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Hypnose für Profi- und Freizeitsportler

 Sporthypnose

Philipp Niemeyer

Sport und Bewegung stellen einen großen Teil des Lebens vieler Menschen dar und im Allgemeinen ist Bewegung für ein gesundes und sprichwörtlich bewegtes Leben essentiell. In unserer Gesellschaft, die sich in den letzten Jahren mehr und mehr dem Fitnesssport und somit auch dem Körperkult verschrieben hat, spielt vor allem das körperlich Äußere eine wichtige Rolle. Viel zu sehr vergessen wir dadurch jedoch, dass jede einzelne Bewegung in unserem Gehirn in die Wege geleitet wird und die körperliche Struktur am Ende „nur“ das ausführende Organ ist.

Lange Zeit fehlten die Wege, um das Innere noch besser trainieren zu können, doch dank neuer Erkenntnisse aus der Psychologie sowie den Neurowissenschaften tun sich uns immer mehr Möglichkeiten auf, gezielt auf unser Gehirn und somit auch das Unterbewusstsein Einfluss zu nehmen, um Bewegungsmuster zu verbessern und die sportliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Sporthypnose stellt dabei eine Mischung aus klassischer Hypnose und mentalem Training dar. Die hypnotische Trance bietet sich hierbei besonders an, um den Athleten empfänglicher für die Visualisierung von Bewegungen sowie spezieller Spiel- oder Wettkampfsituationen zu machen und diese in seinem Unterbewusstsein sowie dem inneren Auge trainieren zu können. Ein „Training im Kopf“ ist somit kein Weg, ohne zusätzliches physisches Training zum Olympiasieger zu werden, jedoch bietet es eine zusätzliche Möglichkeit, Trainingseinheiten ohne weitere körperliche Ermüdung zu absolvieren und auf diesem Wege mehr und mehr Wiederholungen durchzuführen, um Bewegungen zu perfektionieren und ökonomisieren. Aus diesem Grund werden mit mentalem Training und Arten der Selbsthypnose zwei Vorstufen der Sporthypnose als gängige Methoden im Leistungssport eingesetzt. In der Sporthypnose geht es darum, diese Vorstufen zu effektivieren und professionalisieren, sodass jeder Mensch lernt, die tatsächlich maximale Leistungsfähigkeit aus sich herauszuholen.

 

 

 

Freunde

Freunde fürs Leben?!

 

Gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen beruhen immer auf einem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen.
Sie sind so lange in Kontakt, wie zwischen den Beteiligten das Nehmen und Geben materieller und nichtmaterieller Güter auf einem für beide Seiten befriedigendem Niveau stattfinden.
Achten Sie bei den Beziehungen zu anderen Menschen mehr auf die Qualität als auf die Quantität. Ein großer Bekanntenkreis, mit dem Sie mit vielen Menschen konfrontiert sind, die unerfreuliche Verhaltensmuster an den Tag legen oder zu dem nur oberflächliche Beziehungen unterhalten, ist eine Belastung, eine Quelle von negativem Stress anstatt von Befriedigung.
Für das eigene seelische Gleichgewicht ist ein kleiner Kreis von Freunden besser, in dem die Freundschaften durch häufige Kontakte gepflegt werden.
Reibungen, Konflikte und Auseinandersetzungen sind auch in solchen Be-ziehungen unvermeidlich. Sie gehören zum Leben. Befriedigend sind diese Beziehungen doch deshalb, weil jeder der Beteiligten etwas gibt, was für den anderen wertvoll ist, aber auch etwas erhält, was für ihn von Bedeutung ist.
Welche Formen des Austauschs eine gute Freundschaft begründen und aufrechterhalten, variiert erheblich von Person zu Person. Wenn Sie sich darüber klar werden wollen, ob die Beziehung zu Ihren Freunden Sie be-friedigt, fragen Sie sich, was eine wahre Freundschaft für Sie ausmacht. Haben Sie die Kriterien ermittelt untersuchen Sie, ob Ihre Freundschaften diesen Ansprüchen genügen.

Stellen Sie fest, ob und in welchem Ausmaß Sie Ihre Freunde unterstützen und was Sie von Ihnen erhalten. Erhalten Sie von ihnen Wertschätzung und Unterstützung in einem ausreichenden Maß? Fördert der Umgang mit ihnen Ihr Wohlbefinden? Können Sie etwas von ihnen lernen? Ermutigen sie Sie und geben Ihnen Kraft? Ist die Bilanz in Ihrem Sinne positiv, ist es für Sie wichtig, diese Beziehung angemessen zu pflegen.

Entstehung von Ärger und Wut

Wir alle kennen die Gefühle von Ärger und Wut. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich nicht irgendwann in seinem Leben über etwas geärgert hat oder in Wut geraten ist. Es handelt sich um Gefühle, die so alltäglich und universell verbreitet sind wie Liebe und Angst.

