Die Teilpersönlichkeiten

Unsere Motivation, ein Ziel zu erreichen, Einstellungen und uns damit zu verändern, wird von unseren Selbstgesprächen – unseren Gedanken – entscheidend beeinflusst, den inneren Gesprächen mit sogenannten Teilpersönlichkeiten. Diese haben die Kraft, Ihre Motivation zu untergraben und Sie zu demoralisieren. Damit dies auf keinen Fall geschieht, möchte ich Ihnen einige wichtige Persönlichkeiten vorstellen.

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Stellen Sie sich vor, dass Sie aus vielen Teilpersönlichkeiten bestehen (das hat nichts mit Krankheiten wie Schizophrenie oder multiplen Persönlichkeiten zu tun).

Je nach Situation sind oft andere Teilpersönlichkeiten im Vordergrund. Im Büro sind es vielleicht der „Herrscher“ und der „Analytiker“, die im Vordergrund stehen. Auf dem Spielplatz mit den Kindern sind der „kreative“ und „liebevolle“ Teil im Vordergrund.

Es gibt drei Teile, die jeder Mensch in unserem Kulturkreis hat und mit Ihren Gewichtsproblemen nehme ich an, dass diese bei Ihnen gut ausgeprägt sind.

Es sind der Perfektionist, der Antreiber und der Kritiker. „Die Teilpersönlichkeiten“ weiterlesen

Achtsamkeitsmeditation in 7 einfachen Schritten lernen

Was ist Achtsamkeitsmeditation

Ganz einfach! Bei dieser Meditation wird achtsam ausschließlich der eigene Atem beobachtet. Das ist alles werden Sie fragen? Ja! Das ist alles. Dabei kommen selbstverständlich Gedanken und Gefühle und diese werden einfach – ohne das diese bewertet werden, beobachtet. Einfach. Ja, es ist einfach. So wird das „im Jetzt nichts tun“ eingeübt.

 

Meditation in 7 Schritten lernen

Vielleicht denken Sie jetzt, alles gut und schön – aber wie soll ich das denn jetzt konkret anstellen? Genau das verrate ich Ihnen jetzt – und wie versprochen, ist es viel einfacher als Sie vielleicht denken.

Suchen Sie sich einen  ruhigen und bequemen Ort. Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder ein Sitzkissen. Sie sollten ganz gerade sitzen… (schauen Sie mal auf das Bild)

Schalten Sie vorher noch vielleicht ihr Telefon aus – oder machen Sie es lautlos, damit Sie nicht gestört werden. Sie können mit dem Timer des Handys dir die Zeit einstellen, die Sie heute meditieren wollen.

  1. Stellen Sie den Wecker auf 5 bis 10 Minuten. Das ist für den Anfang völlig ausreichend
  2. Richten Sie ihre  Wirbelsäule auf. Ihre Kleidung ist locker. Nichts schnürt Sie ein. Die Hände können Sie in den Schoß oder einfach auf die Oberschenkel legen.
  3. Schließen Sie nun Ihre Augen oder schauen Sie ganz „weich“ auf einen bestimmten Punkt.
  4. Atmen Sie nun einfach in ihrem Rhythmus und achten darauf wie Ihre Bauchdecke sich mit dem Atmen hebt und wieder senkt. Einfach den Atem beobachten.
  5. Und dann werden Sie vielleicht bemerken, wie Gedanken und/oder Gefühle kommen. Dies ist vollkommen normal. Sie können Gedanken und Gefühle kontrollieren, indem Sie sie einfach benennen. Wenn jetzt also ein Gedanke kommt, dann sagen Sie zu sich selbst: Gedanke, Gedanke… Kommt ein Gefühl dann versuchen Sie es zu benennen: Frust, Frust …. Ärger, Ärger…..,Traurig, Traurig….etc, oder sagen Sie einfach zu sich selbst, Gefühl, Gefühl….Bitte bewerten Sie es nicht, indem Sie zu sich selber sagen: Du blöder Gedanke hau doch endlich ab, ich mag dich nicht, noch nicht einmal 5 Minuten kann ich ohne Gedanken sein….. Noch einmal: es ist vollkommen normal, wenn die Gedanken und Gefühle kommen!
  6. Kehren Sie einfach immer wieder zu ihrem Atem zurück. Einfach immer wieder sanft zu Ihrem Atem zurückkehren, auch wenn Sie sich einige Zeit in Ihren Gedanken verloren haben. Sie bleiben und kehren gegebenenfalls immer wieder zu Ihrem Atem zurück.
  7. Das ist schon alles! Ehrlich, ist das nicht wirklich einfach? Meditation ist nicht kompliziert. Im Gegenteil, sie ist sehr einfach. Die einzige Herausforderung ist, es einfach zu machen. Meditation wird Ihnen nur etwas bringen, wenn Sie es auch wirklich machen. Das Nachdenken, träumen oder sprechen über Meditation bringt Sie nicht weiter. Probieren Sie es doch einfach mal für 4 Wochen aus und schauen, was Sich so bei Ihnen tut.

Und nun, wofür ist es also gut

Wenn Sie sich regelmäßig Zeit nehmen für Meditation, dann hat das viele Vorteile:

    • Regelmäßiges Meditieren wird Ihnen helfen, nicht mehr reflexartig immer das Gleiche zu machen oder zu fühlen. Dadurch, dass Sie gelernt haben, nicht immer auf jeden Gedanken zu hüpfen, haben Sie nun die Gelegenheit jetzt darüber nachzudenken, was Sie wirklich machen wollen. Sie handeln nicht immer wieder aus der Gewohnheit heraus quasi auf Autopilot.
    • Meditieren hilft beim Entspannen und vielleicht werden Sie merken, wie sie immer entspannter werden.
    • Ihre Konzentrationsfähigkeit wird sich bemerkbar erhöhen. Dies ist in allen Lebensbereichen förderlich.
    • Sie bemerken viel mehr. Die Schulung der Achtsamkeit führt zu mehr Genuss im Leben.
    • Ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden wachsen.
      Dadurch werden sich Ihre Kontakte  zu anderen Menschen verbessern.
    • Meditation wird Ihnen helfen, mit den Dingen in Ihrem Leben zu Recht zu kommen, die Sie nicht ändern können. Dadurch werden Sie sehr viel Anspannung und Stress vermeiden können.
    • Sie werden sich vielleicht ganz fühlen und somit vielleicht auch Einblick in Ihre spirituelle Natur gewinnen.

