt der Professor für Psychiatrie und Biomedizintechnik Stephen Porges an: Es handelt sich um die von Stephen Porges entwickelte „Polyvagal-Therorie“.

„Poly“ heißt „viel“ und „vagal“ bezieht sich auf den Nervus vagus, den Hauptnerv des parasympathischen Nervensystems.

Die gängige Vorstellung vom Nervensystem mit Sympathikus und Parasympathikus im Mittelpunkt wird mit dieser Polyvagel Theorie erweitert und verändert.

Der Vagusnerv führt vom Gehirn aus in unendlich vielen Verzweigungen durch den Körper, wo er viele verschiedene Funktionen übernimmt und steuert.

Dazu gehören nicht nur die Organe, sondern auch manche Muskeln. Betrachtet man alleine den Mund- und Rachenraum, so ist der Vagusnerv zuständig für:

  • Geschmacksempfindungen im Rachen
  • Motorische Bewegungen, zum Beispiel Schlucken
  • Berührungsempfindungen

Bei den Organen erreicht er:

  • Leber
  • Niere
  • Herz
  • Lunge
  • Milz
  • Verdauungsorgane

Porges Theorie bezieht sich auf die Entdeckung, dass der Nervus vagus aus zwei Kerngebieten im Hirnstamm entspringt und dass diese beiden Nerventeile unterschiedliche Zielgebiete und Aufgaben haben.

  • Der eine Teil des Vagusnervs, den Porges den „alten Vagus“ nennt, zieht vom Gehirn in den Bauchraum und ist zuständig für die Verdauung und für die Kommunikation zwischen Bauch und Gehirn.
  • Der andere Teil, der von Porges so benannte „neue Vagus“ zieht vom Stammhirn in den Brustraum und verbindet den Herz- und Lungenbereich mit dem Gehirn. Er hat myelinisierte Nervenfasern, d.h. er hat eine Umhüllung, die ein Vielfaches an Leitungsgeschwindigkeit ermöglicht.

Dieser „neue Vagus“ ist mit anderen Hirnnerven vernetzt, die der Kommunikation und dem sozialen Austausch dienen wie z.B. dem Nervus Facialis, der die Mimik steuert. Porges benennt dies als System sozialen Engagements. Es handelt sich dabei um ein Nervennetzwerk, das unsere Fähigkeiten zu sozialem Handeln, Lernen und Kommunikation repräsentiert, in Verbindung mit dem Herzbereich.

Eine neue Sichtweise des Nervensystems

So ergibt sich eine neue Sichtweise gegenüber dem klassischen Modell. Es stehen sich nicht mehr die „Gegenspieler“ Sympathikus und Parasympathikus gegenüber, vielmehr gibt es drei hierarchisch geordnete Stufen, den neuen Vagus, den Sympathikus und den alten Vagus.

Fällt der neue Vagus aus, erfolgt die Umschaltung auf den Sympathikus.

IMG_9099Unser vegetatives Nervensystem
überprüft ständig, wie die Umwelt auf uns wirkt, dabei unterscheidet es zwischen: Sicher – gefährlich – lebensbedrohlich und entsprechend erfolgen die körperlichen Reaktionen.

Ist der neue Vagus dominant, wird die Umwelt als sicher erlebt. „Mit Hypnose den Vagusnerv stimulieren – die Polyvagal Theorie“ weiterlesen

Die Laune verändern – sich in Stimmung bringen

Wie bringen Sie sich in Stimmung?

