Ausbildung in Schnell- und Blitzhypnose

Machen Sie sich auf zwei erlebnisreiche Tage gefasst! Unser Seminar ist ganz bewusst auch für Menschen ohne Vorkenntnisse offen. Kenntnisse sind zwar hilfreich, aber sie sind keine Voraussetzung, um während des Seminars zahlreiche Hypnosen selbst zu erleben und ebenso erfolgreich durchzuführen.
Das Seminar kann Ihnen in zwei Tagen nicht die Hintergründe vermitteln, die Sie benötigen, um z.B. therapeutische Sitzungen durchzuführen. Wenn Sie aber bereit sind, mit einer neugierigen Einstellung einfach zuzuschauen und mitzumachen, dann erleben Sie einen spielerischen Zugang zur Hypnose, mit dem Sie ganz leicht auch andere Menschen in Hypnose führen können. Sie bekommen jeden Schritt ausführlich erklärt und üben dabei unter fachkundiger Betreuung.
Im Seminar erlernen Sie die Grundlagen um die Blitzhypnose und die Schnellhypnose erfolgreich anzuwenden zu können. Sie werden
• die besten Schnellinduktionen Schritt für Schritt verstehen, erleben und einüben.
• Induktionen lernen, die Sie leicht erweitern können, um eine sehr tiefe Trance zu erreichen, in der hypnotische Phänomene wie Katalepsie, Amnesie und Halluzinationen möglich sind.
• erfahren wie Sie in jeder Situation erkennen können, wer sich als Partner für eine Hypnose eignet, wie Sie Menschen ansprechen, motivieren und für die Hypnose begeistern können. Dies werden Sie auch auf der Straße üben.
Die Ausbildung ist insbesondere geeignet für:
Ärzte, Psychiater, Zahnärzte, Hebammen… Coaches, psychologische Berater, Lebensberater… Heilpraktiker, Therapeuten, Psychologen… Trainer, Entertainer, Showhypnotiseure usw…
aber natürlich auch für interessierte Laien.
Die Ausbildung findet statt am 01. und 02. Februar 2013 in Frankfurt, Ibis Hotel, Speicherstr. 4.
Einführungspreis:
Frühbucher bezahlen bis zum 31.12. 2012 € 250. Ab 01.01.2013 kostet das Seminar € 300,-
Für alle Schnellbucher: Sie zahlen 150,- Euro, wenn sie sich bis zum 23. November angemeldet haben.

Sie haben noch Fragen:
Rufen Sie uns an 06101 985990
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Bankverbindung Sparkasse Oberhessen Kto: 1027204852, BLZ 518 500 79

Die menschlichen Grundbedürnisse

Menschliche Grundbedürfnisse
Es haben sich schon viele Philosophen und Psychologen mit den menschlichen Grundbedürfnissen auseinandergesetzt, u. a. der Psychologe Abraham Maslow, der die Theorie der Bedürfnispyramide entwickelt hat. In diesem Beispiel benutze ich ein Modell menschlicher Grundbedürfnisse der Familientherapeutin Cloé Madanes und des Persönlichkeitstrainers Anthony Robbins.
Es eignet sich zum einen hervorragend dafür, die eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen, zum anderen können Sie sich damit auch Verhaltensweisen anderer Menschen besser erklären.
Jeder Mensch hat die folgenden 6 Bedürfnisse, jedoch ist die Ausprägung sehr verschieden. Auch hat jeder seine eigene Art und Weise, die Bedürfnisse zu befriedigen, die ihm am wichtigsten sind.

1. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
Menschen brauchen ausreichende Versorgung mit dem Überlebensnotwendigen (Nahrung, Kleidung, Unterkunft), aber auch das Gefühl, sich sicher zu fühlen, und das nicht nur vor körperlichen Übergriffen.
Für einige Menschen bedeutet Sicherheit, eine sichere Umgebung zu haben und/oder Beständigkeit in der Beziehung. Sie können aber auch Sicherheit durch Gewohnheiten erlangen. Essen zum Beispiel kann das Gefühl von Gemütlichkeit und Sicherheit geben.
Selbst durch einen bestimmten Glauben können wir dieses Bedürfnis befriedigen. Die Religion nimmt hierbei einen wichtigen Platz ein. Aber auch im persönlichen Bereich haben wir Glaubenssätze oder Grundüberzeugungen, die dem Leben Sicherheit geben. Etwas ist so, weil wir es glauben. Dies kann sehr positive Auswirkungen haben, wenn wir zum Beispiel glauben, dass es für unser Problem eine Lösung gibt. Es kann aber auch sehr schwierig werden für Menschen, die glauben „nicht gut genug zu sein“.
Was notwendig ist, um sich sicher zu fühlen, ist für jedes Individuum verschieden. Dem einen reicht es zu wissen, wann er das nächste Mal etwas zu essen bekommt, der andere erlangt nur das Gefühl der Sicherheit, wenn er eine Million Guthaben auf der Bank hat.
Schlüsselwörter sind: Komfort, Sicherheit, Stabilität, Bodenhaftung, Kontrolle haben, Vorhersagbarkeit und Schutz
Ein Paradox: Wenn ein Mensch sich völlig sicher fühlt, alles vorhersehbar ist, das heißt, dieses Bedürfnis vollkommen befriedigt ist, wird es sehr schnell langweilig. Und während wir uns alle Sicherheit wünschen, brauchen wir gleichzeitig Abwechslung und Herausforderungen.

