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Freunde

Freunde fürs Leben?!

 

Gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen beruhen immer auf einem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen.
Sie sind so lange in Kontakt, wie zwischen den Beteiligten das Nehmen und Geben materieller und nichtmaterieller Güter auf einem für beide Seiten befriedigendem Niveau stattfinden.
Achten Sie bei den Beziehungen zu anderen Menschen mehr auf die Qualität als auf die Quantität. Ein großer Bekanntenkreis, mit dem Sie mit vielen Menschen konfrontiert sind, die unerfreuliche Verhaltensmuster an den Tag legen oder zu dem nur oberflächliche Beziehungen unterhalten, ist eine Belastung, eine Quelle von negativem Stress anstatt von Befriedigung.
Für das eigene seelische Gleichgewicht ist ein kleiner Kreis von Freunden besser, in dem die Freundschaften durch häufige Kontakte gepflegt werden.
Reibungen, Konflikte und Auseinandersetzungen sind auch in solchen Be-ziehungen unvermeidlich. Sie gehören zum Leben. Befriedigend sind diese Beziehungen doch deshalb, weil jeder der Beteiligten etwas gibt, was für den anderen wertvoll ist, aber auch etwas erhält, was für ihn von Bedeutung ist.
Welche Formen des Austauschs eine gute Freundschaft begründen und aufrechterhalten, variiert erheblich von Person zu Person. Wenn Sie sich darüber klar werden wollen, ob die Beziehung zu Ihren Freunden Sie be-friedigt, fragen Sie sich, was eine wahre Freundschaft für Sie ausmacht. Haben Sie die Kriterien ermittelt untersuchen Sie, ob Ihre Freundschaften diesen Ansprüchen genügen.

Stellen Sie fest, ob und in welchem Ausmaß Sie Ihre Freunde unterstützen und was Sie von Ihnen erhalten. Erhalten Sie von ihnen Wertschätzung und Unterstützung in einem ausreichenden Maß? Fördert der Umgang mit ihnen Ihr Wohlbefinden? Können Sie etwas von ihnen lernen? Ermutigen sie Sie und geben Ihnen Kraft? Ist die Bilanz in Ihrem Sinne positiv, ist es für Sie wichtig, diese Beziehung angemessen zu pflegen.

10 Myths and Misconceptions about Hypnosis

 

Whether you are learning how to be a hypnotist or thinking about going to a hypnotist/hypnotherapist for help, it is important to have a clear idea of what hypnosis is as well as what it is not.Whether you are learning how to be a hypnotist or thinking about going to a hypnotist/hypnotherapist for help, it is important to have a clear idea of what hypnosis is as well as what it is not. These misconceptions can cause people to resist going into hypnosis. 

  • Hypnotists have special powers 
  • A hypnotist has control over the hypnotic client 
  • You are asleep when in a hypnotic trance 
  • A hypnotist could make you do anything and/or say anything 
  • Hypnosis is truth serum 
  • Only weak-minded people can be hypnotized 
  • During hypnosis, you can be controlled to do things against your will 
  • You will become stuck in hypnosis if something happens 
  • You are not hypnotized if you can hear the hypnotist 
  • You’ve tried hypnosis in the past and it didn’t work

Hypnotherapists have special powers
A hypnotist is a normal person who eats, sleeps, feels happy and sad, and loses their car keys. There is nothing special or magical about them at all. Hypnotists are trained to help guide people into a hypnotic state. Do you know a bad doctor or teacher? Let’s face it; all hypnosis is not the same. It all depends on how it is done and who is doing it. In every profession are people with insufficient training, experience and empathy. A skilled hypnotist/ hypnotherapist who has a good foundation performs the best form of hypnosis. Be carful there are a whole lot of charlatans out there selling you anything in the name of hypnosis.

A hypnotist has control over the hypnotic client
A person can be hypnotized against his/her will. No one can be hypnotized against his/her will. Not only that but a person can come out of a hypnotic state and end a session at any time he/she chooses. Hypnosis sessions are dependent upon a mutual and cooperative relationship between the client and the hypnotist at all times. A hypnotist and his/her client are equals. The hypnotist is simply a trained professional who facilitates the hypnotherapy process but does not control it.

You are asleep when in a hypnotic trance
Hypnosis is a state of altered consciousness, much like any activity in which the person’s concentration is narrowly focused, such as meditation. Clients are aware of sounds, smells, and other sensory stimuli, as well as where they are.

A hypnotist could make you do anything and/or say anything
In hypnosis, awareness is increased. You are aware of everything going on around you and what is being said to you. You can reject any suggestion that is given to you at any time. You will never say or do anything that goes against your moral and ethical principles.

Hypnosis is truth serum
A person could be made to reveal secrets or say embarrassing things in the hypnotic state. You can actually lie in hypnosis! You can also edit and withhold information. You will never divulge any information to the hypnotist that you wouldn’t divulge in a regular waking state. Remember however that lying or withholding information while in hypnosis may reduce the effectiveness of the session.