und Herausforderungen annehmen. Haben wir dagegen schlechte Laune, erscheint uns alles in Grau und selbst Kleinigkeiten können zu unüberwindbaren Hindernissen werden.
Stimmungen bilden die Hintergrundmusik unseres Lebens und nach Tonlage können zusätzliche starke Gefühle das seelische Gleichgewicht und Wohlbefinden gefährden.
Eine relativ junge Forschungsrichtung der Psychologie beschäftigt sich unter anderem mit der Frage: Inwieweit lassen sich Stimmungen und Launen vom Individuum beeinflussen?
Befunde dieser Forschung belegen, dass Stimmungen mehr von körperlichen Zuständen als von äußeren Ereignissen abhängig sind.
Demnach entscheidet Ihre persönliche körperliche Verfassung darüber, ob eine Kleinigkeit Sie in eine schlechte Laune versetzen kann: Wie lange und wie gut haben Sie geschlafen? Wann haben Sie das letzte Mal gegessen? Stehen Sie unter Druck? Wann haben Sie sich das letzte Mal bewegt?
Stimmungen entstehen aus dem komplexen Zusammenspiel äußerer Ereignisse und Einflüsse und der persönlichen Interpretation dieser Vorgänge.
Stimmungen sich als Kombination und Wechselwirkung zweier elementarer physiologischer Körperzustände beschreiben lassen können: Energie/Energiemangel und Spannung/Entspannung.

Entspannt – energetisch

Sie sind körperlich ausgeruht und Sie fühlen sich energiegeladen. Dies ist der Zustand, in dem Höchstleistungen möglich sind, denn Sie fühlen sich entspannt und sind gleichzeitig hochkonzentriert. Nichts kann Sie aus der Ruhe bringen. Spitzensportler streben diesen Zustand ebenso an, wie jeder, der Bestleistung auf den Punkt genau bringen will.

Entspannt – müde

Sie haben alles erledigt und ihr Arbeitspensum geschafft. Sie sind zwar müde, aber dennoch entspannt und ruhig. Solange niemand von Ihnen zu viel verlangt, ist dies ein angenehmer, relaxter Zustand.

Angespannt –energetisch

Sie fühlen sich körperlich fit, sind aber angespannt.
Die Anspannung resultiert aus Leistungs- und/oder Termindruck, Angst und/oder Konflikten und führt zu
• Muskelverkrampfungen (gerne im Schulter- und Nackenbereich),
• Beschleunigung des Herzschlags sowie
• Konzentrationsmangel.
Dieser angespannt-energetische Lebensstil entspricht dem heutigen Lebens- und Arbeitsstil. Mit ihm haben Sie einen verplanten Alltag voller Anforderungen und Termine und bewältigen diesen auch gut. Ihre Stimmung kann jedoch jederzeit kippen, wenn Ihre Energie nachlässt und Ihre Anspannung zunimmt. Sie werden dann gereizt, nervös und unruhig und können dann leicht in den folgenden Zustand abrutschen:

Angespannt – müde

Sind Ihre Energiereserven aufgebraucht und die Anspannung hält an, dann kann dies zu den ungünstigsten aller Stimmungen führen:
Sie fühlen sich nervös, erschöpft, deprimiert, ängstlich und/oder gereizt. Ihre Gedanken beginnen um die eigenen Schwächen zu kreisen, Sie fühlen sich unzulänglich und überfordert. Sie sind müde oder vielleicht sogar erschöpft, können nicht entspannen und einschlafen, weil Sie in dieser Verfassung zum Grübeln neigen. Wenn dieser Zustand anhält, mündet er nicht selten in einer Depression: Die Gegenwart erleben Sie als unerträglich und die Zukunft schwarz.

Deshalb: Genießen Sie den Herbst und gehen laufen (spazieren). Bewegen Sie sich und geben sich damit ‚echte‘ Energie und Lebensfreude.

Ich schicke Ihnen ein Lächeln
Dr. Birgit Zottmann

www.institut-drzottmann.de

Die Teilpersönlichkeiten

Unsere Motivation, ein Ziel zu erreichen, Einstellungen und uns damit zu verändern, wird von unseren Selbstgesprächen – unseren Gedanken – entscheidend beeinflusst, den inneren Gesprächen mit sogenannten Teilpersönlichkeiten. Diese haben die Kraft, Ihre Motivation zu untergraben und Sie zu demoralisieren. Damit dies auf keinen Fall geschieht, möchte ich Ihnen einige wichtige Persönlichkeiten vorstellen.

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Stellen Sie sich vor, dass Sie aus vielen Teilpersönlichkeiten bestehen (das hat nichts mit Krankheiten wie Schizophrenie oder multiplen Persönlichkeiten zu tun).