2. Das Bedürfnis nach Abwechslung und Herausforderung
Menschen suchen nach neuen Reizen und Erfahrungen. Unser Körper, unser Gehirn und unsere Gefühlswelt benötigen Herausforderungen, Anstrengung, Spannung, Abwechslung und Überraschung, denn alles, was nicht genutzt und gefordert wird, stirbt. Die Auseinandersetzung damit bringt eine gefühlte „Tiefe“ ins Leben.
Auch wenn Sie ihr Lieblingsessen jeden Tag bekommen könnten, würden sie irgendwann etwas anderes essen wollen. Manche Menschen befriedigen ihr Bedürfnis nach Vielfalt und Abwechslung, indem Sie einen Film anschauen, andere fahren Rennen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad oder besteigen Berge.
Und nicht zu vergessen: Eine große Quelle für Abwechslung und Vielfalt sind Probleme. Wenn Dinge anders laufen als geplant, wenn Erwartungen enttäuscht werden und Dinge in eine andere Richtung laufen, bedeutet dies auch Unsicherheit und Vielfalt.
Wie erleben Sie Vielfalt und Abwechslung?
Schlüsselwörter sind: Unsicherheit, Vielfalt, Angst Instabilität, Chaos, Wechsel, Stärke, Verlangen, Spannung, Anstrengung, Überraschung, Problem und Krise, Veränderung, Unterhaltung, Spannung, Aufregung und Erregung

3. Das Bedürfnis nach Liebe und Beziehung
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Austausch mit anderen Menschen fördert nicht nur sein körperlich-seelisches Wachstum, sondern auch sein Überleben.
Liebe ist ein Überlebensinstinkt.
Die Herausforderungen, die dieses Bedürfnis mit sich bringen, liegen in unserem Glaubenssystem, das uns sagt, wie wir das Gefühl von Liebe bekommen, wie es sich anfühlt, wie wir Liebe erfahren und die Fähigkeit, Liebe zu geben und zu empfangen.
• Erfahren Sie Liebe in Ihrem Leben?
• Wann in Ihrem Leben haben Sie sich geliebt gefühlt?
Schlüsselwörter sind: Liebe und Verbundenheit, Zusammensein, Leidenschaft und Einheit

4. Das Bedürfnis nach Sinn und Bedeutung
Was ist das Leben ohne Sinn? Der Mensch sucht nach dem Sinn des Lebens – egal, ob er einer allumfassenden, allgemeingültigen Wahrheit entspricht oder nicht. Die Sinnsuche ist eng mit der menschlichen Existenz verbunden (siehe hierzu Viktor Frankl).
Jeder Mensch braucht das Gefühl, wichtig, erwünscht und gewünscht zu sein. Wenn Sie Geschwister haben, dann haben Sie im Wettbewerb Ihre Nische gesucht und gefunden. Vielleicht waren Sie der/die Erfolgreiche, der/die Leise, der/die Aufmüpfige, der/die Kreative …
Dieses Bedürfnis, speziell und wichtig zu sein, ist immer da und möchte auch befriedigt werden. Sie können dieses Gefühl befriedigen, indem Sie zum Beispiel etwas erreichen, was Sie sich vorgenommen haben.
Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind oft auch die Vergleiche mit anderen, indem wir Hierarchien aufbauen. Wir wollen mehr sein, mehr haben als der/die andere und damit wichtiger sein.
In einem mehr positiven Sinne führt dieses Bedürfnis dazu, dass Sie Ihren Standard anheben, sich anstrengen.
Oft führt die Fokussierung auf die Befriedigung dieses Bedürfnisses zu Schwierigkeiten. Wenn wir zum Beispiel meinen, dass nur dieser eine Mensch unserem Leben Sinn geben kann, werden wir kaum fertig damit, wenn dieser Mensch sich von uns trennt. Aber auch Mitglieder einer Gang finden in der Gruppe die Verbundenheit mit anderen, die ihrem Leben Bedeutung geben. Es ist dann leider unerheblich, wenn diese Verbundenheit einen kriminellen Inhalt hat.
Ihr Bedürfnis nach Bedeutung befriedigen letztendlich auch Amokläufer. Mit ihren Taten gehen sie sogar in die Geschichte ein und Jahrestage sind mit ihrem Namen verbunden.
Schlüsselwörter sind: Stolz, Wichtigkeit, Leistung, Standard, Disziplin, Wettbewerb und alle Wörter, die mit Zurückweisung oder mit „nicht gut genug“ anfangen

Die folgenden zwei Bedürfnisse sind wichtig, wenn Menschen sich als „ganz“, „ausgefüllt“ oder „erfüllt“, „in ihrer Mitte erlebend“ fühlen wollen.

5. Das Bedürfnis nach Wachstum
Wachstum ist nicht nur ein menschliches Phänomen. Es ist in der Entstehung des Universums genauso sichtbar wie in der menschlichen Evolution. Säuglinge entdecken ihre neue Umgebung, kleine Kinder lernen laufen und sprechen, Erwachsene erwerben neue wichtige Verhaltensweisen.
Ein Muskel, der nicht benutzt wird, wird kraftlos und verkümmert. Das Gehirn kann neuronale Verbindungen bis ins sehr hohe Alter formen. Voraussetzung hierfür ist das Lernen, und zwar immer neuer Dinge und Verhaltensweisen; den Mut zu haben, immer wieder seine eigene Komfortzone zu verlassen.
Alles, was nicht wächst, stirbt!

6. Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

Vielleicht ist sich der Mensch nicht unmittelbar bewusst, dass er Teil eines Ganzen ist. Jedoch entstehen Freude und ein innerer Friede nicht nur beim Nehmen, sondern auch beim Geben.
Dieses Phänomen ist gut zu beobachten, wenn ein Mensch einem anderen in einer Notsituation Hilfe anbietet oder wenn eine Gruppe von Menschen etwas Neues entwickelt, dass die Lebensqualität anderer erhöht.
Etwas zu geben macht Menschen glücklich und zufrieden.

Die Befriedigung dieser 6 Grundbedürfnisse entscheidet, ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen.

Die Grundbedürfnisse wurden von Anthony Robbins u.a. entwickelt und dient als Grundlage für das „Strategische Coaching“.

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Meditation

Die Meditation erfreut sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Überall werden Kurse angeboten, in denen sie gelehrt wird, gibt es Gruppen, die sie praktizieren. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen, sind Sie mit einer Vielzahl von Methoden und unterschiedlichen Erklärungen, was Meditation ist, konfrontiert. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die unterschiedlichen Techniken bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.
Was ist Meditation?
Ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die mit ihrer Hilfe angestrebt werden. Auch hier gibt es ungeachtet aller Differenzen wichtige Übereinstimmungen. Sie werden entdecken, dass die meditativen Praktiken der unterschiedlichsten Traditionen immer wieder vergleichbare Zielsetzungen haben.
Wir wollen uns nun mit einigen zentralen Aspekten dieser Methode beschäftigen.
Grundlagen der Meditation
Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt. Es kann sich dabei um den Atem oder irgendeinen Gegenstand handeln. Wir werden darauf noch näher eingehen, wenn wir uns mit einzelnen Meditationstechniken beschäftigen.
Diese Konzentration stellt eine gerichtete Aufmerksamkeit dar, welche die Entwicklung innerer Sammlung fördert. Diese Art der Achtsamkeit ist kein Denken, das über ein Objekt reflektiert. Sie registriert lediglich das was ist, ohne zu beurteilen oder zu bewerten.

Wenn es Ihnen gelingt, die Aufmerksamkeit gerichtet zu halten und die Sammlung zu vertiefen, entspannt sich der Körper und Ihr Geist gelangt zur Ruhe.

Es tauchen jene Erscheinungen auf, welche die körperliche Entspannung charakterisieren. Die Muskeln entspannen sich, der Atem und der Herzschlag werden ruhiger und gleichmäßiger. Die Gedanken treten in den Hintergrund und werden immer weniger. Eine tiefe Ruhe entwickelt sich, die immer intensiver wird. Störende Gedanken und Emotionen lösen sich auf, während der innere Frieden immer stärker wird. In diesem Zustand der Ruhe und des Friedens können sich neue Erkenntnisse entwickeln. Ist der Geist still geworden, nicht gestört durch den unaufhörlichen Strom der Gedanken, gewinnt er Einsichten über sein Wesen.
Der Meditierende erkennt, wer er ist, und aus was sein wahres Selbst besteht. Er erfährt das Zentrum seines Wesens, den Mittelpunkt seiner Existenz.

Es handelt sich dabei nicht um eine theoretische Einsicht, wie sie die Wissenschaft charakterisiert, sondern um eine unmittelbare intuitive Erkenntnis in das eigene Wesen, eine innere Erfahrung, die nicht dem begrifflichen Denken entspricht.

Die meditativen Traditionen gehen aber noch weiter. Mit der vertiefenden Einsicht gelangt der Meditierende zur Erfahrung des Göttlichen. Wir betreten den Bereich des Religiösen, mit dem die Meditationspraxis immer verbunden war und ist.
Wenn Sie sich mit der Zielsetzung der Meditation beschäftigen, werden Sie erkennen, dass sie meist als ein Weg angesehen wurde, der über die Grenzen des eigenen Ichs hinausführt.
Positive Auswirkungen der Meditation
Abgesehen von dem religiösen Ziel, Erleuchtung zu erlangen, das eigene wahre Selbst, das Göttliche zu erfahren, hat die Meditation außerordentlich positive Auswirkungen auf das Leben.
Um das zu verstehen, wollen wir einen Blick auf die Aktivitäten des menschlichen Geistes werfen, die für die meisten Menschen charakteristisch sind. Sie brauchen nur die Vorgänge in Ihrem Bewusstsein zu beobachten, um die typischen Muster zu erkennen, die uns immer wieder in Schwierigkeiten bringen.
Sie sind uns bewusst gewesen, aber unser Bewusstsein ist in vieler Hinsicht getrübt und funktioniert oft nicht zufrieden stellend, so dass wir immer wieder mit Problemen konfrontiert werden.
Die meisten Menschen haben große Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Ihre Aufmerksamkeit bewegt sich von einem Gegenstand zum anderen, wird einmal von diesem dann von jenem Eindruck gefangen genommen. Unser Bewusstsein ist erfüllt von einem Strom wechselnder Eindrücke und Gedanken. Dies hat zur Folge, dass wir mit unseren Erfahrungen nur oberflächlich in Kontakt stehen. Kaum haben wir etwas wahrgenommen, gleitet unser Geist ab und wir denken an etwas anderes.
Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen blühenden Baum. Vielleicht sind Sie von seiner Schönheit überwältigt. Meist ist eine solche Reaktion nur von kurzer Dauer. Sehr schnell tauchen Gedanken und Vorstellungen auf, die die Wahrnehmung überlagern. – Vielleicht erinnern Sie sich an einen Baum, von dem Sie in Ihrer Kindheit heruntergefallen sind, wofür Sie von Ihren Eltern bestraft wurden. – Jetzt richtet sich Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Eltern und Ihre Beziehung zu ihnen. – Möglicherweise denken Sie daran, wie ungerecht Ihr autoritärer Vater Sie oft behandelt hat. Deutlich spüren Sie, wie Ärger und Verbitterung in Ihnen aufsteigen. – Jetzt tauchen Gedanken an Ihren Chef auf, dessen arrogantes und überhebliches Verhalten Ihnen auf die Nerven geht. Voller Wut denken Sie daran, dass er Sie im Beisein von Kollegen völlig ungerechtfertigt kritisiert hat. – Plötzlich fällt Ihnen ein, eine wichtige Arbeit abzuschließen. Eine Fülle von Angst überschwemmt Sie, wenn Sie daran denken, wie Ihr Chef darauf reagieren wird.