Only weak-minded people can be hypnotized
To the contrary, the more intelligent and imaginative a person is the easier it is to hypnotize him/her. More than 90 percent of people can be successfully put in hypnosis. The two most important factors associated with a successful hypnosis session are: 1) the talent, training and experience of the hypnotist and 2) the willingness of the client to be hypnotized.

During hypnosis, you can be controlled to do things against your will.

In hypnosis, awareness is increased. You are aware of everything going on around you and what is being said to you. You can reject any suggestion that is given to you at any time. You will never say or do anything that goes against your moral and ethical principles.

You will become stuck in hypnosis if something happens
No one has remained indefinitely in a hypnotic state. A hypnotic trance can be terminated by the hypnotist OR THE CLIENT at will, at any time. Coming out of hypnosis is as simple as opening your eyes.

You are not hypnotized if you can hear the hypnotist
Hypnosis is a state of altered consciousness, much like any activity in which the person’s concentration is narrowly focused, such as meditation. Clients are aware of sounds, smells, and other sensory stimuli, as well as where they are. And of cause they have thoughts and hear the hypnotist.

I’ve tried hypnosis in the past and it didn’t work
The vast majority of clients who are unable to go into hypnosis are unable due to the poor training or techniques of the hypnotherapist. There are NO bad hypnosis clients but there are bad hypnotherapists. So be careful!

If you are looking for hypnosis training
In Germany (Frankfurt)  www.institut-drzottmann.de
In New York www.nychypnosis.us

NGH-Certified-Instructor      ngh-logo

Feel free to contact me birgit@drzottmann.com

 

Entstehung von Ärger und Wut

Wir alle kennen die Gefühle von Ärger und Wut. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich nicht irgendwann in seinem Leben über etwas geärgert hat oder in Wut geraten ist. Es handelt sich um Gefühle, die so alltäglich und universell verbreitet sind wie Liebe und Angst.

Da sie im Repertoire des Fühlens und Handelns eine wichtige Stellung einnehmen, müssen sie wesentliche Funktionen besitzen. Allerdings wird immer wieder ihr negativer Charakter hervorgehoben und die Forderung gestellt sie abzubauen und nach Möglichkeit zu vermeiden.

Um die Funktion der Wut und Ärgers besser zu verstehen werden wir deshalb zunächst der Frage nachgehen, wodurch Wut und Ärger entstehen.
Ursachen von Ärger und Wut
Es gibt unzählige Ereignisse, die uns ärgern und in Wut versetzen. Angesichts dieser unübersehbaren Mannigfaltigkeit von Anlässen scheint es kaum möglich zu sein, ein klares Muster typischer Ursachen und Funktionen herauszuarbeiten.
Wenn wir jedoch die vielfältigen Beispiele genauer betrachten, wird deutlich, dass diese Emotionen ganz spezifische Funktionen besitzen und einer bestimmten Logik folgen.
Wir wollen einige Beispiele untersuchen:
Stellen Sie sich vor, ihre Nachbarn frönen einem feuchten Lebensstil und feiern Partys, auf denen es hoch hergeht und die Musik eine Lautstärke besitzt, die Sie ärgert und wütend macht.

Wir haben es hier mit einem Fall zu tun, wo bestimmte Außenreize als Störfaktoren wahrgenommen werden und Ärger und Wut verursachen.
Anlässe dafür sind auch Situationen, in denen wir Schäden erleiden, übervorteilt werden oder Geld verlieren.
Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu Ihrem Auto, das Sie auf dem Parkplatz abgestellt haben und müssen zu Ihrem Schrecken erkennen, dass es von Raudis demoliert wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie darüber in Wut geraten.

Mit Ärger reagieren wir auch, wenn wir etwas zu einem hohen Preis gekauft haben, dessen Qualität minderwertig ist. Wir ärgern uns, wenn wir in einem teuren Restaurant schlecht bedient werden, und die Qualität des Essens zu wünschen übrig lässt. Ärger und Wut treten auch auf, wenn unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt wurde.
Angenommen, eine Frau erzählt auf einer Party ihren Freundinnen, wie ihr Mann anlässlich eines Abendessens bei seinem Chef sich blamierte und er einige unpassende Bemerkungen machte, die ein allgemeines Befremden hervorriefen.
Er ärgert sich darüber maßlos und macht ihr darüber heftige Vorwürfe, weil er sich bloßgestellt und erniedrigt fühlt. Später gerät sie in Wut, als er mit einer attraktiven Dame ausgiebig flirtet.

Häufig ärgern wir uns auch dann, wenn wir bestimmte Ziele nicht erreichen und ehrgeizige Vorhaben scheitern. In manchen Fällen ärgern wir uns auch über Dinge, die uns gar nicht persönlich betreffen.
So kann es geschehen, dass wir anlässlich eines festlichen Ereignisses uns über einen Jugendlichen ärgern, der statt der erwünschten Festkleidung in einer lässigen und schmuddeligen Aufmachung erscheint.

Einen Anlass zum Ärger bietet auch ein Verstoß gegen soziale Spielregeln. Viele Menschen reagieren empört, wenn andere gegen Anstandsregeln verstoßen, Prinzipien der Höflichkeit missachten. Auch die Missachtung jeglicher Prinzipien und Verhaltensweisen, welche die Grundgesetze der Gerechtigkeit und Fairness verletzen, erregen Ärger und Wut.