Je nach Situation sind oft andere Teilpersönlichkeiten im Vordergrund. Im Büro sind es vielleicht der „Herrscher“ und der „Analytiker“, die im Vordergrund stehen. Auf dem Spielplatz mit den Kindern sind der „kreative“ und „liebevolle“ Teil im Vordergrund.

Es gibt drei Teile, die jeder Mensch in unserem Kulturkreis hat und mit Ihren Gewichtsproblemen nehme ich an, dass diese bei Ihnen gut ausgeprägt sind.

Es sind der Perfektionist, der Antreiber und der Kritiker. „Die Teilpersönlichkeiten“ weiterlesen

Entstehung von Ärger und Wut

Wir alle kennen die Gefühle von Ärger und Wut. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich nicht irgendwann in seinem Leben über etwas geärgert hat oder in Wut geraten ist. Es handelt sich um Gefühle, die so alltäglich und universell verbreitet sind wie Liebe und Angst.

Da sie im Repertoire des Fühlens und Handelns eine wichtige Stellung einnehmen, müssen sie wesentliche Funktionen besitzen. Allerdings wird immer wieder ihr negativer Charakter hervorgehoben und die Forderung gestellt sie abzubauen und nach Möglichkeit zu vermeiden.

Um die Funktion der Wut und Ärgers besser zu verstehen werden wir deshalb zunächst der Frage nachgehen, wodurch Wut und Ärger entstehen.

Ursachen von Ärger und Wut

Es gibt unzählige Ereignisse, die uns ärgern und in Wut versetzen. Angesichts dieser unübersehbaren Mannigfaltigkeit von Anlässen scheint es kaum möglich zu sein, ein klares Muster typischer Ursachen und Funktionen herauszuarbeiten.
Wenn wir jedoch die vielfältigen Beispiele genauer betrachten, wird deutlich, dass diese Emotionen ganz spezifische Funktionen besitzen und einer bestimmten Logik folgen.

Wir wollen einige Beispiele untersuchen:
Stellen Sie sich vor, ihre Nachbarn frönen einem feuchten Lebensstil und feiern Partys, auf denen es hoch hergeht und die Musik eine Lautstärke besitzt, die Sie ärgert und wütend macht.

Wir haben es hier mit einem Fall zu tun, wo bestimmte Außenreize als Störfaktoren wahrgenommen werden und Ärger und Wut verursachen.
Anlässe dafür sind auch Situationen, in denen wir Schäden erleiden, übervorteilt werden oder Geld verlieren.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu Ihrem Auto, das Sie auf dem Parkplatz abgestellt haben und müssen zu Ihrem Schrecken erkennen, dass es von Raudis demoliert wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie darüber in Wut geraten.

Mit Ärger reagieren wir auch, wenn wir etwas zu einem hohen Preis gekauft haben, dessen Qualität minderwertig ist.

Wir ärgern uns, wenn wir in einem teuren Restaurant schlecht bedient werden, und die Qualität des Essens zu wünschen übrig lässt. Ärger und Wut treten auch auf, wenn unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt wurde.
Angenommen, eine Frau erzählt auf einer Party ihren Freundinnen, wie ihr Mann anlässlich eines Abendessens bei seinem Chef sich blamierte und er einige unpassende Bemerkungen machte, die ein allgemeines Befremden hervorriefen.
Er ärgert sich darüber maßlos und macht ihr darüber heftige Vorwürfe, weil er sich bloßgestellt und erniedrigt fühlt. Später gerät sie in Wut, als er mit einer attraktiven Dame ausgiebig flirtet. „Entstehung von Ärger und Wut“ weiterlesen

Denken und Fühlen

Was ist zuerst da? Das Gefühl oder der Gedanke? Das ABC Modell nach Albert Ellis.

Wenn Sie Ihre Gefühle betrachten, haben Sie wahrscheinlich sehr oft den Eindruck, dass diese direkt durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.

