Wer fällt auf Soziopathen und Narzisten herein?

Sie sind eine Betroffene/  ein Betroffener? Im Internet wird vielfach verbreitet, dass es jeden treffen kann. Dies stimmt meines Erachtens aber so nicht. Nach meiner Recherche und Erfahrung haben die Betroffenen/Opfer sehr wahrscheinlich die folgenden Persönlichkeitsmerkmale:

  • Es sind oft sehr sensible und empathische Menschen.
  • Es sind fast immer kluge und gebildete Menschen, oft beruflich hochqualifiziert.
  • Sie fühlen eine tiefe Sehnsucht nach etwas, das in ihrem Leben fehlt.
  • Sie sind emotional: nur emotionale Menschen sind manipulierbar.
  • Sie glauben, dass alles, wenn Sie sich nur genug anstrengen, am Ende gut wird, ein „Happy End“.
  • Oft ist ihr Handeln von Trotz geprägt nach dem Motto: „Jetzt erst Recht. Ich gebe nicht auf.“
  • Sie sind, auch wenn sie stark verletzt sind, in der Lage, sich in die Lage des Partners zu versetzen.
  • Sie haben keinen oder einen leicht irritierbaren Kontakt zu ihren Grenzen und Bedürfnissen. Wenn ihre Grenzen überhaupt von ihnen selbst wahrgenommen werden, sind sie leicht davon abzubringen.
  • Sie bekamen in der Kindheit nicht den Zuspruch und dieSelbstbestätigung, die sie brauchten.
  • Sie haben ein schlechtes Verhältnis zu sich selbst, glauben, dass Sie oft nicht gut genug sind und leiden an einer großen Scham.
  • Ihr Fairnessempfinden ist stark ausgeprägt. Sie können zwar sagen, dass sie Recht haben, sehen aber immer eine Teilschuld bei sich selbst.
  • Sie stehen unter dem ständigen Druck des Beziehungsabbruchs und Liebesverlusts und übernehmen dabei zunehmend die volle Schuld und Verantwortung für alles. Sie fühlen sich verpflichtet und auch fähig, die Last anderer tragen zu können.
  • Sie sind manchmal unendlich kreativ und finden daher oft unerschöpfliche Möglichkeiten, eine unmögliche Beziehung möglich zu machen. Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, wenn es darum geht, ihre Grenzen weiter überschreiten zu können.
  • Sie sind flexibel und bereit sich anzupassen. Sie können nicht zwischen einer Flexibilität, die es ihnen ermöglicht, sich in viele Lebenssituationen einzuordnen, und einer pathologischen Kompromissfähigkeit, in der sie sich selbst verlieren, unterscheiden.
  • Sie brauchen in persönlichen Angelegenheiten oft Ermutigung und Rückversicherung und suchen das bei Menschen, von denen sie diese Unterstützung nicht bekommen.
  • Sie fühlen sich für das Wohlbefinden anderer verantwortlich. Sie fühlen sich schnell schlecht, wenn jemand um sie herum schlechte Laune oder „irgendetwas“ hat und denken, es könne an ihnen liegen. Sie haben das Bedürfnis, andere aufzumuntern, zu ermuntern und wiederherzustellen.

 

Die Eisblumen oer Soziopathen

 

“Life is short. Say what you’ve wanted to say. Do what you’ve wanted to do. Don’t wait until the only thing you can say is, I wish I’d had the courage to do it sooner.” ~Lori Deschene

Ich war auf einem Kongress in Florida und hörte einem Vortrag zu, in dem das Buch von Martha Stout empfohlen wurde: „Der Soziopath von nebenan. Die Skrupellosen: Ihre Lügen, Taktiken und Tricks.“ Ich kaufte es.

An einem Wochenende verschlang ich das Buch. Niemals hatte ich mich mit diesen Menschen auseinandergesetzt, dachte wirklich, dass diese Menschen in meinem Leben nicht vorkamen, auch in meiner Beratungspraxis nicht. Ich dachte, Soziopathen sind etwas für die Psychiater und Therapeuten, die gelernt haben, mit diesen Menschen umzugehen und sie zu behandeln. So kann man sich täuschen.