Viele Menschen reagieren so, wenn Sie beobachten, wie sich manche Personen auf Kosten anderer unberechtigte Vorteile verschaffen und wenn sie ihre Mitmenschen unterdrücken und ausbeuten, um sich zu bereichern, um eine Machtstellung zu sichern.

Zusammengefasst entstehen Ärger und Wut:
• Wenn wir uns in irgendeiner Hinsicht beeinträchtigt fühlen. Wir verfolgen ein Ziel, ein Hindernis stellt sich uns in den Weg und wir geraten in Wut.
• Wenn wir erleben, dass uns etwas entzogen oder vorenthalten wurde, was wir lieben und schätzen. Die Bedrohung bzw. Beschädigung unseres Besitzes lässt uns ärgerlich und wütend werden.
• Wenn andere unsere körperliche und seelische Integrität durch physische und verbale Angriffe gefährden. Dies ist vor allem der Fall, wenn wir überzeugt sind, dass sie uns absichtlich Schaden wollten.
• Wenn wir die Erfahrung machen ausgenutzt oder ausgebeutet, ungerecht behandelt zu werden.
• Wenn anderen ungerechtfertigte Leiden zugefügt werden und man sie demütigt, quält, ausbeutet oder sogar umbringt. Sehr viele Menschen reagieren auch mit Wut, wenn sie in den Medien damit konfrontiert werden.
• Wenn andere nicht soviel Aufmerksamkeit uns schenken, wie wir es gerne hätten reagieren wir verärgert.
• Wenn wir neidig sind und andere mehr von dem bekommen, was sie gerne hätten, wie z.B. materielle Güter, sozialer Status, Intelligenz, Schönheit, attraktive Partner usw. Solche Gefühlsreaktionen sind die Folge von Frustrationen, die entstehen, wenn Dinge und Ereignisse unseren Wünschen, Interessen und Überzeugungen zuwiderlaufen, und wir ihnen eine große Bedeutung zuschreiben. Sind sie für uns von untergeordneter Bedeutung oder völlig bedeutungslos, ärgern wir uns weniger oder überhaupt nicht.

Diese Gefühle aktivieren uns so zu handeln, dass Hindernisse, die uns an der Erreichung unserer Ziele hindern, beseitigt werden. Wir haben es mit Emotionen zu tun, die uns zu Handlungen disponieren, Störungen und Hindernisse, die uns beeinträchtigen zu beseitigen, oder ihr Auftreten zu verhindern.

Ärger und Wut besitzen durchaus nützliche Funktionen, die es uns erlauben, angesichts der Widrigkeiten des Lebens uns zu behaupten und unsere Interessen zu verwirklichen.

Aufrechterhaltung sozialer Spielregeln mit Ärger und Wut
Oft ärgert uns etwas, was uns nicht persönlich betrifft.
Wenn sich jemand über die schlampige Kleidung und die ungehobelten Manieren eines Gastes bei einer festlichen Veranstaltung aufregt, scheint er nicht persönlich betroffen zu sein, weil er nicht an der Verfolgung seiner Ziele und die Durchführung seiner Handlungspläne gehindert wird. Er ärgert sich, weil Regeln und Normen verletzt wurden, die als er als verbindlich betrachtet, mit denen er sich identifiziert.

Der Ärger über die Verletzung sozialer Spielregeln veranlasst die Menschen zu Aktivitäten, auf den Schuldigen Druck auszuüben, um ihn zu veranlassen, sie zukünftig zu respektieren. Da keine Gesellschaft ohne Regeln existieren kann, die von ihren Mitgliedern zumindest in den meisten Fällen befolgt werden, dient der Ärger über den Regelverstoß ihrer Aufrechterhaltung. Die Missbilligung und die damit verbundenen Handlungen haben die Funktion, abweichende Handlungen zu korrigieren und das soziale Regelsystem aufrechtzuerhalten.

Ärger und Wut als Stressfaktor
Ärger und Wut sind also Emotionen, die im Leben eines Individuums und der Gesellschaft wichtig und bedeutungsvoll sind. Allerdings dürfen wir dabei ihre negativen Auswirkungen nicht übersehen. Sie veranlassen uns auf eine unangemessene Weise zu handeln, die uns und andere in Schwierigkeiten bringen. Relativ unproblematisch sind diese Gefühle, wenn sie nur für kurze Zeit präsent sind und zu einem angemessenen zielführenden Handeln führen.

Problematisch wird es, wenn sie sich in die Seele des Menschen einnisten und sie beherrschen. Das seelische Gleichgewicht ist gestört, wenn wir ständig unter dem Druck von Ärger und Wut stehen und wenn wir uns Grübeleien über Situationen hingeben, die diese Gefühle immer wieder auslösen, und diese Gedankenmuster nicht zu einem Handeln führt, welches die Probleme beseitigt.