Stellen Sie sich vor, Renate hat sich ein neues Kleid gekauft und präsentiert es stolz ihrer besten Freundin Anne. Diese betrachtet es kritisch und macht einige abfällige Bemerkungen über Schnitt, Farbe und Passform. Dies kränkt Renate.
Bewundert dagegen ihr Freund Bernd das Kleid und sagt ihr, wie elegant es ist und wie gut es ihr steht, empfindet sie Freude. Auf die Frage, warum sie sich im ersten Fall geärgert und im zweiten Fall gefreut hat, wird sie auf die Äußerungen ihrer Freundin bzw. Freundes verweisen. Sie ist der Überzeugung, dass die kritischen Bemerkungen unmittelbar Ärger, das Kompliment dagegen sofort Freude verursacht.

Im Alltagsleben haben die Menschen die Tendenz, Gefühle als Wirkung bestimmter Erfahrungen anzusehen. So scheinen eine drohende Gefahr unmittelbar Angst, eine Beleidigung Wut und eine Kritik Niedergeschlagenheit auszulösen. Aussagen wie „du ärgerst mich“ oder „das macht mich glücklich“ sind Beispiele dafür.

Die Annahme, dass Personen, ihr Verhalten, Dinge und Ereignisse unmittelbar für die Gefühle eines Menschen verantwortlich sind, ist jedoch falsch.

Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Wir wollen uns jetzt einem Modell zuwenden, das dies verdeutlicht.

Das A-B-C Modell

Der Psychologe Albert Ellis hat ein Modell entwickelt, um die Beziehungen zwischen Erfahrungen und Gefühlen darzustellen, das eine große Bedeutung für die Praxis hat und uns Hinweise darauf gibt, wie wir negative Emotionen verändern können.

Ereignisse lösen keine Gefühle aus

Das Modell umfasst insgesamt drei Stufen. Zunächst schauen wir uns zwei davon an:
A stellt das aktivierende Ereignis, dar welches das Gefühl zur Folge hat wie z.B. die kritischen Äußerungen der Freundin bzw. das Kompliment des Freundes.
C bedeutet die Konsequenz, die sich aus dem aktivierenden Ereignis ergibt.

In unserem Beispiel sind es die Gefühle der Wut oder der Freude. Dazu kommen bestimmte körperliche Empfindungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht empfindet Renate angesichts der Kritik einen Druck im Magen und lässt Anne stehen, während sie möglicherweise angesichts des Kompliments mit Herzklopfen reagiert, Bernd anlächelt und umarmt.

Allerdings ist C nicht die unmittelbare Wirkung von A.

Interpretation des Ereignisses

Zwischen A und C gibt es ein Zwischenglied, welches das Verhalten erst auslöst. Es handelt sich um die Gedanken, die Interpretation, die A eine bestimmte Bedeutung verleihen. Erst aufgrund des Vorhandenseins von B reagiert ein Mensch auf eine Erfahrung mit einem Gefühl, besonderen Körperreaktionen und einem Verhalten.
Streng genommen antworten wir überhaupt nicht unmittelbar mit Emotionen und Verhaltensweisen, sondern die Reaktionen erfolgen stets aufgrund unserer Gedanken, welche den Erfahrungen erst eine Bedeutung verleihen.
Renates Wut wird ausgelöst durch Gedanken wie: “Die dumme Ziege hat kein Recht, mein Kleid schlecht zu machen.“ „Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu sagen.“ „Sie ist keine wahre Freundin.“ „Sie ist hinterhältig und gemein.“
Ihre Freude wurzelt in völlig anderen Gedanken, wie z.B. „dass Bernd dies sagt, ist nett. Er ist lieb. Er achtet, respektiert und liebt mich.“

Diese unterschiedlichen Gedankenformen lösen verschiedene Gefühle, Körpergefühle und Handlungen aus.