Da sie im Repertoire des Fühlens und Handelns eine wichtige Stellung einnehmen, müssen sie wesentliche Funktionen besitzen. Allerdings wird immer wieder ihr negativer Charakter hervorgehoben und die Forderung gestellt sie abzubauen und nach Möglichkeit zu vermeiden.

Um die Funktion der Wut und Ärgers besser zu verstehen werden wir deshalb zunächst der Frage nachgehen, wodurch Wut und Ärger entstehen.
Ursachen von Ärger und Wut
Es gibt unzählige Ereignisse, die uns ärgern und in Wut versetzen. Angesichts dieser unübersehbaren Mannigfaltigkeit von Anlässen scheint es kaum möglich zu sein, ein klares Muster typischer Ursachen und Funktionen herauszuarbeiten.
Wenn wir jedoch die vielfältigen Beispiele genauer betrachten, wird deutlich, dass diese Emotionen ganz spezifische Funktionen besitzen und einer bestimmten Logik folgen.
Wir wollen einige Beispiele untersuchen:
Stellen Sie sich vor, ihre Nachbarn frönen einem feuchten Lebensstil und feiern Partys, auf denen es hoch hergeht und die Musik eine Lautstärke besitzt, die Sie ärgert und wütend macht.

Wir haben es hier mit einem Fall zu tun, wo bestimmte Außenreize als Störfaktoren wahrgenommen werden und Ärger und Wut verursachen.
Anlässe dafür sind auch Situationen, in denen wir Schäden erleiden, übervorteilt werden oder Geld verlieren.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu Ihrem Auto, das Sie auf dem Parkplatz abgestellt haben und müssen zu Ihrem Schrecken erkennen, dass es von Raudis demoliert wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie darüber in Wut geraten.

Mit Ärger reagieren wir auch, wenn wir etwas zu einem hohen Preis gekauft haben, dessen Qualität minderwertig ist. Wir ärgern uns, wenn wir in einem teuren Restaurant schlecht bedient werden, und die Qualität des Essens zu wünschen übrig lässt. Ärger und Wut treten auch auf, wenn unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt wurde.
Angenommen, eine Frau erzählt auf einer Party ihren Freundinnen, wie ihr Mann anlässlich eines Abendessens bei seinem Chef sich blamierte und er einige unpassende Bemerkungen machte, die ein allgemeines Befremden hervorriefen.
Er ärgert sich darüber maßlos und macht ihr darüber heftige Vorwürfe, weil er sich bloßgestellt und erniedrigt fühlt. Später gerät sie in Wut, als er mit einer attraktiven Dame ausgiebig flirtet.

Häufig ärgern wir uns auch dann, wenn wir bestimmte Ziele nicht erreichen und ehrgeizige Vorhaben scheitern. In manchen Fällen ärgern wir uns auch über Dinge, die uns gar nicht persönlich betreffen.
So kann es geschehen, dass wir anlässlich eines festlichen Ereignisses uns über einen Jugendlichen ärgern, der statt der erwünschten Festkleidung in einer lässigen und schmuddeligen Aufmachung erscheint.

Einen Anlass zum Ärger bietet auch ein Verstoß gegen soziale Spielregeln. Viele Menschen reagieren empört, wenn andere gegen Anstandsregeln verstoßen, Prinzipien der Höflichkeit missachten. Auch die Missachtung jeglicher Prinzipien und Verhaltensweisen, welche die Grundgesetze der Gerechtigkeit und Fairness verletzen, erregen Ärger und Wut.

Viele Menschen reagieren so, wenn Sie beobachten, wie sich manche Personen auf Kosten anderer unberechtigte Vorteile verschaffen und wenn sie ihre Mitmenschen unterdrücken und ausbeuten, um sich zu bereichern, um eine Machtstellung zu sichern.

Zusammengefasst entstehen Ärger und Wut:
• Wenn wir uns in irgendeiner Hinsicht beeinträchtigt fühlen. Wir verfolgen ein Ziel, ein Hindernis stellt sich uns in den Weg und wir geraten in Wut.
• Wenn wir erleben, dass uns etwas entzogen oder vorenthalten wurde, was wir lieben und schätzen. Die Bedrohung bzw. Beschädigung unseres Besitzes lässt uns ärgerlich und wütend werden.
• Wenn andere unsere körperliche und seelische Integrität durch physische und verbale Angriffe gefährden. Dies ist vor allem der Fall, wenn wir überzeugt sind, dass sie uns absichtlich Schaden wollten.
• Wenn wir die Erfahrung machen ausgenutzt oder ausgebeutet, ungerecht behandelt zu werden.
• Wenn anderen ungerechtfertigte Leiden zugefügt werden und man sie demütigt, quält, ausbeutet oder sogar umbringt. Sehr viele Menschen reagieren auch mit Wut, wenn sie in den Medien damit konfrontiert werden.
• Wenn andere nicht soviel Aufmerksamkeit uns schenken, wie wir es gerne hätten reagieren wir verärgert.
• Wenn wir neidig sind und andere mehr von dem bekommen, was sie gerne hätten, wie z.B. materielle Güter, sozialer Status, Intelligenz, Schönheit, attraktive Partner usw. Solche Gefühlsreaktionen sind die Folge von Frustrationen, die entstehen, wenn Dinge und Ereignisse unseren Wünschen, Interessen und Überzeugungen zuwiderlaufen, und wir ihnen eine große Bedeutung zuschreiben. Sind sie für uns von untergeordneter Bedeutung oder völlig bedeutungslos, ärgern wir uns weniger oder überhaupt nicht.