Die Sprunghaftigkeit unseres Geistes, seine Tendenz, sich im Strom seiner Gedanken und Vorstellungen zu verlieren hindert Sie daran, in der Gegenwart zu sein und die Schönheit des Baumes zu genießen. Ununterbrochen schieben sich Erinnerungen, Gedanken und Gefühle von gegenwärtigen Wahrnehmungen dazwischen und beeinträchtigen unseren Kontakt zu ihnen.
Das verhindert, dass wir unsere Erfahrungen voll und ganz genießen. Wir versinken in Gedanken und Erinnerungen, die mit belastenden Gefühlen und mit Leidensdruck verbunden sind.
Der konfuse, halbbewusste Zustand unseres Geistes hat noch ernstere Auswirkungen als die Einschränkung unserer Genussfähigkeit. Er beeinträchtigt die Beziehung zu anderen Menschen und führt häufig zu überflüssigen Konflikten.
Stellen Sie sich vor, Renate tritt eine neue Stelle an. Sie muss ihr Büro mit einer Kollegin teilen, die ihr sofort unsympathisch ist. Sie merkt nicht, dass ihre Abneigung nicht nur durch das konkrete Verhalten ihrer Kollegin bedingt ist. Diese verhält sich vollkommen korrekt und versucht, in jeder Hinsicht zu helfen, damit sie sich in ihrer neuen Stelle einarbeiten kann. Renate erkennt nicht, dass ihre Antipathie durch die Sprechweise ihrer Kollegin provoziert wurde, die sie an ihre Schwester erinnert, mit der sie während ihrer Kindheit ständig im Konflikt gelegen war.

Ihre Gefühlsreaktion gilt streng genommen gar nicht der Frau an ihrem Arbeitsplatz, sondern der Bezugsperson ihrer Kindheit. Da sie infolge ihres eingeschränkten Bewusstseins Zusammenhänge nicht zu erkennen vermag, behandelt sie ihre Kollegin wie ihre Schwester. Sie reagiert mit Aggressionen, die zu Konflikten führen, die sie selbst schwer belasten.

Häufig geraten wir in Schwierigkeiten, weil wir das Verhalten unserer Mitmenschen missdeuten und falsch darauf reagieren.

So interpretieren wir beispielsweise eine freundliche Geste als feindseligen Akt und reagieren mit Abwehr, was zu mannigfaltigen Schwierigkeiten führt. Manchmal übersehen wir auch Anzeichen, dass andere Menschen uns betrügen und ausnutzen wollen, weil wir die Signale nicht genügend beachten.

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Dr. Birgit Zottmann
www. Institut-drzottmann.de
Birgit@drzottmann.com

Denken und Fühlen

Wenn Sie Ihre Gefühle betrachten, haben Sie wahrscheinlich sehr oft den Eindruck, dass diese direkt durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
Stellen Sie sich vor, Renate hat sich ein neues Kleid gekauft und präsentiert es stolz ihrer besten Freundin Anne. Diese betrachtet es kritisch und macht einige abfällige Bemerkungen über Schnitt, Farbe und Passform. Dies kränkt Renate.
Bewundert dagegen ihr Freund Bernd das Kleid und sagt ihr, wie elegant es ist und wie gut es ihr steht, empfindet sie Freude. Auf die Frage, warum sie sich im ersten Fall geärgert und im zweiten Fall gefreut hat, wird sie auf die Äußerungen ihrer Freundin bzw. Freundes verweisen. Sie ist der Überzeugung, dass die kritischen Bemerkungen unmittelbar Ärger, das Kompliment dagegen sofort Freude verursacht.

Im Alltagsleben haben die Menschen die Tendenz, Gefühle als Wirkung bestimmter Erfahrungen anzusehen. So scheinen eine drohende Gefahr unmittelbar Angst, eine Beleidigung Wut und eine Kritik Niedergeschlagenheit auszulösen. Aussagen wie „du ärgerst mich“ oder „das macht mich glücklich“ sind Beispiele dafür.

Die Annahme, dass Personen, ihr Verhalten, Dinge und Ereignisse unmittelbar für die Gefühle eines Menschen verantwortlich sind, ist jedoch falsch.

Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Wir wollen uns jetzt einem Modell zuwenden, das dies verdeutlicht.

Das A-B-C Modell
Der Psychologe Albert Ellis hat ein Modell entwickelt, um die Beziehungen zwischen Erfahrungen und Gefühlen darzustellen, das eine große Bedeutung für die Praxis hat und uns Hinweise darauf gibt, wie wir negative Emotionen verändern können.