Ereignisse lösen unterschiedliche Gefühle aus

Wir können auf ein und dasselbe Ereignis mit völlig verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen reagieren, wenn wir unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen mit ihnen verbinden.
Ein Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.
Stellen Sie sich vor, Bernd legt Herrn Zille, einem Vorgesetzten, einen Bericht vor. Herr Zille findet zwei Fehler und macht ihm große Vorwürfe.
Wie Bernd gefühlsmäßig darauf reagiert, hängt davon ab, was er darüber denkt. Nehmen wir an er würde denken: „Dieser dumme Hund, wegen dieser kleinen Dinge solch ein Theater zu machen. Er ist ein aufgeblasener inkompetenter Tyrann.“ In diesem Fall sind Ärger und Wut die wahrscheinlichsten Reaktionen. Würde er dagegen denken: “Um Himmelswillen, hat der mich fertig gemacht. Hoffentlich wirft er mich nicht raus. Mit einer Beförderung kann ich jetzt nicht mehr rechnen, “ dann wäre Angst die logische Folge.
Ein Gedanke wie z.B. “die Kritik ist unsachlich, aber verständlich. Der Zille steht unter Druck, ist nervös und unausgeglichen. Ist ja auch ein armer Mann, der viel am Hals hat, der von seinen Vorgesetzten und seiner Familie von morgens bis abends schikaniert wird,“ führt zu Ruhe und Gelassenheit.

Das A-B-C Modell hat folgende allgemeine Form:

A das aktivierende Ereignis
B die Gedanken, Bewertungen, Interpretationen und
Erwartungen, die sich auf A beziehen.
C die Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen, die sich als Konsequenzen aus B ergeben.

Die These, dass unsere Gedanken unsere Gefühle bestimmen, dass wir so fühlen wie wir denken, ist sehr alt.

“Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“ Vor fast 2000 Jahren sagte dies der römische Philosoph Eptiket.

Gefühle, Gedanken und Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig
Die Gefühle und das Verhalten haben Auswirkungen auf A und B. Dies können Sie bei dem Aufbau einer Angstspirale beobachten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie unter Prüfungsangst leiden. Nehmen wir an, dass Sie in zwei Tagen eine Prüfung ablegen müssen. Die Prüfung stellt das aktivierende Ereignis A dar. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in der Prüfung kläglich versagen werden. Die Gedanken, die sich mit dem Scheitern befassen, gehören zu B. Diese aktivieren Gefühle wie Unruhe, Angst und dazu passende Körperempfindungen wie z.B. Druck im Kopf, Magenschmerzen, Stiche in der Herzgegend usw.
Vielleicht leiden Sie unter Schlaflosigkeit und mangelndem Appetit, möglicherweise suchen Sie Trost bei Freunden, schlucken Tabletten oder trinken mehr als Ihnen gut tut.
Das Gefühl der Angst wirkt wiederum auf das Denken ein, indem immer neue Gedanken aktiviert werden, die sich mit dem Versagen befassen und es weiter verstärken. Das Denken wird ständig weiter eingeengt und kreist ausschließlich um das Versagen in der Prüfung, was die Angst weiter steigert.
Diese Angstspirale kann unter Umständen in eine Panik hineinführen.

Gefühle wirken sich auf Ereignisse aus

Starke Emotionen können Situationen beeinflussen. Deren Interpretation haben wiederum bestimmte Gefühle zur Folge. Sehen wir uns dies an einem Beispiel an:
Nehmen wir an, Ihre Prüfungsangst wird so unerträglich, dass Sie nicht zur Prüfung gehen. Damit verschwindet das Ereignis, das Sie als drohende Gefahr interpretiert haben und infolgedessen auch die Angst.

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Dr. Birgit Zottmann
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birgit@drzottmann.com

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Was beim Setzen von Zielen zu beachten ist

Eine adäquate und realistische Zielvorgabe sollte folgende Kriterien erfüllen:

Das Ziel muss das Ergebnis der Handlung der planenden Person sein, d.h. in ihrem Macht- und Einflussbereich liegen.

Dieses Kriterium bedeutet, dass derjenige der es setzt, prinzipiell die Möglichkeit besitzt, es zu verwirklichen.

Ein Ziel muss realistisch sein.

Dazu gehören beispielsweise materielle und ideelle Ressourcen, über die das Individuum verfügt wie z.B. Geld, Kenntnisse und Fertigkeiten. Auch Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. Ausdauer sind dabei von Bedeutung. Während die besonderen Stärken der Persönlichkeit die Chancen einer Realisierung eines Vorhabens erhö-hen, vermindern bestimmte Schwächen sie.