Diese Gefühle aktivieren uns so zu handeln, dass Hindernisse, die uns an der Erreichung unserer Ziele hindern, beseitigt werden. Wir haben es mit Emotionen zu tun, die uns zu Handlungen disponieren, Störungen und Hindernisse, die uns beeinträchtigen zu beseitigen, oder ihr Auftreten zu verhindern.

Ärger und Wut besitzen durchaus nützliche Funktionen, die es uns erlauben, angesichts der Widrigkeiten des Lebens uns zu behaupten und unsere Interessen zu verwirklichen.

Aufrechterhaltung sozialer Spielregeln mit Ärger und Wut
Oft ärgert uns etwas, was uns nicht persönlich betrifft.
Wenn sich jemand über die schlampige Kleidung und die ungehobelten Manieren eines Gastes bei einer festlichen Veranstaltung aufregt, scheint er nicht persönlich betroffen zu sein, weil er nicht an der Verfolgung seiner Ziele und die Durchführung seiner Handlungspläne gehindert wird. Er ärgert sich, weil Regeln und Normen verletzt wurden, die als er als verbindlich betrachtet, mit denen er sich identifiziert.

Der Ärger über die Verletzung sozialer Spielregeln veranlasst die Menschen zu Aktivitäten, auf den Schuldigen Druck auszuüben, um ihn zu veranlassen, sie zukünftig zu respektieren. Da keine Gesellschaft ohne Regeln existieren kann, die von ihren Mitgliedern zumindest in den meisten Fällen befolgt werden, dient der Ärger über den Regelverstoß ihrer Aufrechterhaltung. Die Missbilligung und die damit verbundenen Handlungen haben die Funktion, abweichende Handlungen zu korrigieren und das soziale Regelsystem aufrechtzuerhalten.

Ärger und Wut als Stressfaktor
Ärger und Wut sind also Emotionen, die im Leben eines Individuums und der Gesellschaft wichtig und bedeutungsvoll sind. Allerdings dürfen wir dabei ihre negativen Auswirkungen nicht übersehen. Sie veranlassen uns auf eine unangemessene Weise zu handeln, die uns und andere in Schwierigkeiten bringen. Relativ unproblematisch sind diese Gefühle, wenn sie nur für kurze Zeit präsent sind und zu einem angemessenen zielführenden Handeln führen.

Problematisch wird es, wenn sie sich in die Seele des Menschen einnisten und sie beherrschen. Das seelische Gleichgewicht ist gestört, wenn wir ständig unter dem Druck von Ärger und Wut stehen und wenn wir uns Grübeleien über Situationen hingeben, die diese Gefühle immer wieder auslösen, und diese Gedankenmuster nicht zu einem Handeln führt, welches die Probleme beseitigt.

Außerdem stellt dies eine Form von Stress dar, der auch die körperlichen Funktionen beeinträchtigt und die Gesundheit untergräbt. Um den Stress abzubauen, ist es wichtig Ärger und Wut zu kontrollieren und soweit als möglich auch abzubauen. Bevor wir Strategien zur Bewältigung dieser Emotionen entwickeln können, müssen wir uns mit einigen Faktoren beschäftigen, die diesen Gefühlsfaktoren zugrunde liegen.

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Dr. Birgit Zottmann
http://www.institut-drzottmann.de
birgit@drzottmann.de

Die menschlichen Grundbedürnisse

Menschliche Grundbedürfnisse
Es haben sich schon viele Philosophen und Psychologen mit den menschlichen Grundbedürfnissen auseinandergesetzt, u. a. der Psychologe Abraham Maslow, der die Theorie der Bedürfnispyramide entwickelt hat. In diesem Beispiel benutze ich ein Modell menschlicher Grundbedürfnisse der Familientherapeutin Cloé Madanes und des Persönlichkeitstrainers Anthony Robbins.
Es eignet sich zum einen hervorragend dafür, die eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen, zum anderen können Sie sich damit auch Verhaltensweisen anderer Menschen besser erklären.
Jeder Mensch hat die folgenden 6 Bedürfnisse, jedoch ist die Ausprägung sehr verschieden. Auch hat jeder seine eigene Art und Weise, die Bedürfnisse zu befriedigen, die ihm am wichtigsten sind.

1. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
Menschen brauchen ausreichende Versorgung mit dem Überlebensnotwendigen (Nahrung, Kleidung, Unterkunft), aber auch das Gefühl, sich sicher zu fühlen, und das nicht nur vor körperlichen Übergriffen.
Für einige Menschen bedeutet Sicherheit, eine sichere Umgebung zu haben und/oder Beständigkeit in der Beziehung. Sie können aber auch Sicherheit durch Gewohnheiten erlangen. Essen zum Beispiel kann das Gefühl von Gemütlichkeit und Sicherheit geben.
Selbst durch einen bestimmten Glauben können wir dieses Bedürfnis befriedigen. Die Religion nimmt hierbei einen wichtigen Platz ein. Aber auch im persönlichen Bereich haben wir Glaubenssätze oder Grundüberzeugungen, die dem Leben Sicherheit geben. Etwas ist so, weil wir es glauben. Dies kann sehr positive Auswirkungen haben, wenn wir zum Beispiel glauben, dass es für unser Problem eine Lösung gibt. Es kann aber auch sehr schwierig werden für Menschen, die glauben „nicht gut genug zu sein“.
Was notwendig ist, um sich sicher zu fühlen, ist für jedes Individuum verschieden. Dem einen reicht es zu wissen, wann er das nächste Mal etwas zu essen bekommt, der andere erlangt nur das Gefühl der Sicherheit, wenn er eine Million Guthaben auf der Bank hat.
Schlüsselwörter sind: Komfort, Sicherheit, Stabilität, Bodenhaftung, Kontrolle haben, Vorhersagbarkeit und Schutz
Ein Paradox: Wenn ein Mensch sich völlig sicher fühlt, alles vorhersehbar ist, das heißt, dieses Bedürfnis vollkommen befriedigt ist, wird es sehr schnell langweilig. Und während wir uns alle Sicherheit wünschen, brauchen wir gleichzeitig Abwechslung und Herausforderungen.

2. Das Bedürfnis nach Abwechslung und Herausforderung
Menschen suchen nach neuen Reizen und Erfahrungen. Unser Körper, unser Gehirn und unsere Gefühlswelt benötigen Herausforderungen, Anstrengung, Spannung, Abwechslung und Überraschung, denn alles, was nicht genutzt und gefordert wird, stirbt. Die Auseinandersetzung damit bringt eine gefühlte „Tiefe“ ins Leben.
Auch wenn Sie ihr Lieblingsessen jeden Tag bekommen könnten, würden sie irgendwann etwas anderes essen wollen. Manche Menschen befriedigen ihr Bedürfnis nach Vielfalt und Abwechslung, indem Sie einen Film anschauen, andere fahren Rennen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad oder besteigen Berge.
Und nicht zu vergessen: Eine große Quelle für Abwechslung und Vielfalt sind Probleme. Wenn Dinge anders laufen als geplant, wenn Erwartungen enttäuscht werden und Dinge in eine andere Richtung laufen, bedeutet dies auch Unsicherheit und Vielfalt.
Wie erleben Sie Vielfalt und Abwechslung?
Schlüsselwörter sind: Unsicherheit, Vielfalt, Angst Instabilität, Chaos, Wechsel, Stärke, Verlangen, Spannung, Anstrengung, Überraschung, Problem und Krise, Veränderung, Unterhaltung, Spannung, Aufregung und Erregung

3. Das Bedürfnis nach Liebe und Beziehung
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Austausch mit anderen Menschen fördert nicht nur sein körperlich-seelisches Wachstum, sondern auch sein Überleben.
Liebe ist ein Überlebensinstinkt.
Die Herausforderungen, die dieses Bedürfnis mit sich bringen, liegen in unserem Glaubenssystem, das uns sagt, wie wir das Gefühl von Liebe bekommen, wie es sich anfühlt, wie wir Liebe erfahren und die Fähigkeit, Liebe zu geben und zu empfangen.
• Erfahren Sie Liebe in Ihrem Leben?
• Wann in Ihrem Leben haben Sie sich geliebt gefühlt?
Schlüsselwörter sind: Liebe und Verbundenheit, Zusammensein, Leidenschaft und Einheit