Ereignisse lösen keine Gefühle aus

Das Modell umfasst insgesamt drei Stufen. Zunächst schauen wir uns zwei davon an:
A stellt das aktivierende Ereignis, dar welches das Gefühl zur Folge hat wie z.B. die kritischen Äußerungen der Freundin bzw. das Kompliment des Freundes.
C bedeutet die Konsequenz, die sich aus dem aktivierenden Ereignis ergibt.

In unserem Beispiel sind es die Gefühle der Wut oder der Freude. Dazu kommen bestimmte körperliche Empfindungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht empfindet Renate angesichts der Kritik einen Druck im Magen und lässt Anne stehen, während sie möglicherweise angesichts des Kompliments mit Herzklopfen reagiert, Bernd anlächelt und umarmt.

Allerdings ist C nicht die unmittelbare Wirkung von A.

Interpretation des Ereignisses
Zwischen A und C gibt es ein Zwischenglied, welches das Verhalten erst auslöst. Es handelt sich um die Gedanken, die Interpretation, die A eine bestimmte Bedeutung verleihen. Erst aufgrund des Vorhandenseins von B reagiert ein Mensch auf eine Erfahrung mit einem Gefühl, besonderen Körperreaktionen und einem Verhalten.
Streng genommen antworten wir überhaupt nicht unmittelbar mit Emotionen und Verhaltensweisen, sondern die Reaktionen erfolgen stets aufgrund unserer Gedanken, welche den Erfahrungen erst eine Bedeutung verleihen.
Renates Wut wird ausgelöst durch Gedanken wie: “Die dumme Ziege hat kein Recht, mein Kleid schlecht zu machen.“ „Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu sagen.“ „Sie ist keine wahre Freundin.“ „Sie ist hinterhältig und gemein.“
Ihre Freude wurzelt in völlig anderen Gedanken, wie z.B. „dass Bernd dies sagt, ist nett. Er ist lieb. Er achtet, respektiert und liebt mich.“

Diese unterschiedlichen Gedankenformen lösen verschiedene Gefühle, Körpergefühle und Handlungen aus.

Ereignisse lösen unterschiedliche Gefühle aus
Wir können auf ein und dasselbe Ereignis mit völlig verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen reagieren, wenn wir unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen mit ihnen verbinden.
Ein Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.
Stellen Sie sich vor, Bernd legt Herrn Zille, einem Vorgesetzten, einen Bericht vor. Herr Zille findet zwei Fehler und macht ihm große Vorwürfe.
Wie Bernd gefühlsmäßig darauf reagiert, hängt davon ab, was er darüber denkt. Nehmen wir an er würde denken: „Dieser dumme Hund, wegen dieser kleinen Dinge solch ein Theater zu machen. Er ist ein aufgeblasener inkompetenter Tyrann.“ In diesem Fall sind Ärger und Wut die wahrscheinlichsten Reaktionen. Würde er dagegen denken: “Um Himmelswillen, hat der mich fertig gemacht. Hoffentlich wirft er mich nicht raus. Mit einer Beförderung kann ich jetzt nicht mehr rechnen, “ dann wäre Angst die logische Folge.
Ein Gedanke wie z.B. “die Kritik ist unsachlich, aber verständlich. Der Zille steht unter Druck, ist nervös und unausgeglichen. Ist ja auch ein armer Mann, der viel am Hals hat, der von seinen Vorgesetzten und seiner Familie von morgens bis abends schikaniert wird,“ führt zu Ruhe und Gelassenheit.

Das A-B-C Modell hat folgende allgemeine Form:

A das aktivierende Ereignis
B die Gedanken, Bewertungen, Interpretationen und
Erwartungen, die sich auf A beziehen.
C die Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen, die sich als Konsequenzen aus B ergeben.

Die These, dass unsere Gedanken unsere Gefühle bestimmen, dass wir so fühlen wie wir denken, ist sehr alt.

“Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“ Vor fast 2000 Jahren sagte dies der römische Philosoph Eptiket.

Gefühle, Gedanken und Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig
Die Gefühle und das Verhalten haben Auswirkungen auf A und B. Dies können Sie bei dem Aufbau einer Angstspirale beobachten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie unter Prüfungsangst leiden. Nehmen wir an, dass Sie in zwei Tagen eine Prüfung ablegen müssen. Die Prüfung stellt das aktivierende Ereignis A dar. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in der Prüfung kläglich versagen werden. Die Gedanken, die sich mit dem Scheitern befassen, gehören zu B. Diese aktivieren Gefühle wie Unruhe, Angst und dazu passende Körperempfindungen wie z.B. Druck im Kopf, Magenschmerzen, Stiche in der Herzgegend usw.
Vielleicht leiden Sie unter Schlaflosigkeit und mangelndem Appetit, möglicherweise suchen Sie Trost bei Freunden, schlucken Tabletten oder trinken mehr als Ihnen gut tut.
Das Gefühl der Angst wirkt wiederum auf das Denken ein, indem immer neue Gedanken aktiviert werden, die sich mit dem Versagen befassen und es weiter verstärken. Das Denken wird ständig weiter eingeengt und kreist ausschließlich um das Versagen in der Prüfung, was die Angst weiter steigert.
Diese Angstspirale kann unter Umständen in eine Panik hineinführen.