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…. und alles geht vorbei

Kürzlich las ich, dass es in jedem achten Haushalt Weihnachten zu Streit und Konflikten kommt. Wenn Erwartungen, Wünsche und Träume nicht erfüllt werden, breiten sich Ärger und Wut aus.Schwierige Situationen überwindenWir alle kennen Geschichten und Märchen und wir mögen es, wenn wir sie erzählt bekommen. Manche Geschichten fangen an mit „Es war einmal …“ Und diese Geschichten enden anscheinend alle mit „und dann lebten sie glücklich und zufrieden“.

Auch wenn alle diese Geschichten auf die gleiche Art und Weise anfangen und enden, ist der Teil zwischen dem Anfang und dem Ende doch sehr verschieden:

In diesen Geschichten werden Abenteuer bestanden und wichtige Dinge erledigt. Es wird immer etwas erlebt, so dass „sie lebten glücklich und zufrieden“ eintreten konnte.

Ihr Leben ist Ihre Geschichte. Sie haben viele Abenteuer und Herausforderungen zu bestehen und erleben viele Happy Ends.

Auf dem Weg zum Happy End, wenn ich mich darauf konzentrieren möchte, etwas besser zu machen, sage ich zu mir selbst: „Auch dies wird vorbeigehen.“

Ich glaube, ich habe es einmal in einer Geschichte gehört, die mir jemand vorgelesen hat. Ich mag es, wenn ich zu mir sage: „Auch dies wird vorbeigehen.“ Ich erinnere mich dann daran, dass alles nach einiger Zeit besser sein wird, die Sonne auch für mich wieder scheinen wird …

Wenn ich sage, „es wird vorbeigehen“, erinnert es mich daran, wie sich alles im Laufe der Zeit verändert.

Wenn ich sage, „es wird vorbeigehen“, erinnert es mich daran, dass es auch für mich ein „Und dann lebten sie glücklich und zufrieden“ geben wird.

Für alles, was uns runterzieht, gibt es auch etwas, was uns hochzieht. „Es wird vorbeigehen“ erinnert mich daran, dass es auch für mich wieder viele Hochs geben wird. Ich habe glückliche Zeiten vor mir, wie auch Sie sie vor sich haben.

Spaß erleben Sie garantiert auf unserem zweitägigen Seminar zur Schnell- und Blitzhypnose!

Sie wollen Hypnose kennen lernen und erfahren, wie Sie schnell und einfach Menschen hypnotisieren können?

Mit Hypnose können Sie anderen Menschen gute Gefühle  vermitteln, wie zum Beispiel  Ruhe und Gelassenheit und/oder Selbstvertrauen.

Sie selber können u.a. Ihre Fähigkeit sich zu fokussieren und zu konzentrieren weiter entwickeln, ihr Selbstvertrauen erhöhen und lernen Menschen positiv zu beeinflussen.

In dem Seminar erlernen Sie nur so viele Grundlagen, wie Sie wirklich brauchen, um die Blitzhypnose und Schnellhypnose erfolgreich anzuwenden. Sie werden

  • die besten Schnellinduktionen Schritt für Schritt verstehen und erleben und üben;
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  • erfahren, wie Sie in jeder Situation erkennen können, wer sich als Partner für eine Hypnose eignet, wie Sie Menschen ansprechen, motivieren und für die Hypnose begeistern können. Dies werden Sie auch auf der Straße üben.

Die Ausbildung ist insbesondere geeignet für:

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aber natürlich auch für interessierte Laien.

Die Ausbildung findet am 1. und 2. Februar 2013 in Frankfurt im Ibis Hotel, Speicherstr. 4 statt.

Unser Weihnachtsgeschenk: Bis zum 31.12.2012 können Sie dieses Seminar zum Frühbucherpreis bekommen. Anstatt 300 Euro bezahlen Sie nur 150 Euro.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes ruhiges Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Ihre Dr. Birgit Zottmann                                           Aus Freude am Leben

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Entstehung von Ärger und Wut

Wir alle kennen die Gefühle von Ärger und Wut. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich nicht irgendwann in seinem Leben über etwas geärgert hat oder in Wut geraten ist. Es handelt sich um Gefühle, die so alltäglich und universell verbreitet sind wie Liebe und Angst.

Da sie im Repertoire des Fühlens und Handelns eine wichtige Stellung einnehmen, müssen sie wesentliche Funktionen besitzen. Allerdings wird immer wieder ihr negativer Charakter hervorgehoben und die Forderung gestellt sie abzubauen und nach Möglichkeit zu vermeiden.

Um die Funktion der Wut und Ärgers besser zu verstehen werden wir deshalb zunächst der Frage nachgehen, wodurch Wut und Ärger entstehen.

Ursachen von Ärger und Wut
Es gibt unzählige Ereignisse, die uns ärgern und in Wut versetzen. Angesichts dieser unübersehbaren Mannigfaltigkeit von Anlässen scheint es kaum möglich zu sein, ein klares Muster typischer Ursachen und Funktionen herauszuarbeiten.
Wenn wir jedoch die vielfältigen Beispiele genauer betrachten, wird deutlich, dass diese Emotionen ganz spezifische Funktionen besitzen und einer bestimmten Logik folgen.

Wir wollen einige Beispiele untersuchen:
Stellen Sie sich vor, ihre Nachbarn frönen einem feuchten Lebensstil und feiern Partys, auf denen es hoch hergeht und die Musik eine Lautstärke besitzt, die Sie ärgert und wütend macht.

Wir haben es hier mit einem Fall zu tun, wo bestimmte Außenreize als Störfaktoren wahrgenommen werden und Ärger und Wut verursachen.
Anlässe dafür sind auch Situationen, in denen wir Schäden erleiden, übervorteilt werden oder Geld verlieren.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu Ihrem Auto, das Sie auf dem Parkplatz abgestellt haben und müssen zu Ihrem Schrecken erkennen, dass es von Raudis demoliert wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie darüber in Wut geraten.