4. Das Bedürfnis nach Sinn und Bedeutung
Was ist das Leben ohne Sinn? Der Mensch sucht nach dem Sinn des Lebens – egal, ob er einer allumfassenden, allgemeingültigen Wahrheit entspricht oder nicht. Die Sinnsuche ist eng mit der menschlichen Existenz verbunden (siehe hierzu Viktor Frankl).
Jeder Mensch braucht das Gefühl, wichtig, erwünscht und gewünscht zu sein. Wenn Sie Geschwister haben, dann haben Sie im Wettbewerb Ihre Nische gesucht und gefunden. Vielleicht waren Sie der/die Erfolgreiche, der/die Leise, der/die Aufmüpfige, der/die Kreative …
Dieses Bedürfnis, speziell und wichtig zu sein, ist immer da und möchte auch befriedigt werden. Sie können dieses Gefühl befriedigen, indem Sie zum Beispiel etwas erreichen, was Sie sich vorgenommen haben.
Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind oft auch die Vergleiche mit anderen, indem wir Hierarchien aufbauen. Wir wollen mehr sein, mehr haben als der/die andere und damit wichtiger sein.
In einem mehr positiven Sinne führt dieses Bedürfnis dazu, dass Sie Ihren Standard anheben, sich anstrengen.
Oft führt die Fokussierung auf die Befriedigung dieses Bedürfnisses zu Schwierigkeiten. Wenn wir zum Beispiel meinen, dass nur dieser eine Mensch unserem Leben Sinn geben kann, werden wir kaum fertig damit, wenn dieser Mensch sich von uns trennt. Aber auch Mitglieder einer Gang finden in der Gruppe die Verbundenheit mit anderen, die ihrem Leben Bedeutung geben. Es ist dann leider unerheblich, wenn diese Verbundenheit einen kriminellen Inhalt hat.
Ihr Bedürfnis nach Bedeutung befriedigen letztendlich auch Amokläufer. Mit ihren Taten gehen sie sogar in die Geschichte ein und Jahrestage sind mit ihrem Namen verbunden.
Schlüsselwörter sind: Stolz, Wichtigkeit, Leistung, Standard, Disziplin, Wettbewerb und alle Wörter, die mit Zurückweisung oder mit „nicht gut genug“ anfangen

Die folgenden zwei Bedürfnisse sind wichtig, wenn Menschen sich als „ganz“, „ausgefüllt“ oder „erfüllt“, „in ihrer Mitte erlebend“ fühlen wollen.

5. Das Bedürfnis nach Wachstum
Wachstum ist nicht nur ein menschliches Phänomen. Es ist in der Entstehung des Universums genauso sichtbar wie in der menschlichen Evolution. Säuglinge entdecken ihre neue Umgebung, kleine Kinder lernen laufen und sprechen, Erwachsene erwerben neue wichtige Verhaltensweisen.
Ein Muskel, der nicht benutzt wird, wird kraftlos und verkümmert. Das Gehirn kann neuronale Verbindungen bis ins sehr hohe Alter formen. Voraussetzung hierfür ist das Lernen, und zwar immer neuer Dinge und Verhaltensweisen; den Mut zu haben, immer wieder seine eigene Komfortzone zu verlassen.
Alles, was nicht wächst, stirbt!

6. Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

Vielleicht ist sich der Mensch nicht unmittelbar bewusst, dass er Teil eines Ganzen ist. Jedoch entstehen Freude und ein innerer Friede nicht nur beim Nehmen, sondern auch beim Geben.
Dieses Phänomen ist gut zu beobachten, wenn ein Mensch einem anderen in einer Notsituation Hilfe anbietet oder wenn eine Gruppe von Menschen etwas Neues entwickelt, dass die Lebensqualität anderer erhöht.
Etwas zu geben macht Menschen glücklich und zufrieden.

Die Befriedigung dieser 6 Grundbedürfnisse entscheidet, ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen.

Die Grundbedürfnisse wurden von Anthony Robbins u.a. entwickelt und dient als Grundlage für das “Strategische Coaching”.

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Meditation

Die Meditation erfreut sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Überall werden Kurse angeboten, in denen sie gelehrt wird, gibt es Gruppen, die sie praktizieren. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen, sind Sie mit einer Vielzahl von Methoden und unterschiedlichen Erklärungen, was Meditation ist, konfrontiert. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die unterschiedlichen Techniken bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.
Was ist Meditation?
Ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die mit ihrer Hilfe angestrebt werden. Auch hier gibt es ungeachtet aller Differenzen wichtige Übereinstimmungen. Sie werden entdecken, dass die meditativen Praktiken der unterschiedlichsten Traditionen immer wieder vergleichbare Zielsetzungen haben.
Wir wollen uns nun mit einigen zentralen Aspekten dieser Methode beschäftigen.
Grundlagen der Meditation
Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt. Es kann sich dabei um den Atem oder irgendeinen Gegenstand handeln. Wir werden darauf noch näher eingehen, wenn wir uns mit einzelnen Meditationstechniken beschäftigen.
Diese Konzentration stellt eine gerichtete Aufmerksamkeit dar, welche die Entwicklung innerer Sammlung fördert. Diese Art der Achtsamkeit ist kein Denken, das über ein Objekt reflektiert. Sie registriert lediglich das was ist, ohne zu beurteilen oder zu bewerten.

Wenn es Ihnen gelingt, die Aufmerksamkeit gerichtet zu halten und die Sammlung zu vertiefen, entspannt sich der Körper und Ihr Geist gelangt zur Ruhe.