Gefühle wirken sich auf Ereignisse aus
Starke Emotionen können Situationen beeinflussen. Deren Interpretation haben wiederum bestimmte Gefühle zur Folge. Sehen wir uns dies an einem Beispiel an:
Nehmen wir an, Ihre Prüfungsangst wird so unerträglich, dass Sie nicht zur Prüfung gehen. Damit verschwindet das Ereignis, das Sie als drohende Gefahr interpretiert haben und infolgedessen auch die Angst.

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Dr. Birgit Zottmann
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birgit@drzottmann.com

Was beim Setzen von Zielen zu beachten ist

Eine adäquate und realistische Zielvorgabe sollte folgende Kriterien erfüllen:

Das Ziel muss das Ergebnis der Handlung der planenden Person sein, d.h. in ihrem Macht- und Einflussbereich liegen.

Dieses Kriterium bedeutet, dass derjenige der es setzt, prinzipiell die Möglichkeit besitzt, es zu verwirklichen.

Ein Ziel muss realistisch sein.

Dazu gehören beispielsweise materielle und ideelle Ressourcen, über die das Individuum verfügt wie z.B. Geld, Kenntnisse und Fertigkeiten. Auch Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. Ausdauer sind dabei von Bedeutung. Während die besonderen Stärken der Persönlichkeit die Chancen einer Realisierung eines Vorhabens erhö-hen, vermindern bestimmte Schwächen sie.

Eine Zielsetzung muss auch widerspruchsfrei sein.

Sie darf nicht im Gegensatz zu anderen Zielen sein, die wir anstreben. Viele Menschen bleiben erfolglos, weil sie gleichzeitig zwei oder mehrere anspruchsvolle Ziele anstreben, von denen jedes ihre ganze Kraft und die gesamte ihnen zustehende Zeit erfordern. Sie zersplittern ihre Kräfte. Für jedes Vorhaben stehen zu wenige Ressourcen zur Verfügung und das Scheitern ist deshalb vorprogrammiert. Es ist unmöglich, gleichzeitig eine Führungsposition in der Wirtschaft und eine Karriere als Konzertpianist oder Pianistin anzustreben.

Vergleichen Sie, welche Ihrer Ziele miteinander unverträglich sind. Haben Sie welche entdeckt, prüfen Sie, ob es möglich ist, sie nacheinander zu verwirklichen. Wenn sich dieser Weg als gangbar erweist, legen Sie Prioritäten fest. Welches muss zuerst in Angriff genommen werden, welches kommt an zweiter, welches an dritter Stelle usw.

Schließen verschiedene Ziele sich definitiv einander aus und lassen sich in keinem passenden Zeitrahmen nacheinander verwirklichen, müssen Sie sich für das entscheiden, was aufgrund Ihres Wertesystems oder den herrschenden Lebensbedingungen für Sie am wichtigsten ist und alle anderen Vorhaben aufgeben.

Ein Ziel muss konkret und überprüfbar sein.

Wenn sich beispielsweise jemand vornimmt, Karriere zu machen, handelt es sich um eine unverbindliche Absicht und nicht um ein konkretes Ziel. Sie liefert keine Kriterien, die eine Entscheidung erlauben, wann es erreicht ist. Eine echte, überprüfbar Zielvorgabe liegt dagegen vor, wenn sich die Person entschließt, Filialleiterin zu werden.

Wenn Sie sich das Ziel gesetzt haben, ein bestimmtes Problem zu bewältigen, muss es adäquat sein. Wenn es erreicht ist, soll es das anstehende Problem lösen oder zumindest zu seiner Lösung beitragen.

Das Ziel soll mit den Wertvorstellungen der Person, die sie setzt, übereinstimmen.

Wie wir bereits gesehen haben, scheitern Vorhaben in den meisten Fällen, wenn sie im Gegensatz dazu stehen, was ein Mensch für wertvoll hält. Deshalb sollte einer Planung wichtiger Ziele eine Analyse des eigenen Wertesystems vorangehen.

Die Ziele müssen vereinbar sein mit zentralen Überzeugungen und Glaubenssätzen, die nicht unmittelbar Werte repräsentieren.

Überzeugungen, die mit dem Ziel konform sind, tragen durch die Aktivierung der seelischen Kräfte erheblich zu seiner Verwirklichung bei. Um blockierende Glaubenssätze aufzudecken, ist es hilfreich vor der Planung wichtiger Ziele eine Analyse der eigenen Überzeugungen voranzustellen, die für ihr Vorhaben von Bedeutung sind. Wenn Sie sich ein Karriereziel vornehmen, sollten Sie sich mit den Glaubenssätzen beschäftigen, die sich auf Beruf, Leistung und Wohlstand beziehen.

Manchmal spielen auch Gedankenmuster eine Rolle, die auf den ersten Blick nichts mit dem Beruf zu tun haben. Vor allem diejenigen, die zum Selbstbild gehören, üben einen starken positiven oder negativen Einfluss aus. Die Überzeugung „ich bin unfähig und inkompetent“ sabotiert alle Ziele, bei denen es um die eigene Leistung geht. Es ist klar, dass diese Überzeugung verändert werden muss, bevor Karrierepläne entwickelt und die Verwirklichung in Angriff genommen wird.

Einen wichtigen Faktor bei der Zielplanung bildet ein vernünftiger Zeitrahmen.

Viele Vorhaben scheitern, weil nicht festgelegt wurde, in welchem Zeitraum bzw. bis zu welchem Zeitpunkt sie verwirklicht werden sollen. In solchen Fällen haben sie eher den Charakter unverbindlicher Absichten, deren Realisierung irgendwann in der Zukunft erfolgen soll. Da nicht feststeht, wann dies der Fall ist, besteht die Neigung, dieses Vorhaben auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben und schließlich aufzugeben.