Mit Ärger reagieren wir auch, wenn wir etwas zu einem hohen Preis gekauft haben, dessen Qualität minderwertig ist. Wir ärgern uns, wenn wir in einem teuren Restaurant schlecht bedient werden, und die Qualität des Essens zu wünschen übrig lässt. Ärger und Wut treten auch auf, wenn unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt wurde.
Angenommen, eine Frau erzählt auf einer Party ihren Freundinnen, wie ihr Mann anlässlich eines Abendessens bei seinem Chef sich blamierte und er einige unpassende Bemerkungen machte, die ein allgemeines Befremden hervorriefen.
Er ärgert sich darüber maßlos und macht ihr darüber heftige Vorwürfe, weil er sich bloßgestellt und erniedrigt fühlt. Später gerät sie in Wut, als er mit einer attraktiven Dame ausgiebig flirtet.

Häufig ärgern wir uns auch dann, wenn wir bestimmte Ziele nicht erreichen und ehrgeizige Vorhaben scheitern. In manchen Fällen ärgern wir uns auch über Dinge, die uns gar nicht persönlich betreffen.
So kann es geschehen, dass wir anlässlich eines festlichen Ereignisses uns über einen Jugendlichen ärgern, der statt der erwünschten Festkleidung in einer lässigen und schmuddeligen Aufmachung erscheint.

Einen Anlass zum Ärger bietet auch ein Verstoß gegen soziale Spielregeln. Viele Menschen reagieren empört, wenn andere gegen Anstandsregeln verstoßen, Prinzipien der Höflichkeit missachten. Auch die Missachtung jeglicher Prinzipien und Verhaltensweisen, welche die Grundgesetze der Gerechtigkeit und Fairness verletzen, erregen Ärger und Wut.

Viele Menschen reagieren so, wenn Sie beobachten, wie sich manche Personen auf Kosten anderer unberechtigte Vorteile verschaffen und wenn sie ihre Mitmenschen unterdrücken und ausbeuten, um sich zu bereichern, um eine Machtstellung zu sichern.

Zusammengefasst entstehen Ärger und Wut:
• Wenn wir uns in irgendeiner Hinsicht beeinträchtigt fühlen. Wir verfolgen ein Ziel, ein Hindernis stellt sich uns in den Weg und wir geraten in Wut.
• Wenn wir erleben, dass uns etwas entzogen oder vorenthalten wurde, was wir lieben und schätzen. Die Bedrohung bzw. Beschädigung unseres Besitzes lässt uns ärgerlich und wütend werden.
• Wenn andere unsere körperliche und seelische Integrität durch physische und verbale Angriffe gefährden. Dies ist vor allem der Fall, wenn wir überzeugt sind, dass sie uns absichtlich Schaden wollten.
• Wenn wir die Erfahrung machen ausgenutzt oder ausgebeutet, ungerecht behandelt zu werden.
• Wenn anderen ungerechtfertigte Leiden zugefügt werden und man sie demütigt, quält, ausbeutet oder sogar umbringt. Sehr viele Menschen reagieren auch mit Wut, wenn sie in den Medien damit konfrontiert werden.
• Wenn andere nicht soviel Aufmerksamkeit uns schenken, wie wir es gerne hätten reagieren wir verärgert.
• Wenn wir neidig sind und andere mehr von dem bekommen, was sie gerne hätten, wie z.B. materielle Güter, sozialer Status, Intelligenz, Schönheit, attraktive Partner usw. Solche Gefühlsreaktionen sind die Folge von Frustrationen, die entstehen, wenn Dinge und Ereignisse unseren Wünschen, Interessen und Überzeugungen zuwiderlaufen, und wir ihnen eine große Bedeutung zuschreiben. Sind sie für uns von untergeordneter Bedeutung oder völlig bedeutungslos, ärgern wir uns weniger oder überhaupt nicht.

Diese Gefühle aktivieren uns so zu handeln, dass Hindernisse, die uns an der Erreichung unserer Ziele hindern, beseitigt werden. Wir haben es mit Emotionen zu tun, die uns zu Handlungen disponieren, Störungen und Hindernisse, die uns beeinträchtigen zu beseitigen, oder ihr Auftreten zu verhindern.

Ärger und Wut besitzen durchaus nützliche Funktionen, die es uns erlauben, angesichts der Widrigkeiten des Lebens uns zu behaupten und unsere Interessen zu verwirklichen.

Aufrechterhaltung sozialer Spielregeln mit Ärger und Wut
Oft ärgert uns etwas, was uns nicht persönlich betrifft.
Wenn sich jemand über die schlampige Kleidung und die ungehobelten Manieren eines Gastes bei einer festlichen Veranstaltung aufregt, scheint er nicht persönlich betroffen zu sein, weil er nicht an der Verfolgung seiner Ziele und die Durchführung seiner Handlungspläne gehindert wird. Er ärgert sich, weil Regeln und Normen verletzt wurden, die als er als verbindlich betrachtet, mit denen er sich identifiziert.

Der Ärger über die Verletzung sozialer Spielregeln veranlasst die Menschen zu Aktivitäten, auf den Schuldigen Druck auszuüben, um ihn zu veranlassen, sie zukünftig zu respektieren. Da keine Gesellschaft ohne Regeln existieren kann, die von ihren Mitgliedern zumindest in den meisten Fällen befolgt werden, dient der Ärger über den Regelverstoß ihrer Aufrechterhaltung. Die Missbilligung und die damit verbundenen Handlungen haben die Funktion, abweichende Handlungen zu korrigieren und das soziale Regelsystem aufrechtzuerhalten.

Ärger und Wut als Stressfaktor
Ärger und Wut sind also Emotionen, die im Leben eines Individuums und der Gesellschaft wichtig und bedeutungsvoll sind. Allerdings dürfen wir dabei ihre negativen Auswirkungen nicht übersehen. Sie veranlassen uns auf eine unangemessene Weise zu handeln, die uns und andere in Schwierigkeiten bringen. Relativ unproblematisch sind diese Gefühle, wenn sie nur für kurze Zeit präsent sind und zu einem angemessenen zielführenden Handeln führen.