Es tauchen jene Erscheinungen auf, welche die körperliche Entspannung charakterisieren. Die Muskeln entspannen sich, der Atem und der Herzschlag werden ruhiger und gleichmäßiger. Die Gedanken treten in den Hintergrund und werden immer weniger. Eine tiefe Ruhe entwickelt sich, die immer intensiver wird. Störende Gedanken und Emotionen lösen sich auf, während der innere Frieden immer stärker wird. In diesem Zustand der Ruhe und des Friedens können sich neue Erkenntnisse entwickeln. Ist der Geist still geworden, nicht gestört durch den unaufhörlichen Strom der Gedanken, gewinnt er Einsichten über sein Wesen.
Der Meditierende erkennt, wer er ist, und aus was sein wahres Selbst besteht. Er erfährt das Zentrum seines Wesens, den Mittelpunkt seiner Existenz.

Es handelt sich dabei nicht um eine theoretische Einsicht, wie sie die Wissenschaft charakterisiert, sondern um eine unmittelbare intuitive Erkenntnis in das eigene Wesen, eine innere Erfahrung, die nicht dem begrifflichen Denken entspricht.

Die meditativen Traditionen gehen aber noch weiter. Mit der vertiefenden Einsicht gelangt der Meditierende zur Erfahrung des Göttlichen. Wir betreten den Bereich des Religiösen, mit dem die Meditationspraxis immer verbunden war und ist.
Wenn Sie sich mit der Zielsetzung der Meditation beschäftigen, werden Sie erkennen, dass sie meist als ein Weg angesehen wurde, der über die Grenzen des eigenen Ichs hinausführt.
Positive Auswirkungen der Meditation
Abgesehen von dem religiösen Ziel, Erleuchtung zu erlangen, das eigene wahre Selbst, das Göttliche zu erfahren, hat die Meditation außerordentlich positive Auswirkungen auf das Leben.
Um das zu verstehen, wollen wir einen Blick auf die Aktivitäten des menschlichen Geistes werfen, die für die meisten Menschen charakteristisch sind. Sie brauchen nur die Vorgänge in Ihrem Bewusstsein zu beobachten, um die typischen Muster zu erkennen, die uns immer wieder in Schwierigkeiten bringen.
Sie sind uns bewusst gewesen, aber unser Bewusstsein ist in vieler Hinsicht getrübt und funktioniert oft nicht zufrieden stellend, so dass wir immer wieder mit Problemen konfrontiert werden.
Die meisten Menschen haben große Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Ihre Aufmerksamkeit bewegt sich von einem Gegenstand zum anderen, wird einmal von diesem dann von jenem Eindruck gefangen genommen. Unser Bewusstsein ist erfüllt von einem Strom wechselnder Eindrücke und Gedanken. Dies hat zur Folge, dass wir mit unseren Erfahrungen nur oberflächlich in Kontakt stehen. Kaum haben wir etwas wahrgenommen, gleitet unser Geist ab und wir denken an etwas anderes.
Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen blühenden Baum. Vielleicht sind Sie von seiner Schönheit überwältigt. Meist ist eine solche Reaktion nur von kurzer Dauer. Sehr schnell tauchen Gedanken und Vorstellungen auf, die die Wahrnehmung überlagern. – Vielleicht erinnern Sie sich an einen Baum, von dem Sie in Ihrer Kindheit heruntergefallen sind, wofür Sie von Ihren Eltern bestraft wurden. – Jetzt richtet sich Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Eltern und Ihre Beziehung zu ihnen. – Möglicherweise denken Sie daran, wie ungerecht Ihr autoritärer Vater Sie oft behandelt hat. Deutlich spüren Sie, wie Ärger und Verbitterung in Ihnen aufsteigen. – Jetzt tauchen Gedanken an Ihren Chef auf, dessen arrogantes und überhebliches Verhalten Ihnen auf die Nerven geht. Voller Wut denken Sie daran, dass er Sie im Beisein von Kollegen völlig ungerechtfertigt kritisiert hat. – Plötzlich fällt Ihnen ein, eine wichtige Arbeit abzuschließen. Eine Fülle von Angst überschwemmt Sie, wenn Sie daran denken, wie Ihr Chef darauf reagieren wird.