Mir geht es im Folgenden nicht darum, Menschen zu diagnostizieren. Ich benutze Soziopath, Psychopath und Narzisst synonym. Während die ersteren zwei Begriffe in der Literatur generell synonym verstanden werden, ist Narzissmus ursprünglich etwas anderes. Die Leiden, die diese Menschen jedoch bei Ihren Partnern verursachen, ähneln sich stark. Mir geht es darum aufzuzeigen, wann Vorsicht geboten ist, wie Sie als Opfer von solch einem Mensch wieder heilen und wie Sie verhindern, dass Sie nochmals auf sie hereinfallen.

Ich schreibe in der männlichen Form. Soziopathen sollen angeblich überwiegend männlich sein, aber es gibt natürlich auch weibliche Fälle. Täter sind nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Deshalb, liebe Damen, fühlt euch auch angesprochen.

Wie erkennt man Soziopathen?

In Wikipedia findet sich eine Checklist von Robert D. Hare:

Psychopathie-Checkliste 

(Kernmerkmale der psychopathischen Persönlichkeit: selbstsüchtig und ausnutzend, stabil über die Lebenszeit)

  • Trickreich, sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme
  • erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl
  • pathologisches Lügen (Pseudologie)
  • betrügerisch-manipulatives Verhalten
  • Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein
  • oberflächliche Gefühle
  • Gefühlskälte, Mangel an Empathie
  • mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen
  • Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger), ständiges Gefühl der Langeweile
  • unzureichende Verhaltenskontrolle
  • frühere Verhaltensauffälligkeiten
  • Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen
  • Impulsivität
  • Verantwortungslosigkeit
  • Abwertung anderer Menschen
  • Jugendkriminalität
  • Verstoß gegen Bewährungsauflagen bei bedingter Haftentlassung
  • Promiskuität
  • viele kurzzeitige eheähnliche Beziehungen
  • polytrope (vielgestaltige) Kriminalität

Diese 20 Kriterien werden je nach Ausprägung mit 0 (keine Ausprägung), 1 (teilweise Ausprägung) oder 2 (volle Ausprägung) Punkten bewertet. Ab 25 von insgesamt 40 zu erreichenden Punkten wird ein hoher Psychopathie-Wert konstatiert. Ab 30 Punkten (Cutoff-Wert) erfolgt die Diagnose: „Psychopathie“.

Wer herausfinden möchte, ob jemand ein Narzisst ist, kann sich laut US-Psychologen lange Psychologie-Tests offenbar sparen: Eine einzige Frage genügt. Mehr als 2200 Freiwillige wurden befragt in dieser Untersuchung. Das Ergebnis war erstaunlich: die direkte Nachfrage stellte sich als der einfachste Weg dar, um Narzissten zu identifizieren.

Können Sie sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die kein Gewissen und Empathie haben?

Ich nicht bzw. nur schwer. Aber ich erkenne sie nun. Sie kamen in meinem Leben vor und sind aktiv in dem Leben einiger meiner Klienten.

Ich gab ihnen einen Namen: Eisblumen. Ich kann mich noch an die beschlagenen Fenster meiner Kindheit erinnern und die Eisblumen, die im Winter daraus entstanden. Eisblumen leben nur in der Nacht, im Dunkeln. Sie sind wunderschön, kalt und unnahbar, denn Wärme und Nähe lösen sie auf, und sie werden dann banales Wasser bzw. Luft. So wie die Soziopathen.

Ich halte nichts davon, von „Losern“ zu sprechen. Soziopathen haben Ihre Grenzen und sie können ihr Verhalten wählen, so wie ich und auch Sie.

Und Sie können wählen, wie Sie vielleicht mit Ihrer „Liebessucht“ umgehen. Denn Sie werden in einer Beziehung mit einem Sozipathen manipuliert und sind nun vielleicht „süchtig“ nach seiner Liebe. Er wird sich nicht ändern. Aber Sie können sich ändern! Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.

Psychopathen sind oft anregend, aufregend, liebevoll usw. Wenn wir Ihnen zu nahe kommen, löst sich diese Erscheinung mehr und mehr auf und ein Mensch mit Problemen erscheint, die er selbst nicht sieht. Banal, oder?

In der Literatur wird die Häufigkeit von Soziopathen in der Gesellschaft mit bis sechs Personen von hundert beschrieben. Es sind viele und Sie kennen sicherlich jemanden mit dieser Persönlichkeitsstruktur.

Von Psychiatern werden vor allem die Personen diagnostiziert, die gesellschaftlich auffällig geworden sind, indem sie stehlen oder auf einer anderen Weise kriminell sind. Psychopathen können sich anpassen und die Mehrzahl von Ihnen wird wahrscheinlich nie einen Therapeuten oder Psychiater sehen. Die Dunkelziffer ist daher groß.