Problematisch wird es, wenn sie sich in die Seele des Menschen einnisten und sie beherrschen. Das seelische Gleichgewicht ist gestört, wenn wir ständig unter dem Druck von Ärger und Wut stehen und wenn wir uns Grübeleien über Situationen hingeben, die diese Gefühle immer wieder auslösen, und diese Gedankenmuster nicht zu einem Handeln führt, welches die Probleme beseitigt.

Außerdem stellt dies eine Form von Stress dar, der auch die körperlichen Funktionen beeinträchtigt und die Gesundheit untergräbt. Um den Stress abzubauen, ist es wichtig Ärger und Wut zu kontrollieren und soweit als möglich auch abzubauen. Bevor wir Strategien zur Bewältigung dieser Emotionen entwickeln können, müssen wir uns mit einigen Faktoren beschäftigen, die diesen Gefühlsfaktoren zugrunde liegen.

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Dr. Birgit Zottmann
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Die menschlichen Grundbedürnisse

Menschliche Grundbedürfnisse
Es haben sich schon viele Philosophen und Psychologen mit den menschlichen Grundbedürfnissen auseinandergesetzt, u. a. der Psychologe Abraham Maslow, der die Theorie der Bedürfnispyramide entwickelt hat. In diesem Beispiel benutze ich ein Modell menschlicher Grundbedürfnisse der Familientherapeutin Cloé Madanes und des Persönlichkeitstrainers Anthony Robbins.
Es eignet sich zum einen hervorragend dafür, die eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen, zum anderen können Sie sich damit auch Verhaltensweisen anderer Menschen besser erklären.
Jeder Mensch hat die folgenden 6 Bedürfnisse, jedoch ist die Ausprägung sehr verschieden. Auch hat jeder seine eigene Art und Weise, die Bedürfnisse zu befriedigen, die ihm am wichtigsten sind.

1. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
Menschen brauchen ausreichende Versorgung mit dem Überlebensnotwendigen (Nahrung, Kleidung, Unterkunft), aber auch das Gefühl, sich sicher zu fühlen, und das nicht nur vor körperlichen Übergriffen.
Für einige Menschen bedeutet Sicherheit, eine sichere Umgebung zu haben und/oder Beständigkeit in der Beziehung. Sie können aber auch Sicherheit durch Gewohnheiten erlangen. Essen zum Beispiel kann das Gefühl von Gemütlichkeit und Sicherheit geben.
Selbst durch einen bestimmten Glauben können wir dieses Bedürfnis befriedigen. Die Religion nimmt hierbei einen wichtigen Platz ein. Aber auch im persönlichen Bereich haben wir Glaubenssätze oder Grundüberzeugungen, die dem Leben Sicherheit geben. Etwas ist so, weil wir es glauben. Dies kann sehr positive Auswirkungen haben, wenn wir zum Beispiel glauben, dass es für unser Problem eine Lösung gibt. Es kann aber auch sehr schwierig werden für Menschen, die glauben „nicht gut genug zu sein“.
Was notwendig ist, um sich sicher zu fühlen, ist für jedes Individuum verschieden. Dem einen reicht es zu wissen, wann er das nächste Mal etwas zu essen bekommt, der andere erlangt nur das Gefühl der Sicherheit, wenn er eine Million Guthaben auf der Bank hat.
Schlüsselwörter sind: Komfort, Sicherheit, Stabilität, Bodenhaftung, Kontrolle haben, Vorhersagbarkeit und Schutz
Ein Paradox: Wenn ein Mensch sich völlig sicher fühlt, alles vorhersehbar ist, das heißt, dieses Bedürfnis vollkommen befriedigt ist, wird es sehr schnell langweilig. Und während wir uns alle Sicherheit wünschen, brauchen wir gleichzeitig Abwechslung und Herausforderungen.

2. Das Bedürfnis nach Abwechslung und Herausforderung
Menschen suchen nach neuen Reizen und Erfahrungen. Unser Körper, unser Gehirn und unsere Gefühlswelt benötigen Herausforderungen, Anstrengung, Spannung, Abwechslung und Überraschung, denn alles, was nicht genutzt und gefordert wird, stirbt. Die Auseinandersetzung damit bringt eine gefühlte „Tiefe“ ins Leben.
Auch wenn Sie ihr Lieblingsessen jeden Tag bekommen könnten, würden sie irgendwann etwas anderes essen wollen. Manche Menschen befriedigen ihr Bedürfnis nach Vielfalt und Abwechslung, indem Sie einen Film anschauen, andere fahren Rennen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad oder besteigen Berge.
Und nicht zu vergessen: Eine große Quelle für Abwechslung und Vielfalt sind Probleme. Wenn Dinge anders laufen als geplant, wenn Erwartungen enttäuscht werden und Dinge in eine andere Richtung laufen, bedeutet dies auch Unsicherheit und Vielfalt.
Wie erleben Sie Vielfalt und Abwechslung?
Schlüsselwörter sind: Unsicherheit, Vielfalt, Angst Instabilität, Chaos, Wechsel, Stärke, Verlangen, Spannung, Anstrengung, Überraschung, Problem und Krise, Veränderung, Unterhaltung, Spannung, Aufregung und Erregung

3. Das Bedürfnis nach Liebe und Beziehung
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Austausch mit anderen Menschen fördert nicht nur sein körperlich-seelisches Wachstum, sondern auch sein Überleben.
Liebe ist ein Überlebensinstinkt.
Die Herausforderungen, die dieses Bedürfnis mit sich bringen, liegen in unserem Glaubenssystem, das uns sagt, wie wir das Gefühl von Liebe bekommen, wie es sich anfühlt, wie wir Liebe erfahren und die Fähigkeit, Liebe zu geben und zu empfangen.
• Erfahren Sie Liebe in Ihrem Leben?
• Wann in Ihrem Leben haben Sie sich geliebt gefühlt?
Schlüsselwörter sind: Liebe und Verbundenheit, Zusammensein, Leidenschaft und Einheit