Die Sprunghaftigkeit unseres Geistes, seine Tendenz, sich im Strom seiner Gedanken und Vorstellungen zu verlieren hindert Sie daran, in der Gegenwart zu sein und die Schönheit des Baumes zu genießen. Ununterbrochen schieben sich Erinnerungen, Gedanken und Gefühle von gegenwärtigen Wahrnehmungen dazwischen und beeinträchtigen unseren Kontakt zu ihnen.
Das verhindert, dass wir unsere Erfahrungen voll und ganz genießen. Wir versinken in Gedanken und Erinnerungen, die mit belastenden Gefühlen und mit Leidensdruck verbunden sind.
Der konfuse, halbbewusste Zustand unseres Geistes hat noch ernstere Auswirkungen als die Einschränkung unserer Genussfähigkeit. Er beeinträchtigt die Beziehung zu anderen Menschen und führt häufig zu überflüssigen Konflikten.
Stellen Sie sich vor, Renate tritt eine neue Stelle an. Sie muss ihr Büro mit einer Kollegin teilen, die ihr sofort unsympathisch ist. Sie merkt nicht, dass ihre Abneigung nicht nur durch das konkrete Verhalten ihrer Kollegin bedingt ist. Diese verhält sich vollkommen korrekt und versucht, in jeder Hinsicht zu helfen, damit sie sich in ihrer neuen Stelle einarbeiten kann. Renate erkennt nicht, dass ihre Antipathie durch die Sprechweise ihrer Kollegin provoziert wurde, die sie an ihre Schwester erinnert, mit der sie während ihrer Kindheit ständig im Konflikt gelegen war.

Ihre Gefühlsreaktion gilt streng genommen gar nicht der Frau an ihrem Arbeitsplatz, sondern der Bezugsperson ihrer Kindheit. Da sie infolge ihres eingeschränkten Bewusstseins Zusammenhänge nicht zu erkennen vermag, behandelt sie ihre Kollegin wie ihre Schwester. Sie reagiert mit Aggressionen, die zu Konflikten führen, die sie selbst schwer belasten.

Häufig geraten wir in Schwierigkeiten, weil wir das Verhalten unserer Mitmenschen missdeuten und falsch darauf reagieren.

So interpretieren wir beispielsweise eine freundliche Geste als feindseligen Akt und reagieren mit Abwehr, was zu mannigfaltigen Schwierigkeiten führt. Manchmal übersehen wir auch Anzeichen, dass andere Menschen uns betrügen und ausnutzen wollen, weil wir die Signale nicht genügend beachten.

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Dr. Birgit Zottmann
www. Institut-drzottmann.de
Birgit@drzottmann.com

Denken und Fühlen

Wenn Sie Ihre Gefühle betrachten, haben Sie wahrscheinlich sehr oft den Eindruck, dass diese direkt durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
Stellen Sie sich vor, Renate hat sich ein neues Kleid gekauft und präsentiert es stolz ihrer besten Freundin Anne. Diese betrachtet es kritisch und macht einige abfällige Bemerkungen über Schnitt, Farbe und Passform. Dies kränkt Renate.
Bewundert dagegen ihr Freund Bernd das Kleid und sagt ihr, wie elegant es ist und wie gut es ihr steht, empfindet sie Freude. Auf die Frage, warum sie sich im ersten Fall geärgert und im zweiten Fall gefreut hat, wird sie auf die Äußerungen ihrer Freundin bzw. Freundes verweisen. Sie ist der Überzeugung, dass die kritischen Bemerkungen unmittelbar Ärger, das Kompliment dagegen sofort Freude verursacht.

Im Alltagsleben haben die Menschen die Tendenz, Gefühle als Wirkung bestimmter Erfahrungen anzusehen. So scheinen eine drohende Gefahr unmittelbar Angst, eine Beleidigung Wut und eine Kritik Niedergeschlagenheit auszulösen. Aussagen wie „du ärgerst mich“ oder „das macht mich glücklich“ sind Beispiele dafür.

Die Annahme, dass Personen, ihr Verhalten, Dinge und Ereignisse unmittelbar für die Gefühle eines Menschen verantwortlich sind, ist jedoch falsch.

Die Zusammenhänge sind wesentlich komplizierter. Wir wollen uns jetzt einem Modell zuwenden, das dies verdeutlicht.

Das A-B-C Modell
Der Psychologe Albert Ellis hat ein Modell entwickelt, um die Beziehungen zwischen Erfahrungen und Gefühlen darzustellen, das eine große Bedeutung für die Praxis hat und uns Hinweise darauf gibt, wie wir negative Emotionen verändern können.

Ereignisse lösen keine Gefühle aus

Das Modell umfasst insgesamt drei Stufen. Zunächst schauen wir uns zwei davon an:
A stellt das aktivierende Ereignis, dar welches das Gefühl zur Folge hat wie z.B. die kritischen Äußerungen der Freundin bzw. das Kompliment des Freundes.
C bedeutet die Konsequenz, die sich aus dem aktivierenden Ereignis ergibt.

In unserem Beispiel sind es die Gefühle der Wut oder der Freude. Dazu kommen bestimmte körperliche Empfindungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht empfindet Renate angesichts der Kritik einen Druck im Magen und lässt Anne stehen, während sie möglicherweise angesichts des Kompliments mit Herzklopfen reagiert, Bernd anlächelt und umarmt.

Allerdings ist C nicht die unmittelbare Wirkung von A.