Außerdem stellt dies eine Form von Stress dar, der auch die körperlichen Funktionen beeinträchtigt und die Gesundheit untergräbt. Um den Stress abzubauen, ist es wichtig Ärger und Wut zu kontrollieren und soweit als möglich auch abzubauen. Bevor wir Strategien zur Bewältigung dieser Emotionen entwickeln können, müssen wir uns mit einigen Faktoren beschäftigen, die diesen Gefühlsfaktoren zugrunde liegen.

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Dr. Birgit Zottmann
http://www.institut-drzottmann.de
birgit@drzottmann.de

Die menschlichen Grundbedürnisse

Menschliche Grundbedürfnisse
Es haben sich schon viele Philosophen und Psychologen mit den menschlichen Grundbedürfnissen auseinandergesetzt, u. a. der Psychologe Abraham Maslow, der die Theorie der Bedürfnispyramide entwickelt hat. In diesem Beispiel benutze ich ein Modell menschlicher Grundbedürfnisse der Familientherapeutin Cloé Madanes und des Persönlichkeitstrainers Anthony Robbins.
Es eignet sich zum einen hervorragend dafür, die eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen, zum anderen können Sie sich damit auch Verhaltensweisen anderer Menschen besser erklären.
Jeder Mensch hat die folgenden 6 Bedürfnisse, jedoch ist die Ausprägung sehr verschieden. Auch hat jeder seine eigene Art und Weise, die Bedürfnisse zu befriedigen, die ihm am wichtigsten sind.

1. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
Menschen brauchen ausreichende Versorgung mit dem Überlebensnotwendigen (Nahrung, Kleidung, Unterkunft), aber auch das Gefühl, sich sicher zu fühlen, und das nicht nur vor körperlichen Übergriffen.
Für einige Menschen bedeutet Sicherheit, eine sichere Umgebung zu haben und/oder Beständigkeit in der Beziehung. Sie können aber auch Sicherheit durch Gewohnheiten erlangen. Essen zum Beispiel kann das Gefühl von Gemütlichkeit und Sicherheit geben.
Selbst durch einen bestimmten Glauben können wir dieses Bedürfnis befriedigen. Die Religion nimmt hierbei einen wichtigen Platz ein. Aber auch im persönlichen Bereich haben wir Glaubenssätze oder Grundüberzeugungen, die dem Leben Sicherheit geben. Etwas ist so, weil wir es glauben. Dies kann sehr positive Auswirkungen haben, wenn wir zum Beispiel glauben, dass es für unser Problem eine Lösung gibt. Es kann aber auch sehr schwierig werden für Menschen, die glauben „nicht gut genug zu sein“.
Was notwendig ist, um sich sicher zu fühlen, ist für jedes Individuum verschieden. Dem einen reicht es zu wissen, wann er das nächste Mal etwas zu essen bekommt, der andere erlangt nur das Gefühl der Sicherheit, wenn er eine Million Guthaben auf der Bank hat.
Schlüsselwörter sind: Komfort, Sicherheit, Stabilität, Bodenhaftung, Kontrolle haben, Vorhersagbarkeit und Schutz
Ein Paradox: Wenn ein Mensch sich völlig sicher fühlt, alles vorhersehbar ist, das heißt, dieses Bedürfnis vollkommen befriedigt ist, wird es sehr schnell langweilig. Und während wir uns alle Sicherheit wünschen, brauchen wir gleichzeitig Abwechslung und Herausforderungen.

2. Das Bedürfnis nach Abwechslung und Herausforderung
Menschen suchen nach neuen Reizen und Erfahrungen. Unser Körper, unser Gehirn und unsere Gefühlswelt benötigen Herausforderungen, Anstrengung, Spannung, Abwechslung und Überraschung, denn alles, was nicht genutzt und gefordert wird, stirbt. Die Auseinandersetzung damit bringt eine gefühlte „Tiefe“ ins Leben.
Auch wenn Sie ihr Lieblingsessen jeden Tag bekommen könnten, würden sie irgendwann etwas anderes essen wollen. Manche Menschen befriedigen ihr Bedürfnis nach Vielfalt und Abwechslung, indem Sie einen Film anschauen, andere fahren Rennen mit dem Auto oder mit dem Fahrrad oder besteigen Berge.
Und nicht zu vergessen: Eine große Quelle für Abwechslung und Vielfalt sind Probleme. Wenn Dinge anders laufen als geplant, wenn Erwartungen enttäuscht werden und Dinge in eine andere Richtung laufen, bedeutet dies auch Unsicherheit und Vielfalt.
Wie erleben Sie Vielfalt und Abwechslung?
Schlüsselwörter sind: Unsicherheit, Vielfalt, Angst Instabilität, Chaos, Wechsel, Stärke, Verlangen, Spannung, Anstrengung, Überraschung, Problem und Krise, Veränderung, Unterhaltung, Spannung, Aufregung und Erregung