4. Das Bedürfnis nach Sinn und Bedeutung
Was ist das Leben ohne Sinn? Der Mensch sucht nach dem Sinn des Lebens – egal, ob er einer allumfassenden, allgemeingültigen Wahrheit entspricht oder nicht. Die Sinnsuche ist eng mit der menschlichen Existenz verbunden (siehe hierzu Viktor Frankl).
Jeder Mensch braucht das Gefühl, wichtig, erwünscht und gewünscht zu sein. Wenn Sie Geschwister haben, dann haben Sie im Wettbewerb Ihre Nische gesucht und gefunden. Vielleicht waren Sie der/die Erfolgreiche, der/die Leise, der/die Aufmüpfige, der/die Kreative …
Dieses Bedürfnis, speziell und wichtig zu sein, ist immer da und möchte auch befriedigt werden. Sie können dieses Gefühl befriedigen, indem Sie zum Beispiel etwas erreichen, was Sie sich vorgenommen haben.
Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind oft auch die Vergleiche mit anderen, indem wir Hierarchien aufbauen. Wir wollen mehr sein, mehr haben als der/die andere und damit wichtiger sein.
In einem mehr positiven Sinne führt dieses Bedürfnis dazu, dass Sie Ihren Standard anheben, sich anstrengen.
Oft führt die Fokussierung auf die Befriedigung dieses Bedürfnisses zu Schwierigkeiten. Wenn wir zum Beispiel meinen, dass nur dieser eine Mensch unserem Leben Sinn geben kann, werden wir kaum fertig damit, wenn dieser Mensch sich von uns trennt. Aber auch Mitglieder einer Gang finden in der Gruppe die Verbundenheit mit anderen, die ihrem Leben Bedeutung geben. Es ist dann leider unerheblich, wenn diese Verbundenheit einen kriminellen Inhalt hat.
Ihr Bedürfnis nach Bedeutung befriedigen letztendlich auch Amokläufer. Mit ihren Taten gehen sie sogar in die Geschichte ein und Jahrestage sind mit ihrem Namen verbunden.
Schlüsselwörter sind: Stolz, Wichtigkeit, Leistung, Standard, Disziplin, Wettbewerb und alle Wörter, die mit Zurückweisung oder mit „nicht gut genug“ anfangen

Die folgenden zwei Bedürfnisse sind wichtig, wenn Menschen sich als „ganz“, „ausgefüllt“ oder „erfüllt“, „in ihrer Mitte erlebend“ fühlen wollen.

5. Das Bedürfnis nach Wachstum
Wachstum ist nicht nur ein menschliches Phänomen. Es ist in der Entstehung des Universums genauso sichtbar wie in der menschlichen Evolution. Säuglinge entdecken ihre neue Umgebung, kleine Kinder lernen laufen und sprechen, Erwachsene erwerben neue wichtige Verhaltensweisen.
Ein Muskel, der nicht benutzt wird, wird kraftlos und verkümmert. Das Gehirn kann neuronale Verbindungen bis ins sehr hohe Alter formen. Voraussetzung hierfür ist das Lernen, und zwar immer neuer Dinge und Verhaltensweisen; den Mut zu haben, immer wieder seine eigene Komfortzone zu verlassen.
Alles, was nicht wächst, stirbt!

6. Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

Vielleicht ist sich der Mensch nicht unmittelbar bewusst, dass er Teil eines Ganzen ist. Jedoch entstehen Freude und ein innerer Friede nicht nur beim Nehmen, sondern auch beim Geben.
Dieses Phänomen ist gut zu beobachten, wenn ein Mensch einem anderen in einer Notsituation Hilfe anbietet oder wenn eine Gruppe von Menschen etwas Neues entwickelt, dass die Lebensqualität anderer erhöht.
Etwas zu geben macht Menschen glücklich und zufrieden.

Die Befriedigung dieser 6 Grundbedürfnisse entscheidet, ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen.

Die Grundbedürfnisse wurden von Anthony Robbins u.a. entwickelt und dient als Grundlage für das „Strategische Coaching“.

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Meditation

Die Meditation erfreut sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Überall werden Kurse angeboten, in denen sie gelehrt wird, gibt es Gruppen, die sie praktizieren. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen, sind Sie mit einer Vielzahl von Methoden und unterschiedlichen Erklärungen, was Meditation ist, konfrontiert. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die unterschiedlichen Techniken bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.

Was ist Meditation?
Ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die mit ihrer Hilfe angestrebt werden. Auch hier gibt es ungeachtet aller Differenzen wichtige Übereinstimmungen. Sie werden entdecken, dass die meditativen Praktiken der unterschiedlichsten Traditionen immer wieder vergleichbare Zielsetzungen haben.
Wir wollen uns nun mit einigen zentralen Aspekten dieser Methode beschäftigen.

Grundlagen der Meditation
Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt. Es kann sich dabei um den Atem oder irgendeinen Gegenstand handeln. Wir werden darauf noch näher eingehen, wenn wir uns mit einzelnen Meditationstechniken beschäftigen. „Meditation“ weiterlesen

Denken und Fühlen

Wenn Sie Ihre Gefühle betrachten, haben Sie wahrscheinlich sehr oft den Eindruck, dass diese direkt durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
Stellen Sie sich vor, Renate hat sich ein neues Kleid gekauft und präsentiert es stolz ihrer besten Freundin Anne. Diese betrachtet es kritisch und macht einige abfällige Bemerkungen über Schnitt, Farbe und Passform. Dies kränkt Renate.
Bewundert dagegen ihr Freund Bernd das Kleid und sagt ihr, wie elegant es ist und wie gut es ihr steht, empfindet sie Freude. Auf die Frage, warum sie sich im ersten Fall geärgert und im zweiten Fall gefreut hat, wird sie auf die Äußerungen ihrer Freundin bzw. Freundes verweisen. Sie ist der Überzeugung, dass die kritischen Bemerkungen unmittelbar Ärger, das Kompliment dagegen sofort Freude verursacht.

Im Alltagsleben haben die Menschen die Tendenz, Gefühle als Wirkung bestimmter Erfahrungen anzusehen. So scheinen eine drohende Gefahr unmittelbar Angst, eine Beleidigung Wut und eine Kritik Niedergeschlagenheit auszulösen. Aussagen wie „du ärgerst mich“ oder „das macht mich glücklich“ sind Beispiele dafür.