Eine Zielsetzung muss auch widerspruchsfrei sein.

Sie darf nicht im Gegensatz zu anderen Zielen sein, die wir anstreben. Viele Menschen bleiben erfolglos, weil sie gleichzeitig zwei oder mehrere anspruchsvolle Ziele anstreben, von denen jedes ihre ganze Kraft und die gesamte ihnen zustehende Zeit erfordern. Sie zersplittern ihre Kräfte. Für jedes Vorhaben stehen zu wenige Ressourcen zur Verfügung und das Scheitern ist deshalb vorprogrammiert. Es ist unmöglich, gleichzeitig eine Führungsposition in der Wirtschaft und eine Karriere als Konzertpianist oder Pianistin anzustreben.

Vergleichen Sie, welche Ihrer Ziele miteinander unverträglich sind. Haben Sie welche entdeckt, prüfen Sie, ob es möglich ist, sie nacheinander zu verwirklichen. Wenn sich dieser Weg als gangbar erweist, legen Sie Prioritäten fest. Welches muss zuerst in Angriff genommen werden, welches kommt an zweiter, welches an dritter Stelle usw.

Schließen verschiedene Ziele sich definitiv einander aus und lassen sich in keinem passenden Zeitrahmen nacheinander verwirklichen, müssen Sie sich für das entscheiden, was aufgrund Ihres Wertesystems oder den herrschenden Lebensbedingungen für Sie am wichtigsten ist und alle anderen Vorhaben aufgeben.

Ein Ziel muss konkret und überprüfbar sein.

Wenn sich beispielsweise jemand vornimmt, Karriere zu machen, handelt es sich um eine unverbindliche Absicht und nicht um ein konkretes Ziel. Sie liefert keine Kriterien, die eine Entscheidung erlauben, wann es erreicht ist. Eine echte, überprüfbar Zielvorgabe liegt dagegen vor, wenn sich die Person entschließt, Filialleiterin zu werden.

Wenn Sie sich das Ziel gesetzt haben, ein bestimmtes Problem zu bewältigen, muss es adäquat sein. Wenn es erreicht ist, soll es das anstehende Problem lösen oder zumindest zu seiner Lösung beitragen.

Das Ziel soll mit den Wertvorstellungen der Person, die sie setzt, übereinstimmen.

Wie wir bereits gesehen haben, scheitern Vorhaben in den meisten Fällen, wenn sie im Gegensatz dazu stehen, was ein Mensch für wertvoll hält. Deshalb sollte einer Planung wichtiger Ziele eine Analyse des eigenen Wertesystems vorangehen.

Die Ziele müssen vereinbar sein mit zentralen Überzeugungen und Glaubenssätzen, die nicht unmittelbar Werte repräsentieren.

Überzeugungen, die mit dem Ziel konform sind, tragen durch die Aktivierung der seelischen Kräfte erheblich zu seiner Verwirklichung bei. Um blockierende Glaubenssätze aufzudecken, ist es hilfreich vor der Planung wichtiger Ziele eine Analyse der eigenen Überzeugungen voranzustellen, die für ihr Vorhaben von Bedeutung sind. Wenn Sie sich ein Karriereziel vornehmen, sollten Sie sich mit den Glaubenssätzen beschäftigen, die sich auf Beruf, Leistung und Wohlstand beziehen.

Manchmal spielen auch Gedankenmuster eine Rolle, die auf den ersten Blick nichts mit dem Beruf zu tun haben. Vor allem diejenigen, die zum Selbstbild gehören, üben einen starken positiven oder negativen Einfluss aus. Die Überzeugung „ich bin unfähig und inkompetent“ sabotiert alle Ziele, bei denen es um die eigene Leistung geht. Es ist klar, dass diese Überzeugung verändert werden muss, bevor Karrierepläne entwickelt und die Verwirklichung in Angriff genommen wird.

Einen wichtigen Faktor bei der Zielplanung bildet ein vernünftiger Zeitrahmen.