3. Das Bedürfnis nach Liebe und Beziehung
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Austausch mit anderen Menschen fördert nicht nur sein körperlich-seelisches Wachstum, sondern auch sein Überleben.
Liebe ist ein Überlebensinstinkt.
Die Herausforderungen, die dieses Bedürfnis mit sich bringen, liegen in unserem Glaubenssystem, das uns sagt, wie wir das Gefühl von Liebe bekommen, wie es sich anfühlt, wie wir Liebe erfahren und die Fähigkeit, Liebe zu geben und zu empfangen.
• Erfahren Sie Liebe in Ihrem Leben?
• Wann in Ihrem Leben haben Sie sich geliebt gefühlt?
Schlüsselwörter sind: Liebe und Verbundenheit, Zusammensein, Leidenschaft und Einheit

4. Das Bedürfnis nach Sinn und Bedeutung
Was ist das Leben ohne Sinn? Der Mensch sucht nach dem Sinn des Lebens – egal, ob er einer allumfassenden, allgemeingültigen Wahrheit entspricht oder nicht. Die Sinnsuche ist eng mit der menschlichen Existenz verbunden (siehe hierzu Viktor Frankl).
Jeder Mensch braucht das Gefühl, wichtig, erwünscht und gewünscht zu sein. Wenn Sie Geschwister haben, dann haben Sie im Wettbewerb Ihre Nische gesucht und gefunden. Vielleicht waren Sie der/die Erfolgreiche, der/die Leise, der/die Aufmüpfige, der/die Kreative …
Dieses Bedürfnis, speziell und wichtig zu sein, ist immer da und möchte auch befriedigt werden. Sie können dieses Gefühl befriedigen, indem Sie zum Beispiel etwas erreichen, was Sie sich vorgenommen haben.
Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind oft auch die Vergleiche mit anderen, indem wir Hierarchien aufbauen. Wir wollen mehr sein, mehr haben als der/die andere und damit wichtiger sein.
In einem mehr positiven Sinne führt dieses Bedürfnis dazu, dass Sie Ihren Standard anheben, sich anstrengen.
Oft führt die Fokussierung auf die Befriedigung dieses Bedürfnisses zu Schwierigkeiten. Wenn wir zum Beispiel meinen, dass nur dieser eine Mensch unserem Leben Sinn geben kann, werden wir kaum fertig damit, wenn dieser Mensch sich von uns trennt. Aber auch Mitglieder einer Gang finden in der Gruppe die Verbundenheit mit anderen, die ihrem Leben Bedeutung geben. Es ist dann leider unerheblich, wenn diese Verbundenheit einen kriminellen Inhalt hat.
Ihr Bedürfnis nach Bedeutung befriedigen letztendlich auch Amokläufer. Mit ihren Taten gehen sie sogar in die Geschichte ein und Jahrestage sind mit ihrem Namen verbunden.
Schlüsselwörter sind: Stolz, Wichtigkeit, Leistung, Standard, Disziplin, Wettbewerb und alle Wörter, die mit Zurückweisung oder mit „nicht gut genug“ anfangen

Die folgenden zwei Bedürfnisse sind wichtig, wenn Menschen sich als „ganz“, „ausgefüllt“ oder „erfüllt“, „in ihrer Mitte erlebend“ fühlen wollen.

5. Das Bedürfnis nach Wachstum
Wachstum ist nicht nur ein menschliches Phänomen. Es ist in der Entstehung des Universums genauso sichtbar wie in der menschlichen Evolution. Säuglinge entdecken ihre neue Umgebung, kleine Kinder lernen laufen und sprechen, Erwachsene erwerben neue wichtige Verhaltensweisen.
Ein Muskel, der nicht benutzt wird, wird kraftlos und verkümmert. Das Gehirn kann neuronale Verbindungen bis ins sehr hohe Alter formen. Voraussetzung hierfür ist das Lernen, und zwar immer neuer Dinge und Verhaltensweisen; den Mut zu haben, immer wieder seine eigene Komfortzone zu verlassen.
Alles, was nicht wächst, stirbt!

6. Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

Vielleicht ist sich der Mensch nicht unmittelbar bewusst, dass er Teil eines Ganzen ist. Jedoch entstehen Freude und ein innerer Friede nicht nur beim Nehmen, sondern auch beim Geben.
Dieses Phänomen ist gut zu beobachten, wenn ein Mensch einem anderen in einer Notsituation Hilfe anbietet oder wenn eine Gruppe von Menschen etwas Neues entwickelt, dass die Lebensqualität anderer erhöht.
Etwas zu geben macht Menschen glücklich und zufrieden.

Die Befriedigung dieser 6 Grundbedürfnisse entscheidet, ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen.

Die Grundbedürfnisse wurden von Anthony Robbins u.a. entwickelt und dient als Grundlage für das “Strategische Coaching”.