Die Annahme, dass Personen, ihr Verhalten, Dinge und Ereignisse unmittelbar für die Gefühle eines Menschen verantwortlich sind, ist jedoch falsch.

Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Wir wollen uns jetzt einem Modell zuwenden, das dies verdeutlicht.

Das A-B-C Modell
Der Psychologe Albert Ellis hat ein Modell entwickelt, um die Beziehungen zwischen Erfahrungen und Gefühlen darzustellen, das eine große Bedeutung für die Praxis hat und uns Hinweise darauf gibt, wie wir negative Emotionen verändern können.

Ereignisse lösen keine Gefühle aus

Das Modell umfasst insgesamt drei Stufen. Zunächst schauen wir uns zwei davon an:
A stellt das aktivierende Ereignis, dar welches das Gefühl zur Folge hat wie z.B. die kritischen Äußerungen der Freundin bzw. das Kompliment des Freundes.
C bedeutet die Konsequenz, die sich aus dem aktivierenden Ereignis ergibt.

In unserem Beispiel sind es die Gefühle der Wut oder der Freude. Dazu kommen bestimmte körperliche Empfindungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht empfindet Renate angesichts der Kritik einen Druck im Magen und lässt Anne stehen, während sie möglicherweise angesichts des Kompliments mit Herzklopfen reagiert, Bernd anlächelt und umarmt.

Allerdings ist C nicht die unmittelbare Wirkung von A.

Interpretation des Ereignisses
Zwischen A und C gibt es ein Zwischenglied, welches das Verhalten erst auslöst. Es handelt sich um die Gedanken, die Interpretation, die A eine bestimmte Bedeutung verleihen. Erst aufgrund des Vorhandenseins von B reagiert ein Mensch auf eine Erfahrung mit einem Gefühl, besonderen Körperreaktionen und einem Verhalten.
Streng genommen antworten wir überhaupt nicht unmittelbar mit Emotionen und Verhaltensweisen, sondern die Reaktionen erfolgen stets aufgrund unserer Gedanken, welche den Erfahrungen erst eine Bedeutung verleihen.
Renates Wut wird ausgelöst durch Gedanken wie: “Die dumme Ziege hat kein Recht, mein Kleid schlecht zu machen.“ „Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu sagen.“ „Sie ist keine wahre Freundin.“ „Sie ist hinterhältig und gemein.“
Ihre Freude wurzelt in völlig anderen Gedanken, wie z.B. „dass Bernd dies sagt, ist nett. Er ist lieb. Er achtet, respektiert und liebt mich.“

Diese unterschiedlichen Gedankenformen lösen verschiedene Gefühle, Körpergefühle und Handlungen aus.

Ereignisse lösen unterschiedliche Gefühle aus
Wir können auf ein und dasselbe Ereignis mit völlig verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen reagieren, wenn wir unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen mit ihnen verbinden.
Ein Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.
Stellen Sie sich vor, Bernd legt Herrn Zille, einem Vorgesetzten, einen Bericht vor. Herr Zille findet zwei Fehler und macht ihm große Vorwürfe.
Wie Bernd gefühlsmäßig darauf reagiert, hängt davon ab, was er darüber denkt. Nehmen wir an er würde denken: „Dieser dumme Hund, wegen dieser kleinen Dinge solch ein Theater zu machen. Er ist ein aufgeblasener inkompetenter Tyrann.“ In diesem Fall sind Ärger und Wut die wahrscheinlichsten Reaktionen. Würde er dagegen denken: “Um Himmelswillen, hat der mich fertig gemacht. Hoffentlich wirft er mich nicht raus. Mit einer Beförderung kann ich jetzt nicht mehr rechnen, “ dann wäre Angst die logische Folge.
Ein Gedanke wie z.B. “die Kritik ist unsachlich, aber verständlich. Der Zille steht unter Druck, ist nervös und unausgeglichen. Ist ja auch ein armer Mann, der viel am Hals hat, der von seinen Vorgesetzten und seiner Familie von morgens bis abends schikaniert wird,“ führt zu Ruhe und Gelassenheit.

Das A-B-C Modell hat folgende allgemeine Form:

A das aktivierende Ereignis
B die Gedanken, Bewertungen, Interpretationen und
Erwartungen, die sich auf A beziehen.
C die Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen, die sich als Konsequenzen aus B ergeben.

Die These, dass unsere Gedanken unsere Gefühle bestimmen, dass wir so fühlen wie wir denken, ist sehr alt.

“Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“ Vor fast 2000 Jahren sagte dies der römische Philosoph Eptiket.

Gefühle, Gedanken und Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig
Die Gefühle und das Verhalten haben Auswirkungen auf A und B. Dies können Sie bei dem Aufbau einer Angstspirale beobachten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie unter Prüfungsangst leiden. Nehmen wir an, dass Sie in zwei Tagen eine Prüfung ablegen müssen. Die Prüfung stellt das aktivierende Ereignis A dar. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in der Prüfung kläglich versagen werden. Die Gedanken, die sich mit dem Scheitern befassen, gehören zu B. Diese aktivieren Gefühle wie Unruhe, Angst und dazu passende Körperempfindungen wie z.B. Druck im Kopf, Magenschmerzen, Stiche in der Herzgegend usw.
Vielleicht leiden Sie unter Schlaflosigkeit und mangelndem Appetit, möglicherweise suchen Sie Trost bei Freunden, schlucken Tabletten oder trinken mehr als Ihnen gut tut.
Das Gefühl der Angst wirkt wiederum auf das Denken ein, indem immer neue Gedanken aktiviert werden, die sich mit dem Versagen befassen und es weiter verstärken. Das Denken wird ständig weiter eingeengt und kreist ausschließlich um das Versagen in der Prüfung, was die Angst weiter steigert.
Diese Angstspirale kann unter Umständen in eine Panik hineinführen.

Gefühle wirken sich auf Ereignisse aus
Starke Emotionen können Situationen beeinflussen. Deren Interpretation haben wiederum bestimmte Gefühle zur Folge. Sehen wir uns dies an einem Beispiel an:
Nehmen wir an, Ihre Prüfungsangst wird so unerträglich, dass Sie nicht zur Prüfung gehen. Damit verschwindet das Ereignis, das Sie als drohende Gefahr interpretiert haben und infolgedessen auch die Angst.