Mit der Terminierung eines Ziels verpflichten wir uns in einem bestimmten Zeitraum aktiv zu werden und leisten damit einen wichtigen Beitrag, uns selbst zu motivieren.

Außerdem ermöglicht seine Festlegung eine sinnvolle Zeitaufteilung der uns zur Verfügung stehen Zeit. Wenn wir mehrere Ziele ins Auge gefasst haben, die wir nacheinander verwirklichen wollen, hilft sie uns zu bestimmen, was wir wann erledigt haben müssen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den Zeitpunkt der Verwirklichung fest-zulegen, sondern auch den Zeitraum, den dies wahrscheinlich in Anspruch nimmt.

Allerdings sollten Sie darauf achten, keinen unrealistisch engen Zeitrahmen zu setzen, da unvorhergesehene Zwischenfälle auftreten können, die ihn in Frage stellen. Es ist daher sinnvoll, Formulierungen zu wählen wie “frühestens am… spätestens am…“. Planen Sie von vornherein mehr Zeit ein, als Sie Ihrer Meinung nach brau-chen, weil Sie damit unerwarteten Ereignissen und Schwierigkeiten begegnen können, ohne dass Sie Ihre Planung gleich umwerfen.
Manche Autoren empfehlen Formulierungen des Ziels als Endzustand, nicht die Form von Aktivitäten, die dorthin führen. „Am … (Datum einsetzen) habe ich 10 kg abgenommen, anstatt „bis zum … (Datum einsetzen) werde ich 10 kg abnehmen“.
Es handelt sich hier um eine Empfehlung, die es lohnt sie auszuprobieren, aber nicht um eine Vorschrift, die unter allen Umständen befolgt werden muss. Menschen reagieren unterschiedlich auf die verschiedenen Formulierungen. Wählen Sie diejenige, die Sie am meisten anspricht. Wenn Sie sich die Stabilisierung eines bestimmten Verhaltens vorgenommen haben, das Sie regelmäßig ausführen wollen, setzen Sie seine Häufigkeit und Dauer fest. Beabsichtigen Sie zu Joggen, um ihre Gesundheit zu verbessern, können Sie sich beispielsweise vornehmen, täglich 45 Minuten zu laufen. Damit gehen Sie eine Verpflichtung ein, die Sie stärker bindet, als es eine allgemeine Absichtserklärung ohne fixierte Zeitvorgaben vermag.
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Das Beziehungskonto

Wenn Menschen sich ineinander verlieben und eine Beziehung eingehen, entwickelt sich eine Dynamik der Gefühle, die in der Zu- oder Abnahme von Zuneigung und Liebe besteht.
Sie stellen dynamische Faktoren dar, die sich verändern, wie alles im Leben einem permanenten Wandel unterliegt.
Bestimmte Merkmale eines Menschen veranlassen uns, sich in ihn zu verlieben. Wie sich die Liebe weiterentwickelt, hängt von der Kommunikation zwischen den Partnern ab, von den Verhaltensweisen die sie äußern.
Die Nachrichten und Botschaften, die sie aussenden sowie ihr Handeln lassen ihre Liebe zueinander zu- oder abnehmen, erhöhen oder verringern die Zufriedenheit mit der Beziehung. Die Entfaltung der Liebe ist kein au-tomatischer Prozess, der selbstständig abläuft, sondern hängt ab vom konkreten Verhalten des Partners. Die Psychologen Clifford Notarius und Howard Marqman haben den Begriff des Beziehungskontos eingeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Partner und den positiven und negativen Entwicklungen der Partnerschaft zu beschreiben. Das Beziehungskonto bestimmt die Zufriedenheit mit ihrer Beziehung.
Wir können es mit einem richtigen Bankkonto vergleichen, dass einen unterschiedlichen Kontostand aufweisen kann. Ist er hoch, können Sie sich viel leisten, ist er niedrig, nur wenig und wenn er in die roten Zahlen ab-rutscht, sind wirtschaftliche Schwierigkeiten unvermeidlich. Ähnlich verhält es sich mit dem Beziehungskonto. Verfügen die Partner über ein hohes Beziehungsguthaben sind sie glücklich und zufrieden. Ein geringes Bezie-hungskonto erzeugt zunehmende Unzufriedenheit. Sind alle Rücklagen aufgebraucht und dominiert das Soll gegenüber dem Haben ist die Beziehung unglücklich und nähert sich mehr oder weniger einem Beziehungsbankrott, der ihr schließlich ein unrühmliches Ende bereitet.
Ein Beziehungsguthaben wird aufgefüllt durch liebevolle Gesten, ein freundliches Verhalten, dass Achtung und Respekt verrät sowie Hilfe und Unterstützung.
Es wird verringert durch Verstimmung und Verärgerung, mangelnde Achtung, schlechte Kommunikation, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten. Wir können unser Beziehungsguthaben jeden Tag durch bestimmte Gesten und Handlungen vergrößern oder durch entsprechend negatives Verhalten verringern. Eine Verärgerung verringert es nur geringfügig, ein massiver Streit stellt eine große Abhebung dar.
Wenn die Partner sich gegenseitig abwerten und sich um jede Kleinigkeit streiten, ohne einander durch ihr Verhalten ihre Liebe zu zeigen, zahlen sie nichts mehr auf ihr Konto ein, sondern heben ständig große Summen ab, bis es aufgebraucht ist und sie schließlich vor einem Schuldenberg stehen. Damit haben sie sich in eine Krise hineinmanövriert, aus der es keinen Ausweg mehr gibt und die Beziehung zerbricht.
Welche Verhaltensweisen stellen nun im Einzelnen Einzahlungen auf das Beziehungskonto dar und erhöhen den Kontostand?
Ungeachtet der individuellen Unterschiede gibt es einige allgemeine Richtlinien die wir befolgen müssen, wenn wir Einzahlungen auf das Beziehungskonto machen wollen:
➢ Ein gutes Mittel, um den Kontostand zu erhöhen sind Zeichen der Zuneigung, Anerkennung und Wertschätzung, die wir dem Partner geben.
➢ Immer wenn wir Anregungen für gemeinsame befriedigende Aktivitäten geben, erhöhen wir den Kontostand.
➢ Das Gleiche geschieht, wenn wir uns unseren Partner öffnen und unsere Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitteilen.
➢ Ein wichtiger Faktor ist auch das Bemühen um Lösungen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen, wenn entgegen gesetzte Bedürfnisse und Wünsche vorliegen.
➢ Vermeiden Sie fruchtlose Streitgespräche, die nicht zur Lösung von Konflikten beitragen.
➢ Versuchen Sie nicht ein Problem zu lösen, wenn Sie unter dem Druck belastender Emotionen wie Angst oder Wut stehen.
➢ Auseinandersetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Wenn Sie mit ihrem Partner streiten, vermeiden Sie es wunde Punkte zu attackieren.
➢ Ein Fehler, der immer wieder zu einer erheblichen Belastung des Beziehungskontos führt besteht darin, Schwächen des Partners zu kritisieren, die er als besonders peinlich erlebt.
Eine Frau, die sich über die Potenzschwäche ihres Mannes lustig macht, ein Mann der seiner Frau mangelnde sexuelle At-traktivität vorwirft, fügt dem anderen damit erhebliche seelische Verletzungen zu, die weder vergessen noch vergeben werden.
Wer in die Tabuzonen des Partners eingreift, plündert das Beziehungskonto in einem solchen Maße, dass der Weg in den Bankrott vorgezeichnet ist.
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Extrinsische und intrinsische Motivation