Psychopathen haben Gefühle!

Sie leben unerkannt unter uns, denn sie haben kein Problem mit sich. Es sind immer die anderen, vielleicht Sie, indem Sie so sind wie Sie sind, empathisch mit einer Neigung das Gute in den Menschen zu sehen.

Psychopathen sind nicht verrückt. Nur anders. Sie sind mitunter sehr intelligent, wissen, was richtig und was falsch ist. Sie können sich auch rein rational in ihr Gegenüber hineinversetzen und dessen Perspektive einnehmen. Gefühle wie Angst oder Liebe werden von Ihnen anscheinend vermindert empfunden. Die Fähigkeit, Mitgefühl, Schuld oder Reue zu fühlen, ist gar nicht vorhanden.

Soziopathen wirken charmant, sind jedoch skrupellos. Instinktiv finden sie die Schwächen ihrer Mitmenschen und nutzen sie aus: „Sie sind perfekt angepasste Raubtiere.“

Robert Hare merkt in „Without Conscience“ an, dass Psychopathen viel schneller als normale Menschen verärgert sind, da sie ihre Impulse schlecht unter Kontrolle haben. Ein Wutanfall eines Psychopathen ist in der Regel gefühlskalt, plötzlich, von kurzer Dauer und willkürlich.

Wutausbrüche sind für den Psychopathen ein weiteres Mittel, um zu demonstrieren, dass er das Sagen hat. Wenn Psychopathen jemanden anschreien, beleidigen, zuschlagen, oder sogar andere Menschen verwunden und töten, dann sind sie sich ihres Verhaltens bewusst, selbst wenn sie nur opportunistisch im Eifer des Gefechts handeln. Sie wissen, dass sie anderen schaden und genießen dies sogar.

Psychopathen glauben nicht, dass ihre Fehlentscheidungen, die für sie immer gerechtfertigt und angemessen sind, jemals zur Folge haben können, dass ein anderer Mensch, der zuvor in ihrem Bann war, etwas an ihrem Verhalten auszusetzen hat oder sie ablehnt. Selbst wenn sie andere betrügen, belügen, ausnutzen, manipulieren oder isolieren, haben sie nicht das Gefühl, dass sie aufgrund ihres Verhaltens negative Konsequenzen jeglicher Art verdient hätten.

Die zentrale Emotion eines Psychopathen ist Verachtung für die Personen, die er täuscht, benutzt und missbraucht, sowie für die Menschheit insgesamt.

Als besonders perfide empfinde ich, dass Psychopathen erwarten, dass die Frauen, die sie benutzten und wegwarfen, sie als die perfekten Partner idealisieren und sehnlichst ihre Rückkehr erwarten. So können sie sie weiter für Sex, Geld, Machtspiele, das Image oder für sonstige Gefälligkeiten benutzen – falls sie sich, wann und für wie lange auch immer, sie sich dazu entschließen, wieder in ihren Leben aufzutauchen.

Oft sind Psychopathen unfähig, ihre eigenen Interessen zu berücksichtigen. Dadurch, dass sie flüchtigen Vergnügen und momentanen Launen nachgehen, behindern Psychopathen auch ihr eigenes Leben. Nur selten führen sie irgendwann ein glückliches oder erfolgreiches Leben. Sie verbringen ihr gesamtes Leben damit, diejenigen zu verletzen und zu hintergehen, die sie lieben und die ihnen vertrauen, ihre Partner zu benutzen und wegzuwerfen, Erwartungen ihrer Familien, Freunde, Vorgesetzten und Kollegen zu enttäuschen und von einer bedeutungslosen Ablenkung zur nächsten überzugehen. Am Ende gehen die meisten von ihnen leer aus und sind allein.

Toxische Beziehung überwinden – Wenn die Trennung vom Partner nicht mehr aufhört weh zu tut

 

Abschiede gehören zu jedem Leben. Es gibt keinen Menschen der nicht einen Mensch im Laufe seines Lebens durch Tod oder Trennung verliert

Wenn etwas zu Ende geht bzw. ist tut es oft sehr weh. Trauer ist ein Prozess der Reorganisation. Wer sind wir ohne diesen Menschen?