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Dr. Birgit Zottmann
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Was beim Setzen von Zielen zu beachten ist

Eine adäquate und realistische Zielvorgabe sollte folgende Kriterien erfüllen:

Das Ziel muss das Ergebnis der Handlung der planenden Person sein, d.h. in ihrem Macht- und Einflussbereich liegen.

Dieses Kriterium bedeutet, dass derjenige der es setzt, prinzipiell die Möglichkeit besitzt, es zu verwirklichen.

Ein Ziel muss realistisch sein.

Dazu gehören beispielsweise materielle und ideelle Ressourcen, über die das Individuum verfügt wie z.B. Geld, Kenntnisse und Fertigkeiten. Auch Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. Ausdauer sind dabei von Bedeutung. Während die besonderen Stärken der Persönlichkeit die Chancen einer Realisierung eines Vorhabens erhö-hen, vermindern bestimmte Schwächen sie.

Eine Zielsetzung muss auch widerspruchsfrei sein.

Sie darf nicht im Gegensatz zu anderen Zielen sein, die wir anstreben. Viele Menschen bleiben erfolglos, weil sie gleichzeitig zwei oder mehrere anspruchsvolle Ziele anstreben, von denen jedes ihre ganze Kraft und die gesamte ihnen zustehende Zeit erfordern. Sie zersplittern ihre Kräfte. Für jedes Vorhaben stehen zu wenige Ressourcen zur Verfügung und das Scheitern ist deshalb vorprogrammiert. Es ist unmöglich, gleichzeitig eine Führungsposition in der Wirtschaft und eine Karriere als Konzertpianist oder Pianistin anzustreben.

Vergleichen Sie, welche Ihrer Ziele miteinander unverträglich sind. Haben Sie welche entdeckt, prüfen Sie, ob es möglich ist, sie nacheinander zu verwirklichen. Wenn sich dieser Weg als gangbar erweist, legen Sie Prioritäten fest. Welches muss zuerst in Angriff genommen werden, welches kommt an zweiter, welches an dritter Stelle usw.

Schließen verschiedene Ziele sich definitiv einander aus und lassen sich in keinem passenden Zeitrahmen nacheinander verwirklichen, müssen Sie sich für das entscheiden, was aufgrund Ihres Wertesystems oder den herrschenden Lebensbedingungen für Sie am wichtigsten ist und alle anderen Vorhaben aufgeben.

Ein Ziel muss konkret und überprüfbar sein.

Wenn sich beispielsweise jemand vornimmt, Karriere zu machen, handelt es sich um eine unverbindliche Absicht und nicht um ein konkretes Ziel. Sie liefert keine Kriterien, die eine Entscheidung erlauben, wann es erreicht ist. Eine echte, überprüfbar Zielvorgabe liegt dagegen vor, wenn sich die Person entschließt, Filialleiterin zu werden.

Wenn Sie sich das Ziel gesetzt haben, ein bestimmtes Problem zu bewältigen, muss es adäquat sein. Wenn es erreicht ist, soll es das anstehende Problem lösen oder zumindest zu seiner Lösung beitragen.

Das Ziel soll mit den Wertvorstellungen der Person, die sie setzt, übereinstimmen.

Wie wir bereits gesehen haben, scheitern Vorhaben in den meisten Fällen, wenn sie im Gegensatz dazu stehen, was ein Mensch für wertvoll hält. Deshalb sollte einer Planung wichtiger Ziele eine Analyse des eigenen Wertesystems vorangehen.

Die Ziele müssen vereinbar sein mit zentralen Überzeugungen und Glaubenssätzen, die nicht unmittelbar Werte repräsentieren.

Überzeugungen, die mit dem Ziel konform sind, tragen durch die Aktivierung der seelischen Kräfte erheblich zu seiner Verwirklichung bei. Um blockierende Glaubenssätze aufzudecken, ist es hilfreich vor der Planung wichtiger Ziele eine Analyse der eigenen Überzeugungen voranzustellen, die für ihr Vorhaben von Bedeutung sind. Wenn Sie sich ein Karriereziel vornehmen, sollten Sie sich mit den Glaubenssätzen beschäftigen, die sich auf Beruf, Leistung und Wohlstand beziehen.

Manchmal spielen auch Gedankenmuster eine Rolle, die auf den ersten Blick nichts mit dem Beruf zu tun haben. Vor allem diejenigen, die zum Selbstbild gehören, üben einen starken positiven oder negativen Einfluss aus. Die Überzeugung „ich bin unfähig und inkompetent“ sabotiert alle Ziele, bei denen es um die eigene Leistung geht. Es ist klar, dass diese Überzeugung verändert werden muss, bevor Karrierepläne entwickelt und die Verwirklichung in Angriff genommen wird.

Einen wichtigen Faktor bei der Zielplanung bildet ein vernünftiger Zeitrahmen.

Viele Vorhaben scheitern, weil nicht festgelegt wurde, in welchem Zeitraum bzw. bis zu welchem Zeitpunkt sie verwirklicht werden sollen. In solchen Fällen haben sie eher den Charakter unverbindlicher Absichten, deren Realisierung irgendwann in der Zukunft erfolgen soll. Da nicht feststeht, wann dies der Fall ist, besteht die Neigung, dieses Vorhaben auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben und schließlich aufzugeben.

Mit der Terminierung eines Ziels verpflichten wir uns in einem bestimmten Zeitraum aktiv zu werden und leisten damit einen wichtigen Beitrag, uns selbst zu motivieren.

Außerdem ermöglicht seine Festlegung eine sinnvolle Zeitaufteilung der uns zur Verfügung stehen Zeit. Wenn wir mehrere Ziele ins Auge gefasst haben, die wir nacheinander verwirklichen wollen, hilft sie uns zu bestimmen, was wir wann erledigt haben müssen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den Zeitpunkt der Verwirklichung fest-zulegen, sondern auch den Zeitraum, den dies wahrscheinlich in Anspruch nimmt.