Interpretation des Ereignisses
Zwischen A und C gibt es ein Zwischenglied, welches das Verhalten erst auslöst. Es handelt sich um die Gedanken, die Interpretation, die A eine bestimmte Bedeutung verleihen. Erst aufgrund des Vorhandenseins von B reagiert ein Mensch auf eine Erfahrung mit einem Gefühl, besonderen Körperreaktionen und einem Verhalten.
Streng genommen antworten wir überhaupt nicht unmittelbar mit Emotionen und Verhaltensweisen, sondern die Reaktionen erfolgen stets aufgrund unserer Gedanken, welche den Erfahrungen erst eine Bedeutung verleihen.
Renates Wut wird ausgelöst durch Gedanken wie: “Die dumme Ziege hat kein Recht, mein Kleid schlecht zu machen.“ „Es ist eine Gemeinheit, so etwas zu sagen.“ „Sie ist keine wahre Freundin.“ „Sie ist hinterhältig und gemein.“
Ihre Freude wurzelt in völlig anderen Gedanken, wie z.B. „dass Bernd dies sagt, ist nett. Er ist lieb. Er achtet, respektiert und liebt mich.“

Diese unterschiedlichen Gedankenformen lösen verschiedene Gefühle, Körpergefühle und Handlungen aus.

Ereignisse lösen unterschiedliche Gefühle aus
Wir können auf ein und dasselbe Ereignis mit völlig verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen reagieren, wenn wir unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen mit ihnen verbinden.
Ein Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.
Stellen Sie sich vor, Bernd legt Herrn Zille, einem Vorgesetzten, einen Bericht vor. Herr Zille findet zwei Fehler und macht ihm große Vorwürfe.
Wie Bernd gefühlsmäßig darauf reagiert, hängt davon ab, was er darüber denkt. Nehmen wir an er würde denken: „Dieser dumme Hund, wegen dieser kleinen Dinge solch ein Theater zu machen. Er ist ein aufgeblasener inkompetenter Tyrann.“ In diesem Fall sind Ärger und Wut die wahrscheinlichsten Reaktionen. Würde er dagegen denken: “Um Himmelswillen, hat der mich fertig gemacht. Hoffentlich wirft er mich nicht raus. Mit einer Beförderung kann ich jetzt nicht mehr rechnen, “ dann wäre Angst die logische Folge.
Ein Gedanke wie z.B. “die Kritik ist unsachlich, aber verständlich. Der Zille steht unter Druck, ist nervös und unausgeglichen. Ist ja auch ein armer Mann, der viel am Hals hat, der von seinen Vorgesetzten und seiner Familie von morgens bis abends schikaniert wird,“ führt zu Ruhe und Gelassenheit.

Das A-B-C Modell hat folgende allgemeine Form:

A das aktivierende Ereignis
B die Gedanken, Bewertungen, Interpretationen und
Erwartungen, die sich auf A beziehen.
C die Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensweisen, die sich als Konsequenzen aus B ergeben.

Die These, dass unsere Gedanken unsere Gefühle bestimmen, dass wir so fühlen wie wir denken, ist sehr alt.

“Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“ Vor fast 2000 Jahren sagte dies der römische Philosoph Eptiket.

Gefühle, Gedanken und Ereignisse beeinflussen sich gegenseitig
Die Gefühle und das Verhalten haben Auswirkungen auf A und B. Dies können Sie bei dem Aufbau einer Angstspirale beobachten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie unter Prüfungsangst leiden. Nehmen wir an, dass Sie in zwei Tagen eine Prüfung ablegen müssen. Die Prüfung stellt das aktivierende Ereignis A dar. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in der Prüfung kläglich versagen werden. Die Gedanken, die sich mit dem Scheitern befassen, gehören zu B. Diese aktivieren Gefühle wie Unruhe, Angst und dazu passende Körperempfindungen wie z.B. Druck im Kopf, Magenschmerzen, Stiche in der Herzgegend usw.
Vielleicht leiden Sie unter Schlaflosigkeit und mangelndem Appetit, möglicherweise suchen Sie Trost bei Freunden, schlucken Tabletten oder trinken mehr als Ihnen gut tut.
Das Gefühl der Angst wirkt wiederum auf das Denken ein, indem immer neue Gedanken aktiviert werden, die sich mit dem Versagen befassen und es weiter verstärken. Das Denken wird ständig weiter eingeengt und kreist ausschließlich um das Versagen in der Prüfung, was die Angst weiter steigert.
Diese Angstspirale kann unter Umständen in eine Panik hineinführen.

Gefühle wirken sich auf Ereignisse aus
Starke Emotionen können Situationen beeinflussen. Deren Interpretation haben wiederum bestimmte Gefühle zur Folge. Sehen wir uns dies an einem Beispiel an:
Nehmen wir an, Ihre Prüfungsangst wird so unerträglich, dass Sie nicht zur Prüfung gehen. Damit verschwindet das Ereignis, das Sie als drohende Gefahr interpretiert haben und infolgedessen auch die Angst.

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Dr. Birgit Zottmann
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