Viele Vorhaben scheitern, weil nicht festgelegt wurde, in welchem Zeitraum bzw. bis zu welchem Zeitpunkt sie verwirklicht werden sollen. In solchen Fällen haben sie eher den Charakter unverbindlicher Absichten, deren Realisierung irgendwann in der Zukunft erfolgen soll. Da nicht feststeht, wann dies der Fall ist, besteht die Neigung, dieses Vorhaben auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben und schließlich aufzugeben.

Mit der Terminierung eines Ziels verpflichten wir uns in einem bestimmten Zeitraum aktiv zu werden und leisten damit einen wichtigen Beitrag, uns selbst zu motivieren.

Außerdem ermöglicht seine Festlegung eine sinnvolle Zeitaufteilung der uns zur Verfügung stehen Zeit. Wenn wir mehrere Ziele ins Auge gefasst haben, die wir nacheinander verwirklichen wollen, hilft sie uns zu bestimmen, was wir wann erledigt haben müssen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den Zeitpunkt der Verwirklichung fest-zulegen, sondern auch den Zeitraum, den dies wahrscheinlich in Anspruch nimmt.

Allerdings sollten Sie darauf achten, keinen unrealistisch engen Zeitrahmen zu setzen, da unvorhergesehene Zwischenfälle auftreten können, die ihn in Frage stellen. Es ist daher sinnvoll, Formulierungen zu wählen wie “frühestens am… spätestens am…“. Planen Sie von vornherein mehr Zeit ein, als Sie Ihrer Meinung nach brau-chen, weil Sie damit unerwarteten Ereignissen und Schwierigkeiten begegnen können, ohne dass Sie Ihre Planung gleich umwerfen.
Manche Autoren empfehlen Formulierungen des Ziels als Endzustand, nicht die Form von Aktivitäten, die dorthin führen. „Am … (Datum einsetzen) habe ich 10 kg abgenommen, anstatt „bis zum … (Datum einsetzen) werde ich 10 kg abnehmen“.
Es handelt sich hier um eine Empfehlung, die es lohnt sie auszuprobieren, aber nicht um eine Vorschrift, die unter allen Umständen befolgt werden muss. Menschen reagieren unterschiedlich auf die verschiedenen Formulierungen. Wählen Sie diejenige, die Sie am meisten anspricht. Wenn Sie sich die Stabilisierung eines bestimmten Verhaltens vorgenommen haben, das Sie regelmäßig ausführen wollen, setzen Sie seine Häufigkeit und Dauer fest. Beabsichtigen Sie zu Joggen, um ihre Gesundheit zu verbessern, können Sie sich beispielsweise vornehmen, täglich 45 Minuten zu laufen. Damit gehen Sie eine Verpflichtung ein, die Sie stärker bindet, als es eine allgemeine Absichtserklärung ohne fixierte Zeitvorgaben vermag.
birgit@drzottmann.de
www.hypnose-gesundwerden.de

Extrinsische und intrinsische Motivation

Was motiviert Sie?

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass Belohnungen uns motivieren. Es gibt jedoch unterschiedliche Formen der Motivation, die sich auf verschiedene Arten auswirken können.

Extrinsische Motivation

Bei der extrinsischen Motivation wird ein Mensch zu einem Verhalten durch eine Belohnung aktiviert, die mit dem Inhalt dieser Aktivität nichts zu tun hat.
Wenn ein Mitarbeiter sich anstrengt, eine gute Leistung zu erbringen, weil er dafür eine Prämie erhält, wird er durch das Geld motiviert, das nichts mit dem Inhalt seiner Arbeit zu tun hat. Die Belohnung wird von außen hinzugefügt.
Für die betreffende Person mag der Arbeitsinhalt keine Bedeutung besitzen oder völlig gleichgültig sein. Sie erledigt sie, weil sie als Mittel zu etwas anderem dient, das für sie wichtig und attraktiv ist. Anreize wie Geld, Beförderung, Anerkennung gehören in den Bereich der extrinsischen Motivation.