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Meditation

Die Meditation erfreut sich gegenwärtig großer Beliebtheit. Überall werden Kurse angeboten, in denen sie gelehrt wird, gibt es Gruppen, die sie praktizieren. Wenn Sie sich mit ihr beschäftigen, sind Sie mit einer Vielzahl von Methoden und unterschiedlichen Erklärungen, was Meditation ist, konfrontiert. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die unterschiedlichen Techniken bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen.
Was ist Meditation?
Ebenso unterschiedlich sind die Ziele, die mit ihrer Hilfe angestrebt werden. Auch hier gibt es ungeachtet aller Differenzen wichtige Übereinstimmungen. Sie werden entdecken, dass die meditativen Praktiken der unterschiedlichsten Traditionen immer wieder vergleichbare Zielsetzungen haben.
Wir wollen uns nun mit einigen zentralen Aspekten dieser Methode beschäftigen.
Grundlagen der Meditation
Grundlegend für jede Meditationspraxis ist die Konzentration der Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt. Es kann sich dabei um den Atem oder irgendeinen Gegenstand handeln. Wir werden darauf noch näher eingehen, wenn wir uns mit einzelnen Meditationstechniken beschäftigen.
Diese Konzentration stellt eine gerichtete Aufmerksamkeit dar, welche die Entwicklung innerer Sammlung fördert. Diese Art der Achtsamkeit ist kein Denken, das über ein Objekt reflektiert. Sie registriert lediglich das was ist, ohne zu beurteilen oder zu bewerten.

Wenn es Ihnen gelingt, die Aufmerksamkeit gerichtet zu halten und die Sammlung zu vertiefen, entspannt sich der Körper und Ihr Geist gelangt zur Ruhe.

Es tauchen jene Erscheinungen auf, welche die körperliche Entspannung charakterisieren. Die Muskeln entspannen sich, der Atem und der Herzschlag werden ruhiger und gleichmäßiger. Die Gedanken treten in den Hintergrund und werden immer weniger. Eine tiefe Ruhe entwickelt sich, die immer intensiver wird. Störende Gedanken und Emotionen lösen sich auf, während der innere Frieden immer stärker wird. In diesem Zustand der Ruhe und des Friedens können sich neue Erkenntnisse entwickeln. Ist der Geist still geworden, nicht gestört durch den unaufhörlichen Strom der Gedanken, gewinnt er Einsichten über sein Wesen.
Der Meditierende erkennt, wer er ist, und aus was sein wahres Selbst besteht. Er erfährt das Zentrum seines Wesens, den Mittelpunkt seiner Existenz.

Es handelt sich dabei nicht um eine theoretische Einsicht, wie sie die Wissenschaft charakterisiert, sondern um eine unmittelbare intuitive Erkenntnis in das eigene Wesen, eine innere Erfahrung, die nicht dem begrifflichen Denken entspricht.

Die meditativen Traditionen gehen aber noch weiter. Mit der vertiefenden Einsicht gelangt der Meditierende zur Erfahrung des Göttlichen. Wir betreten den Bereich des Religiösen, mit dem die Meditationspraxis immer verbunden war und ist.
Wenn Sie sich mit der Zielsetzung der Meditation beschäftigen, werden Sie erkennen, dass sie meist als ein Weg angesehen wurde, der über die Grenzen des eigenen Ichs hinausführt.
Positive Auswirkungen der Meditation
Abgesehen von dem religiösen Ziel, Erleuchtung zu erlangen, das eigene wahre Selbst, das Göttliche zu erfahren, hat die Meditation außerordentlich positive Auswirkungen auf das Leben.
Um das zu verstehen, wollen wir einen Blick auf die Aktivitäten des menschlichen Geistes werfen, die für die meisten Menschen charakteristisch sind. Sie brauchen nur die Vorgänge in Ihrem Bewusstsein zu beobachten, um die typischen Muster zu erkennen, die uns immer wieder in Schwierigkeiten bringen.
Sie sind uns bewusst gewesen, aber unser Bewusstsein ist in vieler Hinsicht getrübt und funktioniert oft nicht zufrieden stellend, so dass wir immer wieder mit Problemen konfrontiert werden.
Die meisten Menschen haben große Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Ihre Aufmerksamkeit bewegt sich von einem Gegenstand zum anderen, wird einmal von diesem dann von jenem Eindruck gefangen genommen. Unser Bewusstsein ist erfüllt von einem Strom wechselnder Eindrücke und Gedanken. Dies hat zur Folge, dass wir mit unseren Erfahrungen nur oberflächlich in Kontakt stehen. Kaum haben wir etwas wahrgenommen, gleitet unser Geist ab und wir denken an etwas anderes.
Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen blühenden Baum. Vielleicht sind Sie von seiner Schönheit überwältigt. Meist ist eine solche Reaktion nur von kurzer Dauer. Sehr schnell tauchen Gedanken und Vorstellungen auf, die die Wahrnehmung überlagern. – Vielleicht erinnern Sie sich an einen Baum, von dem Sie in Ihrer Kindheit heruntergefallen sind, wofür Sie von Ihren Eltern bestraft wurden. – Jetzt richtet sich Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Eltern und Ihre Beziehung zu ihnen. – Möglicherweise denken Sie daran, wie ungerecht Ihr autoritärer Vater Sie oft behandelt hat. Deutlich spüren Sie, wie Ärger und Verbitterung in Ihnen aufsteigen. – Jetzt tauchen Gedanken an Ihren Chef auf, dessen arrogantes und überhebliches Verhalten Ihnen auf die Nerven geht. Voller Wut denken Sie daran, dass er Sie im Beisein von Kollegen völlig ungerechtfertigt kritisiert hat. – Plötzlich fällt Ihnen ein, eine wichtige Arbeit abzuschließen. Eine Fülle von Angst überschwemmt Sie, wenn Sie daran denken, wie Ihr Chef darauf reagieren wird.