Trauer kann eine Zeitlang dauern – dies hängt auch von den Umständen ab: Dem Alter der Trauernden und wie plötzlich die Trennung geschah.IMG_9295

Zum Glück wird aber meistens dieses Gefühl der Trauer im Laufe der Zeit weniger. Trauer ist ein normaler Prozess, der sehr individuell abläuft.

„Ist das, was ich fühle, eigentlich normal?“ fragen sich oft die Betroffenen? Einige meiner Klienten wollen so schnell wie möglich wieder sich nach einer Trennung wieder „frei“ fühlen. Trauer bedarf jedoch der Zeit.

„Trauer ist ein zutiefst unzeitgemäßes Gefühl, das im Alltag kaum Raum findet“ sagt Entwicklungspsychologin Kathrin Boerner die an der Abteilung für Geriatrie und Palliativmedizin der Mount Sinai School of Medicine in New York über Verluste forscht.

Am Ende ist die Trauer nicht weg es tut aber nicht mehr weh. Ein Teil des „verlorenen“ Menschen bleibt in uns, in Form von Erinnerungen und Gefühlen. Die Trauer hat sich verwandelt ebenso wie der Mensch, der sie durchlebt.

Manchmal können Menschen den Partner nicht loslassen. Sie denken täglich, über Jahre hinweg an diesen Menschen und leiden darunter. Oft sind dies toxische Beziehungen.

Diese Trennungen können krank machen. Toxische Beziehungen machen nicht nur die Seele krank, sie greifen unsere physische Gesundheit an und sind Auslöser von vielen, manchmal auch schweren, Krankheiten, deren wirkliche Ursache zunächst im Dunkeln bleibt. „Toxische Beziehung überwinden – Wenn die Trennung vom Partner nicht mehr aufhört weh zu tut“ weiterlesen

Sieben Fallgruben einer Beziehung

Menschen benötigen Beziehungen zu anderen Menschen. Wir sind Wesen, die auf Gemeinschaft mit anderen Menschen hin angelegt sind.
Dementsprechend sind wir in unserem Gehirn verdrahtet. Aber brauchen wir als Menschen die romantische Liebe?

IMG_9379Helen Fischer, eine Anthropologin im Kinsey-Institut kam zu der Schlussfolgerung, dass romantische Liebe ein grundlegender menschlicher Antrieb ist  Ihre Kollegin Lucy Brown geht noch weiter und bezeichnet die romantische Liebe als Überlebensmechanismus, der so wichtig wie das Verlangen nach Wasser ist.

Wenn Menschen verliebt sind bzw. lieben, wollen sie gefallen. Dies ist erst einmal vollkommen normal. Wir passen uns den sozialen Normen unserer Gruppe an und wollen vielleicht als tolerant, großzügig und erfolgreich, als schön wahrgenommen werden, um vom Partner geliebt zu werden.

„Sieben Fallgruben einer Beziehung“ weiterlesen

Blitzhypnose lernen

 

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Spaß erleben Sie garantiert auf unserem zweitägigen Seminar zur Schnell- und Blitzhypnose!

Sie wollen Hypnose kennen lernen und erfahren, wie Sie schnell und einfach Menschen hypnotisieren können?

Mit Hypnose können Sie anderen Menschen gute Gefühle  vermitteln, wie zum Beispiel  Ruhe und Gelassenheit und/oder Selbstvertrauen.

Sie selber können u.a. Ihre Fähigkeit sich zu fokussieren und zu konzentrieren weiter entwickeln, ihr Selbstvertrauen erhöhen und lernen Menschen positiv zu beeinflussen. „Blitzhypnose lernen“ weiterlesen

Schmerzhypnose

von Philipp Niemeyer

Schmerz ist etwas, mit dem ein jeder Mensch im Laufe seines Lebens mehrfach zu kämpfen hat. Egal ob psychischer oder physischer Schmerz, niemand mag dieses unangenehme Gefühl, sodass ein jeder auf der Suche nach einem möglichst schmerzfreien Leben ist.