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass Belohnungen uns motivieren. Es gibt jedoch unterschiedliche Formen davon, die sich auf verschiedene Arten auswirken können. Bei der extrinsischen Motivation wird ein Mensch zu einem Verhalten durch eine Belohnung aktiviert, die mit dem Inhalt dieser Aktivität nichts zu tun hat.
Wenn ein Mitarbeiter sich anstrengt, eine gute Leistung zu erbringen, weil er dafür eine Prämie erhält, wird er durch das Geld motiviert, das nichts mit dem Inhalt seiner Arbeit zu tun hat. Die Belohnung wird von außen hinzugefügt.
Für die betreffende Person mag der Arbeitsinhalt keine Bedeutung besitzen oder völlig gleichgültig sein. Sie erledigt sie, weil sie als Mittel zu etwas anderem dient, das für sie wichtig und attraktiv ist. Anreize wie Geld, Beförderung, Anerkennung gehören in den Bereich der extrinsischen Motivation.

Bei der intrinsischen Motivation wird der Mensch durch den Inhalt seiner Tätigkeit bzw. Aufgabe motiviert. Eine zusätzliche Belohnung mit Geld und Ruhm kann dabei völlig gleichgültig sein.
Eine Malerin, die erfüllt ist von dem Bedürfnis, bedeutende Kunstwerke zu schaffen, wird allein dadurch zu harter Arbeit motiviert, auch wenn sie nicht durch Geld und Ruhm von außen stimuliert wird. Im Gegenteil, selbst wenn sie unter chronischer Geldknappheit leidet und ihre Mitmenschen ihren künstleri-schen Ideen nur Hohn und Spott entgegenbringen, wird sie keineswegs demotiviert.
Die Motivation, die sie durch den Inhalt ihrer Tätigkeit erfährt ist so stark, dass alle Widrigkeiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens sie nicht entmutigen können, ihre Ziele aufzugeben.

Im Allgemeinen ist die intrinsische Motivation intensiver und dauerhafter, während die extrinsische mit der Zeit an Wirksamkeit verliert.

Wird ein Mitarbeiter allein mit Prämien zu höherer Leistung angeregt, während ihm der Arbeitsinhalt gleichgültig ist oder er ihm sogar eine heftige Abneigung entgegenbringt, stimuliert das Geld im Laufe der Zeit ihn immer weniger zu seiner Tätigkeit. Die Belohnung wird selbstverständlich und nicht mehr als ein Anreiz für besondere Leistungen wahrgenommen. Die Geschäftleitung muss neue Anreize setzen, um einen entsprechenden Motivationsschub zu bewirken, der mit der Zeit wieder versandet. Ist der Mitarbeiter von seiner Aufgabe fasziniert, wird er durch sie dauerhaft zur Leistung angeregt.
In der Realität gibt es meist keine scharfe Trennung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Beide Kategorien treten häufig zusammen auf, wobei der Schwerpunkt meistens auf einem der beiden Pole liegt.

In vielen Fällen sind beide Motivationsarten unauflöslich miteinander verbunden. Ein Künstler kann primär durch seine Tätigkeit motiviert werden, aber nichtsdestoweniger beeinflusst ihn ebenfalls die Aussicht, mit seinen Werken viel Geld zu verdienen und berühmt zu werden.