Die Sprunghaftigkeit unseres Geistes, seine Tendenz, sich im Strom seiner Gedanken und Vorstellungen zu verlieren hindert Sie daran, in der Gegenwart zu sein und die Schönheit des Baumes zu genießen. Ununterbrochen schieben sich Erinnerungen, Gedanken und Gefühle von gegenwärtigen Wahrnehmungen dazwischen und beeinträchtigen unseren Kontakt zu ihnen.
Das verhindert, dass wir unsere Erfahrungen voll und ganz genießen. Wir versinken in Gedanken und Erinnerungen, die mit belastenden Gefühlen und mit Leidensdruck verbunden sind.
Der konfuse, halbbewusste Zustand unseres Geistes hat noch ernstere Auswirkungen als die Einschränkung unserer Genussfähigkeit. Er beeinträchtigt die Beziehung zu anderen Menschen und führt häufig zu überflüssigen Konflikten.
Stellen Sie sich vor, Renate tritt eine neue Stelle an. Sie muss ihr Büro mit einer Kollegin teilen, die ihr sofort unsympathisch ist. Sie merkt nicht, dass ihre Abneigung nicht nur durch das konkrete Verhalten ihrer Kollegin bedingt ist. Diese verhält sich vollkommen korrekt und versucht, in jeder Hinsicht zu helfen, damit sie sich in ihrer neuen Stelle einarbeiten kann. Renate erkennt nicht, dass ihre Antipathie durch die Sprechweise ihrer Kollegin provoziert wurde, die sie an ihre Schwester erinnert, mit der sie während ihrer Kindheit ständig im Konflikt gelegen war.

Ihre Gefühlsreaktion gilt streng genommen gar nicht der Frau an ihrem Arbeitsplatz, sondern der Bezugsperson ihrer Kindheit. Da sie infolge ihres eingeschränkten Bewusstseins Zusammenhänge nicht zu erkennen vermag, behandelt sie ihre Kollegin wie ihre Schwester. Sie reagiert mit Aggressionen, die zu Konflikten führen, die sie selbst schwer belasten.

Häufig geraten wir in Schwierigkeiten, weil wir das Verhalten unserer Mitmenschen missdeuten und falsch darauf reagieren.

So interpretieren wir beispielsweise eine freundliche Geste als feindseligen Akt und reagieren mit Abwehr, was zu mannigfaltigen Schwierigkeiten führt. Manchmal übersehen wir auch Anzeichen, dass andere Menschen uns betrügen und ausnutzen wollen, weil wir die Signale nicht genügend beachten.

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Dr. Birgit Zottmann
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Das Beziehungskonto