Intrinsische Motivation

Bei der intrinsischen Motivation wird der Mensch durch den Inhalt seiner Tätigkeit bzw. Aufgabe motiviert. Eine zusätzliche Belohnung mit Geld und Ruhm kann dabei völlig gleichgültig sein.
Eine Malerin, die erfüllt ist von dem Bedürfnis, bedeutende Kunstwerke zu schaffen, wird allein dadurch zu harter Arbeit motiviert, auch wenn sie nicht durch Geld und Ruhm von außen stimuliert wird. Im Gegenteil, selbst wenn sie unter chronischer Geldknappheit leidet und ihre Mitmenschen ihren künstleri-schen Ideen nur Hohn und Spott entgegenbringen, wird sie keineswegs demotiviert.
Die Motivation, die sie durch den Inhalt ihrer Tätigkeit erfährt ist so stark, dass alle Widrigkeiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens sie nicht entmutigen können, ihre Ziele aufzugeben.

Im Allgemeinen ist die intrinsische Motivation intensiver und dauerhafter, während die extrinsische mit der Zeit an Wirksamkeit verliert.

Wird ein Mitarbeiter allein mit Prämien zu höherer Leistung angeregt, während ihm der Arbeitsinhalt gleichgültig ist oder er ihm sogar eine heftige Abneigung entgegenbringt, stimuliert das Geld im Laufe der Zeit ihn immer weniger zu seiner Tätigkeit. Die Belohnung wird selbstverständlich und nicht mehr als ein Anreiz für besondere Leistungen wahrgenommen. Die Geschäftleitung muss neue Anreize setzen, um einen entsprechenden Motivationsschub zu bewirken, der mit der Zeit wieder versandet. Ist der Mitarbeiter von seiner Aufgabe fasziniert, wird er durch sie dauerhaft zur Leistung angeregt.
In der Realität gibt es meist keine scharfe Trennung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Beide Kategorien treten häufig zusammen auf, wobei der Schwerpunkt meistens auf einem der beiden Pole liegt.

In vielen Fällen sind beide Motivationsarten unauflöslich miteinander verbunden. Ein Künstler kann primär durch seine Tätigkeit motiviert werden, aber nichtsdestoweniger beeinflusst ihn ebenfalls die Aussicht, mit seinen Werken viel Geld zu verdienen und berühmt zu werden.

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Die Wissenschaft hat festgestellt….

Viele sogenannten Selbsthilfetrainer und Coaches haben in den letzten 40 Jahre verkündet, dass Sie sich Ihre Ziele nur vorstellen brauchen und  ihr Unterbewußtsein wird dann alles tun, damit es Wirklichkeit wird.

Falsch: Sie werden sich wohler fühlen, wenn Sie sich schlank und fit sehen, Ihr neues großes Büro, Ihr neues Auto, Ihre Villa und Ihr Segelboot visualisieren, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es mit dieser Technik bekommen ist nicht sehr hoch.

Glücklicherweise gibt es jedoch einige sehr einfach durchzuführende Übungen, die ich hier ab und zu vorstellen möchte:

Visualisieren Sie nicht genussvoll Ihr angestrebtes Ziel und tun schon so als hätten Sie es erreicht. Träume machen auf Dauer nicht satt. Vielbesser: Stellen Sie sich so genau wie möglich vor, wie Sie die Hürden die zwischen dem Jetzt und dem Ziel liegen überwinden. Wie Sie ohne Wehmut das Stück Schokolade liegen lassen, wie Sie gut gelaunt in einer Fortbildungsveranstaltung sitzen, Sie selbstbewußt Ihren Chef um eine Gehaltserhöhung bitten,……Sie gutgelaunt und voller Selbstbewußtsein das tun, was zu Ihrem Ziel führt.
Erhöhen Sie Ihre Zufriedenheit, Ihren Optimismus und damit auch Ihr Selbstbewusstsein: Denken Sie täglich einmal an etwas für das Sie wirklich dankbar sind. Sie glauben nicht das es funktioniert? Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Es kostet Sie max. 2 Minuten.

Siehe: Richard Wiseman 59 seconds
Birgit@drzottmann.com