In der Vergangenheit wurde sich auch beim Thema „Schmerz“ nahezu ausschließlich auf verletzte Strukturen fokussiert und oftmals vergeblich danach gesucht. Frei nach dem Motto „Wenn etwas wehtut, muss auch etwas kaputt sein“ wurden Patienten durch eine Odyssee von MRT-Aufnahmen und Diagnosegesprächen geschickt, weshalb nicht selten Monate vergingen, bis eine tatsächliche Behandlung – oftmals dennoch ohne wirkliche Diagnose – stattfand.IMG_9334

„Schmerzhypnose“ weiterlesen

Hypnose für Profi- und Freizeitsportler

von Philipp Niemeyer

Sport und Bewegung stellen einen großen Teil des Lebens vieler Menschen dar und im Allgemeinen ist Bewegung für ein gesundes und sprichwörtlich bewegtes Leben essentiell. In unserer Gesellschaft, die sich in den letzten Jahren mehr und mehr dem Fitnesssport und somit auch dem Körperkult verschrieben hat, spielt vor allem das körperlich Äußere eine wichtige Rolle. Viel zu sehr vergessen wir dadurch jedoch, dass jede einzelne Bewegung in unserem Gehirn in die Wege geleitet wird und die körperliche Struktur am Ende „nur“ das ausführende Organ ist.

Lange Zeit fehlten die Wege, um das Innere noch besser trainieren zu können, doch dank neuer Erkenntnisse aus der Psychologie sowie den Neurowissenschaften tun sich uns immer mehr Möglichkeiten auf, gezielt auf unser Gehirn und somit auch das Unterbewusstsein Einfluss zu nehmen, um Bewegungsmuster zu verbessern und die sportliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Sporthypnose stellt dabei eine Mischung aus klassischer Hypnose und mentalem Training dar.

Die hypnotische Trance bietet sich hierbei besonders an, um den Athleten empfänglicher für die Visualisierung von Bewegungen sowie spezieller Spiel- oder Wettkampfsituationen zu machen und diese in seinem Unterbewusstsein sowie dem inneren Auge trainieren zu können.

Ein „Training im Kopf“ ist somit kein Weg, ohne zusätzliches physisches Training zum Olympiasieger zu werden, jedoch bietet es eine zusätzliche Möglichkeit, Trainingseinheiten ohne weitere körperliche Ermüdung zu absolvieren und auf diesem Wege mehr und mehr Wiederholungen durchzuführen, um Bewegungen zu perfektionieren und ökonomisieren.

Aus diesem Grund werden mit mentalem Training und Arten der Selbsthypnose zwei Vorstufen der Sporthypnose als gängige Methoden im Leistungssport eingesetzt.

In der Sporthypnose geht es darum, diese Vorstufen zu effektivieren und professionalisieren, sodass jeder Mensch lernt, die tatsächlich maximale Leistungsfähigkeit aus sich herauszuholen.

 

 

 

 

Geben und Nehmen in Beziehungen

Gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen beruhen immer auf einem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen.
Sie sind so lange in Kontakt, wie zwischen den Beteiligten das Nehmen und Geben materieller und nichtmaterieller Güter auf einem für beide Seiten befriedigendem Niveau stattfinden.
Achten Sie bei den Beziehungen zu anderen Menschen mehr auf die Qualität als auf die Quantität. Ein großer Bekanntenkreis, mit dem Sie mit vielen Menschen konfrontiert sind, die unerfreuliche Verhaltensmuster an den Tag legen oder zu dem nur oberflächliche Beziehungen unterhalten, ist eine Belastung, eine Quelle von negativem Stress anstatt von Befriedigung.

Für das eigene seelische Gleichgewicht ist ein kleiner Kreis von Freunden besser, in dem die Freundschaften durch häufige Kontakte gepflegt werden. „Geben und Nehmen in Beziehungen“ weiterlesen

Die Laune verändern – sich in Stimmung bringen

Wie bringen Sie sich in Stimmung?
Stimmungen bestimmen unseren Alltag. Sind wir in guter Stimmung, können wir das Leben genießen und Herausforderungen annehmen. Haben wir dagegen schlechte Laune, erscheint uns alles in Grau und selbst Kleinigkeiten können zu unüberwindbaren Hindernissen werden.
Stimmungen bilden die Hintergrundmusik unseres Lebens und nach Tonlage können zusätzliche starke Gefühle das seelische Gleichgewicht und Wohlbefinden gefährden.
Eine relativ junge Forschungsrichtung der Psychologie beschäftigt sich unter anderem mit der Frage: Inwieweit lassen sich Stimmungen und Launen vom Individuum beeinflussen?
Befunde dieser Forschung belegen, dass Stimmungen mehr von körperlichen Zuständen als von äußeren Ereignissen abhängig sind.
Demnach entscheidet Ihre persönliche körperliche Verfassung darüber, ob eine Kleinigkeit Sie in eine schlechte Laune versetzen kann: Wie lange und wie gut haben Sie geschlafen? Wann haben Sie das letzte Mal gegessen? Stehen Sie unter Druck? Wann haben Sie sich das letzte Mal bewegt?
Stimmungen entstehen aus dem komplexen Zusammenspiel äußerer Ereignisse und Einflüsse und der persönlichen Interpretation dieser Vorgänge.
Stimmungen sich als Kombination und Wechselwirkung zweier elementarer physiologischer Körperzustände beschreiben lassen können: Energie/Energiemangel und Spannung/Entspannung.