Wenn Menschen sich ineinander verlieben und eine Beziehung eingehen, entwickelt sich eine Dynamik der Gefühle, die in der Zu- oder Abnahme von Zuneigung und Liebe besteht.
Sie stellen dynamische Faktoren dar, die sich verändern, wie alles im Leben einem permanenten Wandel unterliegt.
Bestimmte Merkmale eines Menschen veranlassen uns, sich in ihn zu verlieben. Wie sich die Liebe weiterentwickelt, hängt von der Kommunikation zwischen den Partnern ab, von den Verhaltensweisen die sie äußern.
Die Nachrichten und Botschaften, die sie aussenden sowie ihr Handeln lassen ihre Liebe zueinander zu- oder abnehmen, erhöhen oder verringern die Zufriedenheit mit der Beziehung. Die Entfaltung der Liebe ist kein au-tomatischer Prozess, der selbstständig abläuft, sondern hängt ab vom konkreten Verhalten des Partners. Die Psychologen Clifford Notarius und Howard Marqman haben den Begriff des Beziehungskontos eingeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Partner und den positiven und negativen Entwicklungen der Partnerschaft zu beschreiben. Das Beziehungskonto bestimmt die Zufriedenheit mit ihrer Beziehung.
Wir können es mit einem richtigen Bankkonto vergleichen, dass einen unterschiedlichen Kontostand aufweisen kann. Ist er hoch, können Sie sich viel leisten, ist er niedrig, nur wenig und wenn er in die roten Zahlen ab-rutscht, sind wirtschaftliche Schwierigkeiten unvermeidlich. Ähnlich verhält es sich mit dem Beziehungskonto. Verfügen die Partner über ein hohes Beziehungsguthaben sind sie glücklich und zufrieden. Ein geringes Bezie-hungskonto erzeugt zunehmende Unzufriedenheit. Sind alle Rücklagen aufgebraucht und dominiert das Soll gegenüber dem Haben ist die Beziehung unglücklich und nähert sich mehr oder weniger einem Beziehungsbankrott, der ihr schließlich ein unrühmliches Ende bereitet.
Ein Beziehungsguthaben wird aufgefüllt durch liebevolle Gesten, ein freundliches Verhalten, dass Achtung und Respekt verrät sowie Hilfe und Unterstützung.
Es wird verringert durch Verstimmung und Verärgerung, mangelnde Achtung, schlechte Kommunikation, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten. Wir können unser Beziehungsguthaben jeden Tag durch bestimmte Gesten und Handlungen vergrößern oder durch entsprechend negatives Verhalten verringern. Eine Verärgerung verringert es nur geringfügig, ein massiver Streit stellt eine große Abhebung dar.
Wenn die Partner sich gegenseitig abwerten und sich um jede Kleinigkeit streiten, ohne einander durch ihr Verhalten ihre Liebe zu zeigen, zahlen sie nichts mehr auf ihr Konto ein, sondern heben ständig große Summen ab, bis es aufgebraucht ist und sie schließlich vor einem Schuldenberg stehen. Damit haben sie sich in eine Krise hineinmanövriert, aus der es keinen Ausweg mehr gibt und die Beziehung zerbricht.
Welche Verhaltensweisen stellen nun im Einzelnen Einzahlungen auf das Beziehungskonto dar und erhöhen den Kontostand?
Ungeachtet der individuellen Unterschiede gibt es einige allgemeine Richtlinien die wir befolgen müssen, wenn wir Einzahlungen auf das Beziehungskonto machen wollen:
➢ Ein gutes Mittel, um den Kontostand zu erhöhen sind Zeichen der Zuneigung, Anerkennung und Wertschätzung, die wir dem Partner geben.
➢ Immer wenn wir Anregungen für gemeinsame befriedigende Aktivitäten geben, erhöhen wir den Kontostand.
➢ Das Gleiche geschieht, wenn wir uns unseren Partner öffnen und unsere Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitteilen.
➢ Ein wichtiger Faktor ist auch das Bemühen um Lösungen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen, wenn entgegen gesetzte Bedürfnisse und Wünsche vorliegen.
➢ Vermeiden Sie fruchtlose Streitgespräche, die nicht zur Lösung von Konflikten beitragen.
➢ Versuchen Sie nicht ein Problem zu lösen, wenn Sie unter dem Druck belastender Emotionen wie Angst oder Wut stehen.
➢ Auseinandersetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Wenn Sie mit ihrem Partner streiten, vermeiden Sie es wunde Punkte zu attackieren.
➢ Ein Fehler, der immer wieder zu einer erheblichen Belastung des Beziehungskontos führt besteht darin, Schwächen des Partners zu kritisieren, die er als besonders peinlich erlebt.
Eine Frau, die sich über die Potenzschwäche ihres Mannes lustig macht, ein Mann der seiner Frau mangelnde sexuelle At-traktivität vorwirft, fügt dem anderen damit erhebliche seelische Verletzungen zu, die weder vergessen noch vergeben werden.
Wer in die Tabuzonen des Partners eingreift, plündert das Beziehungskonto in einem solchen Maße, dass der Weg in den Bankrott vorgezeichnet ist.
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Freunde als Stressquelle

Gut funktionierende zwischenmenschliche Beziehungen beruhen immer auf einem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen.
Sie sind so lange in Kontakt, wie zwischen den Beteiligten das Nehmen und Geben materieller und nichtmaterieller Güter auf einem für beide Sei-ten befriedigendem Niveau stattfinden.
Achten Sie bei den Beziehungen zu anderen Menschen mehr auf die Qualität als auf die Quantität. Ein großer Bekanntenkreis, mit dem Sie mit vielen Menschen konfrontiert sind, die unerfreuliche Verhaltensmuster an den Tag legen oder zu dem nur oberflächliche Beziehungen unterhalten, ist eine Belastung, eine Quelle von negativem Stress anstatt von Befriedigung.
Für das eigene seelische Gleichgewicht ist ein kleiner Kreis von Freunden besser, in dem die Freundschaften durch häufige Kontakte gepflegt werden.
Reibungen, Konflikte und Auseinandersetzungen sind auch in solchen Be-ziehungen unvermeidlich. Sie gehören zum Leben. Befriedigend sind diese Beziehungen doch deshalb, weil jeder der Beteiligten etwas gibt, was für den anderen wertvoll ist, aber auch etwas erhält, was für ihn von Bedeutung ist.
Welche Formen des Austauschs eine gute Freundschaft begründen und aufrechterhalten, variiert erheblich von Person zu Person. Wenn Sie sich darüber klar werden wollen, ob die Beziehung zu Ihren Freunden Sie be-friedigt, fragen Sie sich, was eine wahre Freundschaft für Sie ausmacht. Haben Sie die Kriterien ermittelt untersuchen Sie, ob Ihre Freundschaften diesen Ansprüchen genügen.

Stellen Sie fest, ob und in welchem Ausmaß Sie Ihre Freunde unterstützen und was Sie von Ihnen erhalten. Erhalten Sie von ihnen Wertschätzung und Unterstützung in einem ausreichenden Maß? Fördert der Umgang mit ihnen Ihr Wohlbefinden? Können Sie etwas von ihnen lernen? Ermutigen sie Sie und geben Ihnen Kraft? Ist die Bilanz in Ihrem Sinne positiv, ist es für Sie wichtig, diese Beziehung angemessen zu pflegen.

Birgit Zottmann birgit@drzottmann.com