Allerdings sollten Sie darauf achten, keinen unrealistisch engen Zeitrahmen zu setzen, da unvorhergesehene Zwischenfälle auftreten können, die ihn in Frage stellen. Es ist daher sinnvoll, Formulierungen zu wählen wie “frühestens am… spätestens am…“. Planen Sie von vornherein mehr Zeit ein, als Sie Ihrer Meinung nach brau-chen, weil Sie damit unerwarteten Ereignissen und Schwierigkeiten begegnen können, ohne dass Sie Ihre Planung gleich umwerfen.
Manche Autoren empfehlen Formulierungen des Ziels als Endzustand, nicht die Form von Aktivitäten, die dorthin führen. „Am … (Datum einsetzen) habe ich 10 kg abgenommen, anstatt „bis zum … (Datum einsetzen) werde ich 10 kg abnehmen“.
Es handelt sich hier um eine Empfehlung, die es lohnt sie auszuprobieren, aber nicht um eine Vorschrift, die unter allen Umständen befolgt werden muss. Menschen reagieren unterschiedlich auf die verschiedenen Formulierungen. Wählen Sie diejenige, die Sie am meisten anspricht. Wenn Sie sich die Stabilisierung eines bestimmten Verhaltens vorgenommen haben, das Sie regelmäßig ausführen wollen, setzen Sie seine Häufigkeit und Dauer fest. Beabsichtigen Sie zu Joggen, um ihre Gesundheit zu verbessern, können Sie sich beispielsweise vornehmen, täglich 45 Minuten zu laufen. Damit gehen Sie eine Verpflichtung ein, die Sie stärker bindet, als es eine allgemeine Absichtserklärung ohne fixierte Zeitvorgaben vermag.
birgit@drzottmann.de
http://www.hypnose-gesundwerden.de

Das Beziehungskonto

Wenn Menschen sich ineinander verlieben und eine Beziehung eingehen, entwickelt sich eine Dynamik der Gefühle, die in der Zu- oder Abnahme von Zuneigung und Liebe besteht.
Sie stellen dynamische Faktoren dar, die sich verändern, wie alles im Leben einem permanenten Wandel unterliegt.
Bestimmte Merkmale eines Menschen veranlassen uns, sich in ihn zu verlieben. Wie sich die Liebe weiterentwickelt, hängt von der Kommunikation zwischen den Partnern ab, von den Verhaltensweisen die sie äußern.
Die Nachrichten und Botschaften, die sie aussenden sowie ihr Handeln lassen ihre Liebe zueinander zu- oder abnehmen, erhöhen oder verringern die Zufriedenheit mit der Beziehung. Die Entfaltung der Liebe ist kein au-tomatischer Prozess, der selbstständig abläuft, sondern hängt ab vom konkreten Verhalten des Partners. Die Psychologen Clifford Notarius und Howard Marqman haben den Begriff des Beziehungskontos eingeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Partner und den positiven und negativen Entwicklungen der Partnerschaft zu beschreiben. Das Beziehungskonto bestimmt die Zufriedenheit mit ihrer Beziehung. „Das Beziehungskonto“ weiterlesen

Extrinsische und intrinsische Motivation

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass Belohnungen uns motivieren. Es gibt jedoch unterschiedliche Formen davon, die sich auf verschiedene Arten auswirken können. Bei der extrinsischen Motivation wird ein Mensch zu einem Verhalten durch eine Belohnung aktiviert, die mit dem Inhalt dieser Aktivität nichts zu tun hat.
Wenn ein Mitarbeiter sich anstrengt, eine gute Leistung zu erbringen, weil er dafür eine Prämie erhält, wird er durch das Geld motiviert, das nichts mit dem Inhalt seiner Arbeit zu tun hat. Die Belohnung wird von außen hinzugefügt.
Für die betreffende Person mag der Arbeitsinhalt keine Bedeutung besitzen oder völlig gleichgültig sein. Sie erledigt sie, weil sie als Mittel zu etwas anderem dient, das für sie wichtig und attraktiv ist. Anreize wie Geld, Beförderung, Anerkennung gehören in den Bereich der extrinsischen Motivation.

Bei der intrinsischen Motivation wird der Mensch durch den Inhalt seiner Tätigkeit bzw. Aufgabe motiviert. Eine zusätzliche Belohnung mit Geld und Ruhm kann dabei völlig gleichgültig sein.
Eine Malerin, die erfüllt ist von dem Bedürfnis, bedeutende Kunstwerke zu schaffen, wird allein dadurch zu harter Arbeit motiviert, auch wenn sie nicht durch Geld und Ruhm von außen stimuliert wird. Im Gegenteil, selbst wenn sie unter chronischer Geldknappheit leidet und ihre Mitmenschen ihren künstleri-schen Ideen nur Hohn und Spott entgegenbringen, wird sie keineswegs demotiviert.
Die Motivation, die sie durch den Inhalt ihrer Tätigkeit erfährt ist so stark, dass alle Widrigkeiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens sie nicht entmutigen können, ihre Ziele aufzugeben.

Im Allgemeinen ist die intrinsische Motivation intensiver und dauerhafter, während die extrinsische mit der Zeit an Wirksamkeit verliert.

Wird ein Mitarbeiter allein mit Prämien zu höherer Leistung angeregt, während ihm der Arbeitsinhalt gleichgültig ist oder er ihm sogar eine heftige Abneigung entgegenbringt, stimuliert das Geld im Laufe der Zeit ihn immer weniger zu seiner Tätigkeit. Die Belohnung wird selbstverständlich und nicht mehr als ein Anreiz für besondere Leistungen wahrgenommen. Die Geschäftleitung muss neue Anreize setzen, um einen entsprechenden Motivationsschub zu bewirken, der mit der Zeit wieder versandet. Ist der Mitarbeiter von seiner Aufgabe fasziniert, wird er durch sie dauerhaft zur Leistung angeregt.
In der Realität gibt es meist keine scharfe Trennung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Beide Kategorien treten häufig zusammen auf, wobei der Schwerpunkt meistens auf einem der beiden Pole liegt.

In vielen Fällen sind beide Motivationsarten unauflöslich miteinander verbunden. Ein Künstler kann primär durch seine Tätigkeit motiviert werden, aber nichtsdestoweniger beeinflusst ihn ebenfalls die Aussicht, mit seinen Werken viel Geld zu verdienen und berühmt zu werden.