Entspannt – energetisch
Sie sind körperlich ausgeruht und Sie fühlen sich energiegeladen. Dies ist der Zustand, in dem Höchstleistungen möglich sind, denn Sie fühlen sich entspannt und sind gleichzeitig hochkonzentriert. Nichts kann Sie aus der Ruhe bringen. Spitzensportler streben diesen Zustand ebenso an, wie jeder, der Bestleistung auf den Punkt genau bringen will.

Entspannt – müde
Sie haben alles erledigt und ihr Arbeitspensum geschafft. Sie sind zwar müde, aber dennoch entspannt und ruhig. Solange niemand von Ihnen zu viel verlangt, ist dies ein angenehmer, relaxter Zustand.

Angespannt –energetisch
Sie fühlen sich körperlich fit, sind aber angespannt.
Die Anspannung resultiert aus Leistungs- und/oder Termindruck, Angst und/oder Konflikten und führt zu
• Muskelverkrampfungen (gerne im Schulter- und Nackenbereich),
• Beschleunigung des Herzschlags sowie
• Konzentrationsmangel.
Dieser angespannt-energetische Lebensstil entspricht dem heutigen Lebens- und Arbeitsstil. Mit ihm haben Sie einen verplanten Alltag voller Anforderungen und Termine und bewältigen diesen auch gut. Ihre Stimmung kann jedoch jederzeit kippen, wenn Ihre Energie nachlässt und Ihre Anspannung zunimmt. Sie werden dann gereizt, nervös und unruhig und können dann leicht in den folgenden Zustand abrutschen:

Angespannt – müde
Sind Ihre Energiereserven aufgebraucht und die Anspannung hält an, dann kann dies zu den ungünstigsten aller Stimmungen führen:
Sie fühlen sich nervös, erschöpft, deprimiert, ängstlich und/oder gereizt. Ihre Gedanken beginnen um die eigenen Schwächen zu kreisen, Sie fühlen sich unzulänglich und überfordert. Sie sind müde oder vielleicht sogar erschöpft, können nicht entspannen und einschlafen, weil Sie in dieser Verfassung zum Grübeln neigen. Wenn dieser Zustand anhält, mündet er nicht selten in einer Depression: Die Gegenwart erleben Sie als unerträglich und die Zukunft schwarz.

Deshalb: Genießen Sie den Herbst und gehen laufen (spazieren). Bewegen Sie sich und geben sich damit ‚echte‘ Energie und Lebensfreude.

Ich schicke Ihnen ein Lächeln
Dr. Birgit Zottmann

Die Teilpersönlichkeiten

Unsere Motivation, ein Ziel zu erreichen, Einstellungen und uns damit zu verändern, wird von unseren Selbstgesprächen – unseren Gedanken – entscheidend beeinflusst, den inneren Gesprächen mit sogenannten Teilpersönlichkeiten. Diese haben die Kraft, Ihre Motivation zu untergraben und Sie zu demoralisieren. Damit dies auf keinen Fall geschieht, möchte ich Ihnen einige wichtige Persönlichkeiten vorstellen.

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Stellen Sie sich vor, dass Sie aus vielen Teilpersönlichkeiten bestehen (das hat nichts mit Krankheiten wie Schizophrenie oder multiplen Persönlichkeiten zu tun).

Je nach Situation sind oft andere Teilpersönlichkeiten im Vordergrund. Im Büro sind es vielleicht der „Herrscher“ und der „Analytiker“, die im Vordergrund stehen. Auf dem Spielplatz mit den Kindern sind der „kreative“ und „liebevolle“ Teil im Vordergrund.

Es gibt drei Teile, die jeder Mensch in unserem Kulturkreis hat und mit Ihren Gewichtsproblemen nehme ich an, dass diese bei Ihnen gut ausgeprägt sind.

Es sind der Perfektionist, der Antreiber und der Kritiker. „Die Teilpersönlichkeiten“ weiterlesen